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Auftakt für Synergy Europe

 - Auftakt für Synergy Europe
Bereitet sich bereits intensiv auf sein Amt vor und wollte deshalb den Start von Synergy Europe nicht verpassen: RIPE Shekhar Mehta (links), hier mit Jürgen Horvath, PDG 1841 © Rotary Magazin (alle Fotos)

Mehr Vernetzung, mehr Kooperation und daraus resultierende Effekte für die rotarische Arbeit nutzen — dafür startete jetzt das Netzwerk Synergy Rotary Friendship Alliance Europe.

17.05.2021

Sie wollten alle dabei sein: Rotarier aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, aus Belgien, Polen, England, Finnland, Ungarn, Griechenland, den Niederlanden, aus Serbien und Montenegro, genauso wie aus Italien, der Türkei oder der Ukraine und Weißrussland. Und jede Menge Gäste hatten sich ebenfalls zum Meeting eingeloggt: aus Singapur, Uganda, Madeira, den Philippinen, aus Südafrika, Indien, Hawaii, Taiwan, Ägypten, Nepal oder Australien. Der Anlass, die Freundschaftsallianz Synergy auf Europa auszuweiten, war ihnen einen Samstagvormittag wert.

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Urs Herzog aus der Schweiz ist Chair des neuen Netzwerks.

Fast 400 Rotarier fanden sich letztlich zusammen, um Freundschaften über Club- und Distriktgrenzen plus Ländergrenzen hinweg anzustoßen und künftige Kooperationen zu ermöglichen. Unter den Initiatoren hatte sich Linda Gebser vom RC Schliersee stark gemacht für die Allianz. Sie stellte mit Urs Herzog (RC Allschwil) den Chair von Synergy Europe und mit Simon Mattner vom RAC Oberland weitere Macher vor.

Governorin Renate Dendorfer-Ditges würdigte das Engagement, ein europäisches Netzwerk zu starten. Sie warb darum, gerade in Pandemiezeiten Synergien zu heben. Mit "Act for people in need  - aktiv werden für bedürftige Menschen" setzte sie in dem englischsprachigen Meeting das Ziel für Zusammenarbeit in der gesamten rotarischen Familie. Das Synergy-Netzwerk müsse eine Plattform für Partnerschaften und Projekte werden.

Mit dabei: Der kommende RI-Präsident

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Für mehr Service Synergien in ganz Europa heben — dafür warb Shekhar Mehta.

Shekhar Mehta, RI President elect, sah den Service-Gedanken dabei im Vordergrund. Und freute sich: "No goal is big enough for us — kein Ziel ist uns zu groß."  Er hofft, dass das neue Netzwerk auch die Ziele seiner Amtszeit unterstützt: Bildung und gesellschaftliche Stärkung von Mädchen, der Kampf gegen das Analphabetentum, die Förderung von Projekten in Entwicklungsländern, vor allem Hygiene-/WASH-Projekte. Außerdem forderte er auf, mit dem Synergy-Engagement auch Mitglieder zu werben: " Each one bring one — jeder sollte ein neues Mitglied werben." Denn seine Überzeugung ist: Grow more, do more — wer wächst, kann vereint und verstärkt noch mehr Gutes tun."

Foundation Chair Ravi Ravindran berichtete von Synergy Asia, wo sich bereits ein rotarisches Netzwerk dieser Art gründete. Es vereint Rotarier aus 40 Ländern und engagiert sich bereits in der Coronapandemie-Bekämpfung in Indien. Ravindran warnte, die Situation sei derzeit noch nicht überstanden — rund zehn Millionen Leben seien dagegen weltweit bereits verloren. Erfahrungen und Strukturen der Foundation werden bereits genutzt im Kampf gegen Covid-19.

Neue Themenfelder

Ravi Ravindran bereichtete auch vom neuen Peace Center Middle East und warb für den neuen Schwerpunkt der Foundation-Arbeit: Umwelt. 18 Mio. Dollar seien für nachhaltige Lösungen bereits jetzt eingesetzt worden. Ab dem 1. Juli könnten sich Clubs und Distrikte auch um Gloabl Grants und Gelder aus dem Program of Scales bewerben. Ein Beispiel dafür sei nein Projekt zum Kampf gegen Malaria in Zambia.

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Aus Deutschland berichtete Jan Mittelstaedt

Aus Deutschland berichtete Governor Jan Middelstaedt und benannte als derzeitige Herausforderungen das Wachstum von Rotary und den Frauenanteil. Er stellte den RDG als speziell deutsches Gremium vor, ebenso wie die Vortragsbörse rotaryvortraege.de, die den ersten Schritt für Vernetzung — ein Treffen und Kennenlernen — deutlich einfacher machen kann. Ebenso zeigte er, welchen Impact Distriktkonferenzen haben können und dass bereits eine Webseite für eine einfachere Vorbereitung solcher Konferenzen in Planung ist. Bei allem sollen "crossdistrict synergies" greifen und genutzt werden, so die Intention.

"Cross-family synergies"

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Erste Erfahrungen mit Netzwerkaktivitäten gab Sunil Zachariah von Synergy Asia weiter.

Sunil Zachariah aus Indien berichtete indes von Gemeinsamkeiten und Möglichkeiten der Zusammenarbeit innerhalb der rotarischen Familie — wie sie bei Synergy Asia schon funktioniert. Er forderte die über 400 Teilnehmer auf, die Synergien in ihrer Arbeit zu lokalisieren und - "to harvest" - sinnvoll und effektiv zu nutzen. Es gehe um "global connectivity - globale Vernetzung", die einen echten Impact verspreche.

Governorin Renate Dendorfer-Ditges blieb zum Schluss nur noch der Aufruf an alle, die Idee zu verbreiten und mitzumachen. In Breakout-Rooms des Zoom-Meetings konnten sich die Teilnehmer dann noch in kleineren Gruppen austauschen und kennenlernen. Da diesmal die Gäste nicht nur aus Europa, sondern aus aller Welt kamen, könnte es durchaus klappen mit den internationalen Synergien. Denn es gibt überall was zu tun — über Club-, Distrikt- und Ländergrenzen hinweg.

Der Synergy-Bewegung gehören bereits jetzt Rotarier aus 67 Ländern und fünf Kontinenten an. Als nächste Regional-Initiative soll Synergy Africa gegründet werden.
Das nächste Zoom-Meeting von Synergy Europe wird am 16. Juni 2021 um 11 Uhr stattfinden.