Studie - Kindersterblichkeit auf historischem Tiefstand

Diese Mutter in der Dominikanischen Republik hat dank Rotary nun endlich sauberes Wasser – ein besonderer Filter, der in ihrem Haus installiert wurde, sorgt dafür. © Rotary International

27.05.2014

Studie 

Kindersterblichkeit auf historischem Tiefstand

Die Säuglings- und Kindersterblichkeit ist auf einem historischen Tiefstand. Das geht aus einer neuen globalen Studie hervor, die im renommierten medizinische  Fachmagazin The Lancet veröffentlicht wurde.

Im Jahr 1970 sind weltweit insgesamt 17,6 Millionen Kinder unter fünf Jahren gestorben. Auf 1000 Geburten fielen 143 Todesfälle. Im Jahre 2013, betrug die absolute Zahl der Todesfälle 6,3 Millionen, im Schnitt standen 44 Todesfälle 1000 Geburten gegenüber.

Es gilt laut den Urhebern der Studie auch zu erwähnen, dass besonders die absolute Zahl gesunken ist, obwohl die Weltbevölkerung stetig wächst. Die Forscher stellten die Hypothese auf, dass die Zahl der Todesfälle nochmals um 1,42 Millionen niedriger gelegen hätte, wenn es 1990 zu einem Stopp des Bevölkerungswachstums gekommen wäre.

Eines der UN UN- Millenniums-Entwicklungsziele  aus dem Jahr 2000 ist es, die Sterblichkeit der Unter-Fünf-Jährigen bis 2015 um zwei Drittel zu reduzieren. Die Forscher der Studie sehen es trotz der positiven Ergebnisse ihrer Untersuchung als sehr unwahrscheinlich an, dass dieses Ziel erreicht werden kann. Dennoch gibt es Länder, – 45 insgesamt, 27 davon sind Entwicklungsländer, – in denen dieses Ziel auf dem besten Weg ist, zur Realität zu werden.

Folgende Faktoren haben laut der Studie zu der sinkenden Säuglings- und Kindersterblichkeit geführt:

  • Verbesserte Impfstoffe - es wird geschätzt, dass 10 Millionen Todesfälle bei Kindern allein durch den Masern-Impfstoff verhindert werden konnten
  • Die Armut ist in vielen Ländern wie Brasilien, Indien und Thailand, gesunken. Das hat natürlich auch Auswirkungen auf die Säuglings- und Kindersterblichkeit. Die Sterblichkeitsrate bei Kindern, die  in Armut aufwachsen liegt fast doppelt so hoch wie der Durchschnitt. Faktoren sind hier Unterernährung, Mangel an sauberem Trinkwasser und Ähnliches.
  • Auch, dass sich das Bildungsniveau der Frauen weltweit verbessert hat, wirkt sich aus: Die Forscher schrieben diesem Faktor eine fünfzigprozentigen Anteil an der Senkung der Kindersterblichkeit zu. Der Grund liegt darin, dass Mütter mit einem besseren Bildungshintergrund sich eher an Maßnahmen zu Krankheitsprävention halten und  weniger Kinder haben.

 

Die Studie kommt aber auch zu der Aussage, dass es noch immer Orte gibt, an denen verhältnismäßig viele Säuglinge und Kinder sterben. Vor allem die afrikanischen Länder südlich der Sahara sind von einer hohen Säuglingssterblichkeit betroffen und von den Millenniums-Zielen weit entfernt.

Auch Rotary hat sich des Themas angenommen. Die Gesundheit von Mutter und Kind ist einer der sechs Schwerpunktbereiche, in denen besondere Anstrengungen unternommen werden. Die Rotarian Action Group for Population and Development mit einem starken deutschen Fraktion setzt sich für eine mit Nachhaltigkeit kompatible weltweite Bevölkerungsentwicklung unter menschenwürdigen Bedingungen, eine tragfähige Balance zwischen verfügbaren Ressourcen und Zahl der Menschen auf dem Globus und für einen für alle Menschen verfügbaren und bezahlbaren Zugang zu Bildung, Familienplanung und medizinischer Grundversorgung.

 

 

Rotary Magazin 10/2016

Rotary Magazin Heft 10/2016

Titelthema

Unser Luther

Luther und das Reformationsjubiläum zeigen: Eine offene Gesellschaft, die integrieren will, muss sich ihrer christlichen und konfessionellen Wurzeln versichern. Außerdem im Rotary Magazin: Finanzen -…

Newsletter abonnieren



load   ...lade Newsletter Formular

Was ist Rotary?

Lokal verankert -
global vernetzt

Rotary International ist die älteste Serviceclub-Organisation der Welt. Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde vor 105 Jahren hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt.

Clubsuche

Finden Sie den Club in Ihrer Nähe

Kontakt

Treten Sie mit uns in Kontakt

Anschrift:
Rotary Verlags GmbH
Raboisen 30
20095 Hamburg

Telefon: +49 40 34 99 97 0
Telefax: +49 40 34 99 97 17

Termine

Rotary-Meetings, Festspiele und Messen

...wird geladen