Distrikt 1800

Distrikt - Das Netzwerk funtioniert

Das Hochwasser hat in Sachsen-Anhalt zu schwersten Schäden geführt. Clubs vor Ort versuchen zu helfen

16.09.2013

Distrikt 

Das Netzwerk funtioniert

Ralf Leineweber

Die Clubs in Sachsen-Anhalt erfahren breite Unterstützung für ihre Hochwasser-Hilfsprojekte

Unser Netzwerk funktioniert“, sagt Gov. Frank Ehlers und meint damit die vom Distrikt koordinierte Hilfe für die Opfer des Hochwassers in Sachsen-Anhalt. „Nicht nur Clubs aus D 1800 beteiligen sich an der Spendenaktion, sondern auch aus anderen Distrikten, die ich über meine Governor-Crew informieren konnte.“

Anfang Juni hatte Ehlers in einem Rundschreiben darum gebeten, die vom ersten Tag an sehr aktiven Clubs vor Ort mit ihrer Hilfe für die Betroffenen nicht allein zu lassen. Bis Mitte August waren daraufhin im Distrikt rund 75.000 Euro Spendengelder zugesagt worden, die – so die Vorgabe – direkt von Club zu Club fließen sollen. Zuvor aber sollte abgeklärt sein, in welchem Umfang der Staat die Geschädigten unterstützt. „Daher haben wir den Clubs empfohlen, Spendengelder nicht vorschnell auszuzahlen“, so Michael Benndorf, der als Assistant Governor für die betroffenen Bereiche die Hilfe koordiniert.

Sinnvoller Einsatz ist garantiert

Inzwischen ist den Geschädigten umfassende staatliche Entschädigung zugesichert worden. „Damit ist auch die Richtigkeit der Aussage aus dem Juni, dass wir uns Zeit lassen müssen, bis klar ist, welche anderweitigen Hilfsmittel fließen, ehe die Clubs Spendengelder platzieren, sehr nachdrücklich bestätigt worden“, sagt der Governor. Jetzt sei besonders wichtig, dass der Koordinator gemeinsam mit den Clubs vor Ort beobachte, wie sich diese Hilfe auswirkt. „Dies sind wir den Spenderclubs schuldig“, so Benndorf, der um Verständnis dafür bittet, dass es vermutlich noch Monate braucht, bis über eine sinnvolle Verwendung der Gelder entschieden werden kann. „Genauso wichtig aber ist: Behalten Sie Ihre Hilfsbereitschaft unbedingt aufrecht.“

Und wenn am Ende weniger Spendengelder benötigt werden als zugesagt? „Dann werden wir den Projektclubs empfehlen, sich über die Verwendung mit den Spenderclubs in Verbindung zu setzen“, so Governor Ehlers. „Und den Spenderclubs, deren Gelder nicht abgerufen wurden, werden wir empfehlen, das Geld anderweitig zu verwenden.“ Auf alle Fälle sei so dafür gesorgt, dass die Gelder sinnvoll eingesetzt werden.

Erschienen in Rotary Magazin 9/2013

Ralf Leineweber
Ralf Leineweber ist Jahrgang 1965 und Rotarier seit 2006. Er arbeitet derzeit als Journalist und Chefredakteur bei der Celleschen Zeitung, Die Funktion des Distriktreporters für den Distrikt 1800 nimmt er seit 2008 wahr, Club-Internet-Beauftragter ist er seit 2009.

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