Schülerinnen zeigen nach ihrer Polio-Schutzimpfung in Addis Abeba ihre farbmarkierten Finger vor  © Jean-Marc Giboux

Polio - Fragen und Antworten

Wer die Kinderlähmung besiegen will, braucht Partner.
Die Verbündeten - Rotary, WHO, UNICEF, CDC (US-amerikanische Gesundheitsbehörde) und die Bill & Melinda Gates Foundation - können sich aufeinander verlassen. Sie können darauf vertrauen, dass jeder Partner in dieser Global Polio Eradication Initiative (GPEI) entschlossen ist, Polio endgültig zu besiegen. Dafür stehen auf unserer Seite über 1,2 Millionen ehrenamtlich tätige Rotarierinnen und Rotarier.
Das Programm PolioPlus wurde von Rotarys Gesetzgebendem Rat (Council on Legislation - CoL) 1985 beschlossen. Dieser Beschluss wurde immer wieder auf dem alle drei Jahre stattfindenden CoL bestätigt. Zuletzt wurde in der jüngsten CoL-Versammlung im Frühjahr 2016 noch einmal auf Antrag des Zentralvorstands einstimmig festgestellt, dass bis zur Beseitigung von Polio kein weiteres RI-Programm in Angriff genommen wird. 

Die Mehrheit der Rotary Clubs steht fest in der Überzeugung, dass

  • das in Rotary gesetzte Vertrauen nicht enttäuscht werden darf,
  • Spenden von rund 1,6 Milliarden US-Dollar nicht aufs Spiel gesetzt und
  • die drei Polio-Länder so kurz vor dem Ziel nicht im Stich gelassen werden dürfen.

Vergessen wir nicht, dass sich auch die Bundesregierung mit einem Beitrag von insgesamt 390 Mio. US-Dollar beteiligt.

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    Aktuelle Informationen

    Aktuelle Informationen zur Kampagne unter rotary.de/polio.

    PDG Hans Pfarr, Distrikt 1830
    END POLIO NOW Coordinator Zones 14/19
    Am Jausenteich 28, 72458 Albstadt
    Telefon 07431/ 4200
    hhpfarr@aol.com

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    Warum müssen wir weiter Spenden sammeln?

    99,9 Prozent unseres Versprechens: „Eine Welt ohne Polio“ sind eingelöst. Wir stehen kurz vor dem Ziel.

    Allerdings ist das letzte Prozent dieser größten Gesundheitsaktion aller Zeiten besonders schwierig: In Afghanistan, Pakistan sowie Nigeria, in denen Polio noch endemisch ist, herrschen schwierige Bedingungen (fehlende Infrastruktur, politische Instabilität, kulturell-religiöse Vorbehalte). Wie fragil die Situation in diesen Ländern ist, zeigt das Beispiel Nigeria: Dort gab es zwei Jahre lang keine neuen Polio-Fälle, das Land stand kurz davor, 2017 offiziell als Polio-frei zertifiziert zu werden. Dann wurden im August 2016 zwei Polio-Fälle gemeldet, inzwischen sind es vier (Stand 03/17). 

    Das positive Gegenbeispiel ist Indien: Im Bundesstaat Uttar Pradesh werden jedes Jahr fünf Millionen(!) Kinder geboren, die alle zuverlässig drei Mal geimpft werden müssen, eine gewaltige Herausforderung. Dennoch hat es Indien geschafft, seit Januar 2011 drei Jahre lang ohne neue Infektion zu bleiben. Das Land wurde daraufhin im März 2014 von der WHO als Polio-frei zertifiziert und führt seither die notwendigen Routineimpfungen in eigener Verantwortung durch.

    Die Zahl der jährlichen Polio-Erkrankungen geht drastisch zurück. Das Geld dafür ist in jedem Fall gut angelegt, denn Rotary und die GPEI haben in den vergangenen Jahren sehr viel erreicht. Im Vergleich zu 1988 sind nicht mehr 125, sondern nur noch die drei genannten Länder Polio-endemisch. Statt 350.000 Fälle pro Jahr waren es 2016 nur noch 37.


    Der Beitrag von Rotary mit 1,6 Milliarden US-Dollar ist der größte Betrag, der von einer privaten Organisation aufgebracht wurde. Und der zweitgrößte überhaupt; nur die US-Regierung hat mehr Mittel bereitgestellt.

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    Spendenkonto:

    Rotary Deutschland Gemeindienst e.V.
    Deutsche Bank AG
    Konto Nr.: 0 940 940
    BLZ: 300 700 10
    IBAN: DE56300700100094094000
    BIC: DEUTDEDD

    Verwendungszweck: PolioPlus
    Clubnummer nicht vergessen!

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    Charity-SMS

    Senden Sie eine SMS an die Telefonnummer 81190 mit Stichwort:

    POLIO (5 Euro) oder POLIO1 (1 Euro) oder POLIO10 (9,99 Euro)


    Sie erhalten umgehend eine kostenfreie Bestätigungs-SMS (mit einem Zitat), dass ihre Unterstützung eingegangen ist.

    Dazu sind folgende Hinweise zu beachten:

    • Sie können nur aus dem deutschen Mobilfunknetz teilnehmen.
    • Zuwendungen per SMS sind steuerlich nicht absetzbar.
    • Jede SMS wird zzgl. der normalen SMS-Gebühr entsprechend Ihres Mobilfunkvertrags abgerechnet.
    • Für jede 1,00 Euro-Charity-SMS erhält Rotary 0,83 Euro, für jede 5,00 Euro-Charity-SMS erhält Rotary 4,83 Euro, und für jede 9,99 Euro-Charity-SMS erhält Rotary 9,82 Euro (0,17 Euro werden jeweils für technische SMS-Transportleistungen abgezogen).
    • Der Betrag wird durch Ihren Mobilfunkanbieter mit Ihrer nächsten Telefonrechnung (unter dem Namen des Mobile Payment-Anbieters "Burda Wireless") abgebucht und Rotary für Polio zur Verfügung gestellt.
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    Wie hoch ist der Gesamtbedarf aus Sicht der GPEI?

    Bis 2018 wird von den Mitglieder der GPEI der Gesamtbedarf der Polio-Kampagne auf 5,5 Milliarden US-Dollar geschätzt. Darin enthalten sind als größte Posten die Kosten für den Impfstoff, für Massenimpfungen (NIDs), Überwachungsmaßnahmen sowie den Ausbau des Labornetzes. Diese Mittel sind noch nicht gänzlich gesichert, die Finanzierungslücke bis 2018 beträgt derzeit 1,5 Milliarden Dollar (ohne angekündigte Zuwendungen). Der Direktor der US-Gesundheitsbehörde CDC, Tom Frieden, hat in einem Interview mit The Rotarian (10/2016) bestätigt, dass jedes Jahr, in dem die Infektionskette noch nicht überall unterbrochen wurde, rund 800 Millionen US-Dollar an Kosten auslöst.
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    Ist das Ziel „Eine Welt ohne Polio“ überhaupt erreichbar?

    Ja, sagen die Fachleute der Weltgesundheitsorganisation – und schauen Sie nach Indien, dort hat es geklappt (s.o.). Dr. Margaret Chan, die Generaldirektorin der WHO, hat diesem Ziel oberste Priorität eingeräumt. Desgleichen die Führung von Rotary International und der UN-Sondergipfel im September 2012.
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    Wo unser Geld bleibt

    An der erfolgreichen "Gates-Challenge" (2009-2012) über 200 Millionen US-Dollar waren deutsche Clubs mit über sechs Millionen Dollar beteiligt. Diese sowie alle weiteren Spenden für PolioPlus fließen jedoch nicht in einen großen Topf bei der Rotary Foundation, sondern werden zweckbestimmt von Deutschland aus über den Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. (RDG) auf Anfrage angewiesen. Das Verfahren funktioniert so, dass die WHO Rotary eine Liste mit bevorstehenden Aktivitäten im Kampf gegen die Kinderlähmung übermittelt, aus der der RDG ein Projekt auswählt. Das kann zum Beispiel die Finanzierung von Werbemitteln für einen Nationalen Impftag sein. Der Vorteil dieses Verfahrens ist, dass der RDG-Vorstand vorher entscheidet, wo die Spenden aus Deutschland konkret eingesetzt werden sollen, und die WHO darüber einen aussagefähigen Verwendungsnachweis bereitstellt.

    In den letzten Jahren ist der RDG im Einzelfall von dem Grundsatz abgewichen, ausschließlich Projekte in den Polio-endemischen Ländern zu finanzieren, da akute Ereignisse in den angrenzenden Ländern schnelles Eingreifen erforderlich machten.

    Wie aufwändig Nationale Impftage (NID) sind, zeigt ein Beispiel aus Indien, einem Land mit 1,2 Milliarden Menschen: 700.000 Impfstellen werden dazu eingerichtet, an denen 1,17 Mio. Impfteams 255 Mio. Impfeinheiten austeilen, die in zwei Mio. Kühlboxen mit 6,3 Mio. Eispackungen verteilt werden müssen. 200 Mio. Haushalte werden direkt aufgesucht. So konnten bei einem NID 172 Mio. Kinder geimpft werden.

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    Warum beteiligt sich die Bill & Melinda Gates Foundation an Rotarys Programm?

    Die Gates Foundation hat seit 2007 mit insgesamt 405 Millionen US-Dollar Rotary die bislang größte Einzelzuwendung gewährt, weil sie vom entschiedenen zielorientierten Einsatz der Rotarier überzeugt ist. Sie hat darüber hinaus Rotary folgendes Versprechen gegeben:

    In jedem Jahr bis 2018 wird jeder gespendete Rotary-Dollar um 200 Prozent aufgestockt. Das gilt pro Jahr für Spenden bis zu einer Gesamtsumme von 35 Millionen Dollar.

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    Warum konnte das Polio-Virus bisher nicht ausgelöscht werden?

    Weil wir wirklich alle Kinder dieser Welt impfen müssen, um die Infektionskette zuverlässig zu unterbrechen. Und wie gesagt: Das letzte Prozent ist nun mal das schwierigste.
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    Kann man einen Endzeitpunkt für das PolioPlus-Programm nennen?

    Auf diese Frage gibt es zwei Antworten.

     

    1. Ja!

    Rotarys Verpflichtung endet dann, wenn in einem Land die Übertragungskette dauerhaft unterbrochen wurde, wie es zuletzt in Indien gelang. Das heißt: Sobald Nigeria, Afghanistan oder Pakistan nach drei Jahren ohne neue Polio-Fälle von der WHO als Polio-frei zertifiziert wurden, endet unsere Verpflichtung gegenüber diesen Ländern. Die weiter notwendigen Routineimpfungen sind allein Sache der nationalen Regierungen.

    2. Leider nein.

    Wann die letzten drei Polio-endemischen Länder soweit sind, ist derzeit noch offen. Es gibt deutliche Hoffnungszeichen, dass der Erfolg zum Greifen nah ist. Die Poliofälle gehen drastisch zurück. Die politischen Führer - jetzt auch in Pakistan - verpflichteten sich, "alles Menschenmögliche zu tun".

    Die Partner im Kampf gegen die Kinderlähmung hatten für die Unterbrechung der Ansteckungskette als "Milestones" (Meilensteine) angepeilt, bis Ende 2014 die Unterbrechung der Ansteckungskette in den restlichen drei Polio-Ländern zu erreichen, um damit die dreijährige Zertifizierungsphase einzuleiten. Dieses Ziel wurde verfehlt, der Zeitplan muss noch einmal verlängert werden.

    Unabhängige und strengste Kontrolle gibt die Gewähr für die Erreichung unseres Ziels oder notfalls für die Einleitung sofortiger Abhilfemaßnahmen.

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    Kann man sich beim derzeitigen Erfolg nicht auf reine Überwachung und Einsatz im Ernstfall beschränken?

    Nein! Was geschieht, wenn wir die Massenimpfungen aussetzen, zeigte sich vor Jahren in Nigeria. Nach der zeitweiligen Einstellung der NIDs waren innerhalb kurzer Zeit 22 Länder wieder von Polio verseucht. Auch bereits als Polio-frei zertifizierte Länder bleiben akut gefährdet, wenn Routineimpfungen der Regierungen nicht überall flächendeckend durchgeführt werden. Dieses Risiko dürfen wir nicht in Kauf nehmen.

    Studien der Harvard Medical School bestätigen, dass die Aufwendungen für bloße Überwachung und Eingreifen im Ernstfall um ein Vielfaches höher sind als die Kosten für die Unterbrechung der Ansteckungskette und Zertifizierung nach drei Polio-freien Jahren.

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    Warum kämpft Rotary noch immer an vorderster Front gegen Polio, wenn unser Versprechen schon zu 99 Prozent erfüllt ist?

    Rotary hat eine Welt ohne Polio versprochen. Dieses Versprechen ist erfüllt, wenn die restlichen drei Polio-endemischen Länder als Polio-frei von der WHO zertifiziert wurden.

    Wenn Rotary sich jetzt zurückzieht, sind Ansehen, Vertrauen, insgesamt 1,6 Milliarden US-Dollar an Spendengeldern sowie 99 Prozent Erfolg verloren.

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    Wer überwacht den ordnungsgemäßen Einsatz der Spenden?

    Zum einen sind bei den Nationalen Impftagen neben den Fachleuten unserer Partner zahllose freiwillig tätige Rotarier im Einsatz. Zum anderen erhält Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. (RDG) in Düsseldorf von den Nationalen Polio Komitees Berichte über den Einsatz unserer Spenden. Über diese Projekte berichtet der RDG auf der jährlichen Vertreterversammlung.
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    Was wird von den Rotariern erwartet?

    Rotary International bitte darum, dass jeder Club im Jubiläumsjahr der Rotary Foundation 2650 US-Dollar, das sind ca. 2372 Euro, als Spende zur Verfügung stellt und jeder Distrikt jährlich 20 Prozent aus dem DDF überweist. Insbesondere neu eingetretene Mitglieder und neue Clubs hatten noch wenig Gelegenheit, sich für PolioPlus zu engagieren. Sie sind daher jetzt nochmals besonders angesprochen. 
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    Warum soll die Öffentlichkeit noch besser informiert werden?

    Aus zwei Gründen:
    1. Ausreichender Impfschutz ist auch für unsere Mitbürger, für Jung und Alt, für jeden von uns eine Notwendigkeit. Der in der Kindheit erworbene Impfschutz gegen Kinderlähmung muss mindestens einmal im Erwachsenenalter aufgefrischt werden. Außerdem empfiehlt sich bei Auslandsreisen eine Auffrischung. Nur so sind wir sicher davor geschützt, als Träger das Poliovirus weiterzugeben. Wie schnell erreichen wir heute Urlaubsziele z.B. in Asien und wie schnell kann von dort das Poliovirus eingeschleppt werden? Gegen die Kinderlähmung gibt es kein Heilmittel!
    2. Denken Sie an Rotarys Image. Es gibt kein besseres Projekt, um der Öffentlichkeit zu zeigen, was Rotary ist und tut.

 

 

Was ist Rotary?

Lokal verankert -
global vernetzt

Rotary International ist die älteste Serviceclub-Organisation der Welt. Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde vor 105 Jahren hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt.

Bill&Melinda Gates Stiftung

Aus einem Dollar
werden drei…

Seit neun Jahren unterstützt die Bill & Melinda Gates Foundation mit hohen Beiträgen die Spendenleistung der Rotarier zur Bekämpfung der Kinderlähmung. Jede Spende, die über Rotary für diesen Zweck eingeht, wird von der Gates Foundation um 200 Prozent aufgestockt, bis zu einem Betrag von 35 Millionen US-Dollar pro Jahr.

Aktuelle Informationen

Deckel gegen Polio

Rotarier engagieren sich im Kampf gegen Polio - in der Aktion End Polio Now. Derzeit sammeln zum Beispiel viele Rotarier Plastikverschlüsse, um die Krankheit zu besiegen. Wie das hilft?

Weitere Informationen im EndPolioNow-Newsletter und unter www.deckel-gegen-polio.de sowie www.ndr.de

Die PolioPlus - Ausstellung

mit Bildern von Jean-Marc Giboux

Die Ausstellung besteht aus 20 gerahmten Fotografien von Jean-Marc Giboux im Format 50,5 x 40,5 cm.

Material für ihre Aktion

Flyer, CD's und Roll-Up

unterstützen Sie bei ihrer Aktion

Kontakt

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Anschrift:
Rotary Verlags GmbH
Raboisen 30
20095 Hamburg

Telefon: +49 40 34 99 97 0
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Rotary-Meetings, Festspiele und Messen

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