Der Kampf gegen Polio kostet Geld - Spendenarbeit auf amerikanisch

Zum Kampf gegen Kinderlähmung © Otto Steininger

13.02.2013

Der Kampf gegen Polio kostet Geld

Spendenarbeit auf amerikanisch

Susie Ma

Wenn es nach Robert Hall, End Polio Now Coordinator der Zone 34 geht, ist Fundraising ganz einfach: „Alles, was ich tue, ist, Menschen eine Idee zu vermitteln, wie sie ihr Geld für eine Sache einsetzen können, die ihnen am Herzen liegt.“ Seit 2007 hat er mit dieser amerikanisch einfachen Formel 7 Millionen Dollar für PolioPlus gesammelt. Wesentlich ist für ihn, persönliche Beziehungen aufzubauen und anderen zu helfen, sich über ihren Hilfswillen klar zu werden. Hall geht in drei Schritten vor – auch amerikanisch-pragmatisch mit einer dreifachen Alliteration: Alert, Ask, Acknowledge.

  • Aufmerksam machen (Alert)
Hier geht es darum, Spender über die Sachlage im Kampf gegen die Kinderlähmung zu informieren – und zu erklären, warum man sich selber engagiert. Und obwohl es wichtig ist, Fakten und Zahlen zu liefern – etwa, wie viele Fälle jährlich nur noch vorkommen im Vergleich zum Beginn der Kampagne –, so ist es doch der direkte menschliche Bezug, der ausschlaggebend ist. Für Hall etwa ist es eine persönliche Geschichte, als seine Frau miterleben musste, wie Kinder auf einem Spielplatz einem Mädchen mit Kinderlähmung die Krücken wegnahmen und damit wegliefen.

  • Bitten (Ask)
„Es ist einfach so: Wenn man nicht fragt, gibt keiner etwas“, betont Hall. Bei der Bitte um größere Beträge führt er Einzelgespräche. Nachdem er seine Bitte vorgetragen hat, bleibt er erst mal stumm, um Spendern Zeit zum Überlegen zu geben. Ist die Antwort ein Ja, muss es unbedingt einfach gemacht werden, das Verfahren durchzuführen (Überweisung etc.).  Wenn die Antwort negativ ist, erlaubt sich Hall eine dezente Nachfrage zur Ablehnung, die aus vier Teilen besteht: Ist es die Organisation? Ist es das Projekt? Ist der Betrag nicht in Ordnung? Oder ist der Zeitpunkt schlecht? Nach den Antworten hierauf richtet sich seine Nachsuche, etwa, ob er in ein paar Monaten noch einmal anfragen sollte.

  • Würdigen (Acknowledge)
Spenden werden mit handgeschriebenen Dankesschreiben bedacht und gegebenenfalls einer öffentlichen Würdigung (obwohl viele Spender das ablehnen). Es ist auch nicht zu vergessen, dass die Entscheidung zu einer Spende in vielen, wenn nicht den meisten Fällen die eines Ehepaares ist und kein Alleingang.


Erschienen in Rotary Magazin 2/2013

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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