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Neues aus den Distrikten

Noten sind nicht alles

Neues aus den Distrikten - Noten sind nicht alles
Gruppenbild mit Dame: ein Teil der Juroren 2017 der münsterischen Rotary Clubs © privat

MÜNSTER Zur Nachahmung empfohlen: der „Rotary Berufsdienst Award“ des RC Münster

Patrick Tegeder01.07.2017

Studien von Hochschulen und Wirtschaft zeigen, dass neben Fachwissen vor allem Glaubwürdigkeit, Neugierde, Begeisterungsfähigkeit und Kompetenz und damit die „weichen Faktoren“ zunehmend in den Mittelpunkt von Bewerbungsprozessen rücken. Häufig ist die Note immer noch entscheidend, um zu Gesprächen eingeladen zu werden. Spätestens dann relativiert sich aber die Bedeutung von Abitur und Examina, denn alle Kandidaten haben eines gemeinsam: gute oder sehr gute Noten.

„Weich“ gewinnt

Im Bewerbungsverfahren aber gelten andere Differenzierungsmerkmale – jetzt gewinnen die „weichen“ Faktoren stark an Bedeutung. Um Schüler frühzeitig für die Bedeutung dieser Faktoren zu sensibilisieren, wurde vor fünf Jahren der „Rotary Berufsdienst Award“ durch den RC Münster ins Leben gerufen. Sein Ziel: Schülern mithilfe der Präsentationen von mindestens mit „gut“ benoteten Facharbeiten Unterschiede des Vortragens „erlebbar“ zu machen und sie zu kritischer Selbstreflexion zu motivieren.

Prämien locken

Das Konzept: Jeweils fünf Oberstufenschüler pro Schule präsentieren in maximal 15 Minuten ihre Arbeit vor einer Jury sowie der darunterliegenden Jahrgangsstufe. Für die Jury sind nicht die Note, sondern Faktoren wie Verständlichkeit und Struktur des Vortrags, Ansprache des Auditoriums, Begeisterungsfähigkeit, Meinung/Positionierung und Zeitmanagement entscheidend. 

Die Präsentierenden erhalten eine Urkunde und einen Geld- oder Buchpreis. Die jeweils Besten einer Schule werden zu einem professionell begleiteten Bewerbertraining eingeladen. Das Projekt verfolgt damit das Hauptziel, eine Plattform zu schaffen, bei der Schüler „live“ erleben können, wie fachlich „gut“ beziehungsweise „sehr gut“ bewertete Arbeiten durchaus sehr unterschiedlich vorgetragen und dadurch Anregungen für die Beurteilung der eigenen Stärken und Schwächen vermittelt werden.

17 Veranstaltungen

Am Projekt beteiligen sich alle münsterischen Gymnasien und Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe sowie zwei weitere Berufskollegs. Bei 17 Veranstaltungen pro Jahr werden 2000 Schüler erreicht. Heute ist es ein Gemeinschaftsprojekt aller Clubs in Münster.