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Unterstützung für Kriegsflüchtlinge

Rotarische Patenschaft für syrische Familie

Unterstützung für Kriegsflüchtlinge - Rotarische Patenschaft für syrische Familie
Die syrischen Kriegsflüchtlinge freuen sich über die rotarische Unterstützung

Rotarische Patenschaft für syrische Familie: Club will Engagement nach positiven Erfahrungen ausweiten

Ralf Leineweber15.05.2015

Im Herbst vergangenen Jahres hatte der RC Northeim-Einbeck beschlossen, die Patenschaft für eine syrische Kriegsflüchtlingsfamilie zu übernehmen. Am Anfang stand dabei eine von allen Mitgliedern getragene Verkaufsaktion auf dem Einbecker Weihnachtsmarkt. Sie brachte einen nennenswerten Geldbetrag, der für die Finanzierung spezieller Hilfsmaßnahmen zugunsten der syrischen Flüchtlingsfamilie verwendet wird. Im zweiten Schritt wurde ein ehemaliges Pfarrhaus angemietet und mit Möbeln, Hausrat, Wäsche, TV, Telefon und Internet ausgestattet.

Perfekte Betreuung
Lokale Handwerksbetriebe unterstützten das Projekt, der Landkreis Northeim ermöglichte die zügige Ausstattung mit Elektrogeräten. „Zudem haben wir mit einer Briefaktion und durch persönliche Hausbesuche die benachbarten Dorfbewohner auf die Ankunft der Flüchtlingsfamilie vorbereitet und um deren freundliche und verständnisvolle Unterstützung gebeten“, berichtet Clubpräsident Alois Kühn. Im Januar konnte man einer syrischen Flüchtlingsfamilie mit fünf Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren ein neues Zuhause bieten. Unmittelbar nach dem Eintreffen habe ein Team von Clubmitgliedern die aktive Betreuung der Neuankömmlinge übernommen, um ihnen das Einleben in der fremden Umwelt zu erleichtern, so Kühn. Dies umfasste die Hilfestellung bei anstehenden Behördengängen, Arztbesuchen, bei der Eröffnung und Nutzung eines Bankkontos und der Anmeldung der Kinder zur Schule oder zum Kindergarten.

„Wir haben eine höchst ermutigende Welle der Hilfsbereitschaft und Unterstützung von privaten, gewerblichen und öffentlichen Sponsoren erfahren“, so der Präsident. Dies sowie das große Engagement der Flüchtlinge beim Erlernen der deutschen Sprache habe den Club veranlasst, seine Hilfstätigkeit auf zwei weitere Flüchtlingsfamilien aus dem nahöstlichen Krisengebiet auszudehnen.