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Halbjahrestreffen

Präsidenten im Worldcafé

Halbjahrestreffen - Präsidenten im Worldcafé
Governor Dr. Dorothee Strunz (links) hatte nach Rehau in Oberfranken eingeladen. © privat

Die Präsidenten und Beiratsmitglieder des Distrikts 1880 waren Ende Januar 2017 von Governor Dorothee Strunz eingeladen, eine Tradition wieder aufzunehmen und zur Halbzeit ihres Amtsjahres zu einem Treffen zusammenzukommen.

30.01.2017

Im nagelneuen Bürogebäude der Firma Lamilux in Rehau fanden die Teilnehmer perfekte technische und räumliche Bedingungen vor, um sich zu informieren und miteinander ins Gespräch zu kommen. Governor Dorothee Strunz berichtete in ihrer Begrüßungsrede von den Besuchen der Clubs in ihrem Distrikt, von der herzlichen Aufnahme und von der großen Bandbreite der Aufstellung der einzelnen Clubs. Mitglieder- und finanzstarke Clubs wechseln sich ab mit kleineren und mit Geldsorgen belasteten Clubs sowie einer sehr unterschiedlichen Altersstruktur. Manchmal spürte sie aber auch eine gewisse Entfremdung zum Distrikt und zu Rotary International.

Den Präsidenten legte sie ans Herz, in ihren Clubs Begeisterung für den rotarischen Gedanken zu erzeugen und ein starkes rotarisches Selbstbewusstsein zu entfachen, das auf einer großartigen rotarischen Werteordnung begründet ist. Bei den Finanzen sprach sie die Kosten für die Rocas-Umstellung ebenso an, wie die Themen EREY, Polio Plus und steigender RI-Gebühren.

"SprungChance" und soziale Medien

Zum Jubiläum "100 Jahre Foundation" wird es im Distrikt 1880 eine Projektwoche mit vielfältigen Aktivitäten geben. „Sprungchance Integration“ ist ein bereits erfolgreich gestartetes Projekt, bei dem Sportvereine durch Seminare für Übungsleiter notwendiges „Know how“ erwerben können, um Flüchtlinge und Migranten den Weg in Sportvereine zu ebnen. Rotary Clubs können mit speziellen Projekten wertvolle Unterstützung leisten. Soziale Medien können als Hilfsmittel genutzt werden, um auch junge Menschen auf Rotary aufmerksam zu machen und Interesse zu wecken. Dazu es sollte in jedem Club ein mit diesem Thema beauftragtes Mitglied geben. Besonderes Augenmerk legt Governor Strunz in ihrem Amtsjahr auf die jungen Menschen und wies auf erfolgreiche RYLA-Seminare sowie die wichtige Zusammenarbeit zwischen Rotary und Rotaract hin.

Im zweiten Programmpunkt berichtete Dorothee Strunz unter dem Titel „Best Practices“ von einer großen Zahl von vorbildlichen Hilfs- und Fundraising- Projekten der einzelnen Clubs aus dem Distrikt 1880 vor, die zeigten, wie lebendig und kraftvoll die rotarische Gemeinschaft wirken kann. „Living App“, eine App zur Erleichterung vielfältiger organisatorischer Aufgaben in den Clubs, stellte Freund Andreas Blug vom RC Hof-Bayern vor.

ROTARACTER MIT STARKEM START

„Vom RYLA-Seminar zur Gründung eines Rotaract-Clubs – eine Erfolgsgeschichte aus Cham“ wurde von Diana Godoy, Präsidentin RAC Cham und Lukas Weinfurthner in einem engagierten und eindrucksvollen Vortrag vorgestellt. Sie berichteten von einem ausgesprochen ereignisreichen und erfolgreichen ersten Jahr und stellten neue Projekte vor, wie z.B. „Buy one more“ oder „Spielraum für Krankenhaus in El Salvador“.

Für die meisten Teilnehmer eine neue Erfahrung bot die nachmittägliche Diskussionsrunde im sogenannten „World-Cafe‘-Format“. An sechs Tischen sollte zu unterschiedlichen Themen diskutiert werden wie:

  • Rotary International ist international – und mein Club?
  • Wie attraktiv ist mein Rotary Club?
  • Rotarier sind Vorbild für die Jugend – Was ist zu tun?
  • Wie müsste das Rotary Magazin beschaffen sein, damit Rotarier es auch ohne Verpflichtung zur Abnahme abonnieren und gerne lesen? Was soll bleiben? Was soll sich ändern?
  • Rotarische Werte und Prinzipien und ihre Darstellung in der Öffentlichkeit im Spannungsfeld zwischen klarer Positionierung und nicht erlaubter politischer Betätigung der Rotary Clubs?
  • Jährlicher Ämterwechsel versus nachhaltiges rotarisches Arbeiten: Durch welche Institutionen oder Prozesse im Club können wichtige Traditionen, Vorgaben, Prozesse im Club dauerhaft sichergestellt werden?

Durch Losverfahren festgelegte und im 20-minütigen Rhythmus ständig wechselnde Tischbesetzungen sorgten für einen ausgesprochen vielfältigen Gedankenaustausch. Allen Teilnehmern wurde dabei ein hohes Maß an Rededisziplin und Konzentration abverlangt. In der abschließenden Moderatorenrunde wurden dann die Ergebnisse der Diskussion an den einzelnen Tischen vorgetragen.

Um wichtige Erkenntnisse reicher, wurden die Teilnehmer gegen 16 Uhr von Distriktgovernor Dorothee Strunz verabschiedet.