Kolontar/Ungarn - Hilfe nach Chemiekatastrophe

In Ungarn im Einsatz: (v.?l.) Edmund Beltz, Miklos Udvarhelyi, Jozsef Somlai und Peter Hartmann

15.03.2011

Kolontar/Ungarn

Hilfe nach Chemiekatastrophe

Anfang Oktober 2010 hat sich in Kolontar, Ungarn, eine tragische Umweltkatastrophe ereignet. 7000 Quadratmeter Giftschlamm haben die umliegenden Dörfer um Kolontar mit voller Wucht überflutet. Der Giftschlamm entsprang aus einem riesigen Auffangbecken eines Aluminiumwerkes. Mehrere Menschen starben, an die 200 Menschen wurden schwer verletzt, Hunderte Häuser wurden beschädigt oder gar zerstört. Durch die Katastrophe wurden 40 Quadratkilometer Boden schwer kontaminiert. Der ausgetretene Rotschlamm enthält hochgiftiges Arsen, Quecksilber und anderes. Rotarische Freunde haben das betroffene Gebiet mehrfach besucht und fanden ein Bild der Zerstörung, Elend, Verzweiflung, Armut und Aussichtslosigkeit. Die Rotary Clubs Veszprém, Sopron-Pannónia und Szombathély riefen daraufhin unter Federführung von Edmund Beltz (RC Veszprém) die Aktion „Rotary hilft Kolontar Hungary“ ins Leben. In Deutschland koordiniert Past-Gov. Paul-Josef Zeisler (RC Reutlingen-Tübingen Süd) das Projekt.

Kurzfristige Zielsetzung war die Direkthilfe noch vor Weihnachten. Dazu zählt die Beschaffung und Verteilung notwendigster Küchen- und Wohneinrichtungsgegenstände und die Erstellung einer Prioritätenliste der geschädigten Familien unter Einschaltung der örtlichen Hilfsorganisationen (Caritas usw.) sowie der Vertreter der örtlichen Kirchen.

So gab es bereits beachtliche Hilfsaktionen verschiedener Rotary Clubs. Der RC Bayernwald-Zwiesel etwa stellte schon einen Tag nach Bekanntgabe der Hilfsaktion eine Sofortspende in Höhe von 1500 Euro zur Verfügung. Und der RC Freyung/Grafenau stellte im Rahmen der Spendenaktion 250 Hilfspakete mit einem Gesamtwert von etwa 10.000 Euro zusammen. Die Spende wurde per Lkw nach Devecser, Ungarn, gebracht und am 18. Dezember den Hilfsbedürftigen übergeben beziehungsweise verteilt. Der RC Passau (Partnerclub des RC Veszprém) aktiviert mithilfe eines Matching Grants rund 13.000 Euro.

Mittel- und langfristig soll bei der Beseitigung der Folgen der Chemiekatastrophe im Bereich Umweltschutz geholfen werden. Nach Klärung und umfangreicher Analyse des kontaminierten Gebietes unter Einbindung wissenschaftlicher Erkenntnisse, national und international, soll die Hilfe positioniert werden.

Bei der Jahreskonferenz Internationaler Dienst/Länderausschüsse am 20. November 2010 in Frankfurt betonte der Präsident des RC Veszprém, Edmund Beltz, dass jede Spende willkommen sei. Hierbei sollte nicht die Höhe der Spende, sondern der Wille zur Hilfe ausschlaggebend sein. „Rotary bleibt vor Ort auch dann, wenn die Medien längst verschwunden sind“, so Beltz.

Erschienen in Rotary Magazin 1/2011

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