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Cham

Mehr Internationalität!

Cham - Mehr Internationalität!
Ebenfalls unter den Gästen: Bezirkstagspräsident und Chamer Landrat Franz Löffler (links), hier im Gespräch mit Governor Wilhelm Dietl und dessen Nachfolger im Amt, Gerwig Argow (rechts). © Holder Hierl

„Frieden schaffen“ lautete Governor Wilhelm Dietls Motto – sowohl über Grenzen hinweg, aber auch vor der Haustür

01.08.2019

„Rotary ist international“, erinnerte Wilhelm Dietl die Teilnehmer der Konferenz in der Chamer Stadthalle zu Beginn seines Rückblicks über seine Arbeit als Governor. Und da er sein Amt politischer aufgefasst hätte als andere, habe er sein Amtsjahr unter das Motto „Frieden schaffen“ gestellt – international wie national. Dabei gehe es um die Zusammenarbeit zum Wohl der Weltbevölkerung, nicht um nationale oder gar Distriktalleingänge. In diesem Zusammenhang betonte Dietl auch, dass Rotary in seinem Handeln nicht unpolitisch sei, wohl aber „unparteipolitisch“. Er sähe die Aufgabe Rotarys darin, sich von der Offenheit gegenüber anderen Menschen und Kulturen inspirieren zu lassen, ohne die eigenen Grundlagen zu verleugnen.

Hilfe für den Distrikt 2240
Vor allem die deutsch-tschechischen Beziehungen prägten die Veranstaltung in Cham. So war auch der Governor des Distrikts 2240 (Tschechien und Slowakei), Zdenek Michálek aus Ostrava, gekommen. Michálek dankte in seinem Grußwort vor allem den Partnerdistrikten in der Oberpfalz und Sachsen für ihre Hilfe bei Aufbau und Festigung des tschechischslowakischen Distrikts. „Rotary is our inspiration“, bekräftigte Michálek das Motto „Be The Inspiration“ des RIPräsidenten Barry Rassin.

Inspiration zu seiner Chemnitzer Konferenz „Frieden schaffen“ im April erfuhr Governor Dietl durch politische Diskussionen im Distrikt und in den Clubs. Als „Brandbeschleuniger“ hätten die Ausschreitungen in Chemnitz und an anderen Orten gewirkt, erzählt er. Er habe danach viele E-Mails bekommen, die ihm vorwarfen, sich nicht in die Lage der Ostdeutschen versetzen zu können, die sich abgehängt und vom Westen bevormundet empfinden. Das habe ihm gezeigt, dass es noch viel Gesprächsbedarf gebe im Land, und auch, dass es die Differenzen zwischen Ost und West in Deutschland weiterhin gebe.

Governor Dietl verband die Übergabe des Amts an Gerwig Argow (RC Meißen) mit dem Wunsch, weiter politisch aktiv zu sein und die Internationalität und Weltoffenheit Rotarys in den Vordergrund der Vereinigung zu stellen.

Holder Hierl