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Lage in Afghanistan

Vorsichtig optimistisch

Lage in Afghanistan - Vorsichtig optimistisch
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In ihrem juüngsten Bericht bewerten die unabhängigen Prüfer des International Monitoring Board (IMB) die Situation in Afghanistan vorsichtig optimistisch: Bis Ende des Jahres könnte die Unterbrechung der Übertragungskette erreicht werden.

Hans Pfarr04.08.2014

Wie in den beiden anderen noch immer Polio-endemischen Ländern Nigeria und Pakistan wurde auch in Afghanistan die Impfkampagne gegen Kinderlähmung erneut einer umfassenden Prüfung unterzogen. Als sehr ermutigend stellten die Prüfer die zusätzlichen Impfaktionen heraus, bei denen man Anfang Mai dieses Jahres 8,9 Millionen Kinder erreichte. Dort wo örtliche Gegebenheiten Schwierigkeiten bei der Abwicklung der Impftage machten, werden die Impfungen im August 2014 nachgeholt.

Insgesamt sprach die technische Beratergruppe von einer guten Ausgangslage. Voraussetzung für die Unterbrechung der Ansteckungskette des wilden Poliovirus zum Ende 2014 sei – so wurde betont – die konsequente Weiterführung der Impfkampagnen selbst bei bestehenden Risiken. Die entscheidende Weichenstellung sei der Entschluss der Regierung, der Impfung gegen Kinderlähmung oberste Priorität einzuräumen. Besonderes Augenmerk sei hierbei zu legen auf:
  • die bislang noch nicht erreichten Kinder,
  • die grenzüberschreitende Durchführung der Impfungen und
  • die gezielte Fortsetzung der Impfung bei Kindern unter 10 Jahren, die aus den benachbarten „Polio-Gebieten“ Pakistans geflüchtet sind.
Die letzten Aktionen dieser Art waren mit 35.000 Impfungen ein großer Erfolg. Die Prüfer sehen in diesen Kriterien zwar eine große Herausforderung, die Afghanistan jedoch meistern könne. Daraus ergibt sich aber auch die Herausforderung für Rotary, die finanzielle Unterstützung dieser Impfaktionen auch künftig sicherzustellen.

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