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Distrikt

Ein Freudenfest erfüllter Träume

Distrikt - Ein Freudenfest erfüllter Träume
Hands-on-Spaß auch beim Klettern © Patricia Chadde

Lions und Rotarier halfen gemeinsam behinderten Kindern und deren Eltern. Dabei floss nicht nur Geld, sondern auch Schweiß.

01.06.2019

Es war ein Freudenfest, wie es das Therapiezentrum in Mardorf am Steinhuder Meer, das Eltern und ihren behinderten Kindern Auszeiten ermöglicht, selten erlebt.  Der Anlass: Der Spielplatz präsentiert sich runderneuert – mit originellem und modernem Spielgerät, das Kindern mit und ohne Handicap jede Menge Spielspaß bietet. Stärkstes Einzelstück ist die Schaukel für Rollstuhlfahrer. Hier kann Lilly fliegen und genießt ihre Schwerelosigkeit, obwohl sie im Rollstuhl sitzt. 

„Sie können sich nicht vorstellen, wie glücklich wir über ihre Unterstützung sind“, bedankte sich die Einrichtungsleiterin Angelika Zaizek bei den sieben Serviceclubs, deren Mitglieder 30.000 Euro für die behindertengerechte Ausstattung des Spielplatzes aufbrachten und zudem tatkräftig anpackten. „Unsere Kooperation ist eine Premiere“, freute sich Präsidentin Gabriele Arndt-Sandrock vom RC Rehburg-Loccum am Kloster.

Auf Anregung von Axel Preiskorn war das Gemeinschaftsprojekt im Sommer 2018 gestartet. Er machte auf das Therapiezentrum aufmerksam, das Eltern, die Kinder mit Behinderung pflegen und betreuen, 50 Kurplätze bietet. „Den Erwachsenen bleibt oft wenig Zeit, auf die eigene Gesundheit zu achten. Hier bekommen sie Anregung und Gelegenheit, während der Nachwuchs kompetent betreut wird“, so der Mediziner.

Nicht nur Geld investiert
Neben der ersehnten Rollstuhlschaukel wurden ein hölzernes Spielschiff und Sonnensegel für die große Buddelkiste finanziert. Und weil Geld für Lions und Rotarier die eine Art zu helfen ist und tatkräftige Mitarbeit die andere, haben Mitglieder der Clubs das Spielplatzgelände teilweise neu gestaltet, Hecken angelegt und Bäume gepflanzt - nach Plänen von Landschaftsgärtnerin Birgit Hammerich, Präsidentin des RC Nienburg-Neustadt. "Das war für uns alle eine großartige Erfahrung", freute sich Willi Engelmann vom RC Stolzenau.

„Köstlich viel zu tun“
Auch die Festgäste, vorneweg Anne Schilling, waren begeistert. Die Geschäftsführerin des Müttergenesungswerkes war aus Berlin angereist und zeigte sich von der Gemeinschaftsleistung tief beeindruckt. Sie zitierte Elly Heuss-Knapp, Gründerin des Werkes: „Es ist köstlich, viel zu tun - und Arbeit, die Freude macht, weil sie nützt." - "Daher passen wir gut zusammen: Müttergenesungswerk, Rotary und Lions, so Schilling. Mardorfs Ortsbürgermeister Hubert Paschke war ebenso begeistert und würdigte die großartige soziale Leistung.

Patricia Chadde