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Schorndorf

Maschinelle Unterstützung für den „Zauberfaden“

Schorndorf - Maschinelle Unterstützung für den „Zauberfaden“
Gemeinsam mit einer Vielzahl von Unterstützern freut sich Günther Harsch über die neu gespendeten Industrienähmaschinen für den Zauberfaden

Aus einer kleinen Nähstube für Flüchtlinge wurde mittlerweile eine "richtige" Werkstatt – auch dank der drei Industrienähmaschinen vom RC Schorndorf

Frieder Abele01.07.2017

Beim evangelischen Kirchentag 2015 in Stuttgart trat „Der Zauberfaden“ zum ersten Mal ins Rampenlicht – mit selbst genähten Taschen und Matchsäcken. Es folgte das Internationale Fest in Schorndorf – und bald der erste Auftrag des Schorndorfer Mode-Labels Riani. Die Nähwerkstatt, die Flüchtlingen nicht nur eine Tagesstruktur und Arbeit gibt, sondern auch Unterstützung in allen Lebensfragen bietet sowie ihnen und ihren Angehörigen bei der Integration hilft, hat sich in den zwei Jahren seit ihrer Gründung etabliert. Vom "Zauberfaden"-Team werden nicht nur Flüchtlinge sondern auch deren Familien mit über 40 Personen betreut. Dies umfasst schwerpunktmäßig Aktivitäten wie die Vermittlung der deutschen Sprache, Kontakte mit den Behörden, Partizipation am kulturellen Leben oder ganz einfach Hilfen bei der Bewältigung des Alltags.

Dass die Nähwerkstatt eine unterstützenswerte Initiative ist, findet auch der Präsident des Rotary Club Schorndorf, Günther Harsch. Er ist von dem Konzept überzeugt und ermöglichte der "Zauberfaden-Family", wie Initiatorin Sükriye Döker ihr Team gerne nennt, den Kauf von drei Industrienähmaschinen im Gesamtwert von 4500 Euro.

Viele Clubmitglieder setzen sich für das Programm ehrenamtlich ein, so berät zum Beispiel Matthias Römer in allen unternehmerischen Dingen und Finanzfragen. Unterstützung gibt es auch von der Stadt Schorndorf, sie übernimmt die Nebenkosten für die Werkstatt und unterstützte das Projekt über die Bürgerstiftung und die Firma Adolf Föhl aus Rudersberg stiftete ihren vor kurzem erhaltenen  Innovationspreis.

Und dabei geht es für die Nähwerkstatt, die sich Anfang 2015 schon über eine Crowdfunding-Kampagne finanzierte hat, um nichts weniger als die Zukunftsfähigkeit. Die aktuelle Herausforderung für Sükriye Döker ist der Aufbau eines professionellen Vertriebssystems, um dem großen Ziel – die Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätzen – näherzukommen. 

Frieder Abele, geboren 1951, ist ausgebildeter Diplomingenieur (TH). Als
selbständiger Bauingenieur betrieb er viele Jahre lang ein Unternehmen, das sich mit dem Bau von schlüsselfertigen Häusern beschäftigte, darunter zahlreiche Kindergärten und Schulen. Inzwischen übernimmt Abele nur noch kleine Bauaufgaben, um sich meinen Hobbys - Rotary und Golfen - besser widmen zu können.