Buch der Woche - Wo Frauen nichts wert sind

© Ludwig Verlag

27.01.2015

Buch der Woche

Wo Frauen nichts wert sind

Wir lesen von Vergewaltigungen und Morden an jungen Frauen und Mädchen in Indien, massenhaften Abtreibungen weiblicher Föten in China, Beschneidungen und Verstümmelungen in afrikanischen Ländern. Von öffentlichen Hinrichtungen, Missbrauch, Misshandlungen, Zwangsverheiratungen. Von Mädchen- und Frauenhandel. Maria von Welser (RC Hamburg-Wandsbek) hat vor Ort recherchiert – in Afghanistan, in Indien, im Kongo – und zeigt die Zusammenhänge auf: Gewalt gegen Frauen lässt sich nicht als kulturelle oder religiöse Folklore entschuldigen. Es handelt sich nicht um Einzelfälle. Jeder einzelne Fall ist Teil eines Ganzen.

Sie hoffen und sie fürchten sich – Frauen in Afghanistan
Die lange Reise an den Hindukusch

Dieses Video wurde weltweit Millionen Mal angeklickt: Eine Frau kauert auf einem erdigen Pfad am Rande eines Dorfes. Ihr Gesicht ist abgewandt. Es nähert sich ein Mann in weißer Kleidung, er schießt von hinten gezielt auf den Kopf der Frau, neunmal feuert er ab, auch dann noch, als sie längst zur Seite gefallen ist und regungslos am Boden liegt. Der Mord wurde gefilmt.

»Allah warnt uns, keinen Ehebruch zu begehen, denn das ist falsch«, sagt ein Mann vor der Hinrichtung. Nach der Exekution macht die Kamera einen Schwenk, die Hänge des Dorfes sind zu erkennen. Dort stehen Dutzende Männer, sie haben das Geschehen offenbar beobachtet und jubeln. »Es ist Allahs Befehl, dass sie hingerichtet wird«, sagt einer von ihnen. Andere rufen: »Lang leben die Mud- schahedin!«

Das Video ist kaum eine Minute lang. Entstanden ist es nach übereinstimmenden Angaben 2012 im Dorf Kimchok, eine Autostunde entfernt von Kabul. Angeblich hatte die Frau Beziehungen zu mehreren Taliban. Mit der Hinrich- tung hätten die Kämpfer die Frau aus dem Weg schaffen und das Ansehen eines Kommandeurs wiederherstellen wollen, heißt es. Auch der Provinzgouverneur Basir Salangi macht em- pört die Taliban für die Exekution verantwortlich. Aber: Den Tätern ist nie etwas passiert. Niemand hat sie vor ein Gericht gestellt, sie wurden nie verurteilt.

Dies ist nur ein brutales Beispiel für die Auswüchse von Gewalt in einer sichtlich traumatisierten Gesellschaft. Das ist mir klar. Das weiß ich, habe ich alles gelesen. Aber mit den Frauen reden, mit den Menschen eine Zeit zusammen sein, ist immer noch etwas anders. Darum diese Reise nach Afghanistan. Erfreulicherweise packe ich meinen Koffer, bevor gezielt Journalisten ermordet werden, bevor 2014 die deutsche AP-Fotografin Anja Niedringhaus von einem Polizisten aus Rache für die NATO-Angriffe auf sein Dorf getötet wird. Anflug über karge Berglandschaften, tiefe dunkle Schluch- ten, vereinzelt noch Schnee auf den Nordhängen. In 30 Mi- nuten werde ich in Kabul landen. In der Tasche ein hüftlan- ges Hemd, mit langen Ärmeln, und das obligatorische Tuch, das die Haare bedeckt.

Alle meine Kolleginnen haben mir erzählt, dass ich unter keinen Umständen auffallen sollte bei meinen Recherchen in diesem Land. Mit den afghanischen Männern sei nicht gut Kirschen essen. Man solle sie gerade als westliche Frau keinesfalls irritieren. Der Afghanistan- Reiseführer von »Lonely Planet« hat mir da mit seinem Ka- pitel über die Kultur der Menschen auch sehr geholfen. Warum gerade jetzt nach Afghanistan? Hier steht mal wie- der eine Wende bevor. Ende 2014 werden die internationalen Truppen das Land am Hindukusch vermutlich verlassen. Im Frühsommer wurde gewählt. Damit ist die vermeint- liche Marionette Amerikas, Hamid Karzai, Geschichte. Was wird dann aus den Frauen und Kindern?

Neueste Umfra- gen sagen: 86 Prozent der Afghaninnen haben Angst vor der Zukunft. Ich will selbst genau hinsehen. Wie leben die 17,4 Millio- nen Frauen dort? Die Millionen Kinder? Warum sterben so viele Frauen bei der Geburt ihrer Babys? Warum sind nir- gendwo auf der Welt mehr Kinder mangelernährt und wach- sen nicht mehr? Unverändert kommt es zu Anschlägen, sterben afghanische Bürger bei Selbstmordattentaten. Ankunft in Kabul. Nach viereinhalb Stunden Direktflug mit Turkish Airlines aus Istanbul. Fünfmal Kontrollen, nicht wirklich gründlich. Ein Repräsentationsbau: dunkle Gänge, provisorische Schalter. Und das 13 Jahre nach den amerikanischen Bomben.

Unser Gepäck kommt auf dem einzigen Band relativ schnell, schneller zumindest als oft in Frankfurt am Main. Doch meinem Begleiter, dem Foto- grafen Peter Müller, fehlen zwei Passbilder, die er für einen weiteren Antrag zusätzlich zu den bisher schon zigfach ausgefüllten Anträgen nicht dabeihat. Davon wussten wir nichts. »Neue Regeln«, erklärt uns ein freundlicher Beam- ter. Mit zehn Dollar löst sich auch dieses kleine Problem: Wir sind durch. In der Ankunftshalle kaufe ich mir sofort eine Prepaid-Telefonkarte. Guter Tipp eines Kollegen. Und draußen steht ein lachender Muhammad Omar mit Bart, winkt und hievt unsere Koffer in seinen klapprigen Wagen. Muhammad hat schon oft Europäerinnen gefahren.

Er ist die Empfehlung von Monika Hauser von Medica Afghanis- tan. Medica Afghanistan, das ist eine Frauenorganisation in Kabul und eine Tochterorganisation der Kölner Ärztin Monika Hauser von Medica Mondiale. Also eine vertraute Adresse. So fühlen wir uns sofort sicher bei und mit Mu- hammad. Auf der Fahrt in die staubige, grau-beige Stadt Kabul kommt mir wieder alles in den Sinn, was ich schon 2001 im Fernsehen bei der Bombardierung Afghanistans berichtet habe: Auf der »Achse des Bösen« sollte nicht nur Osama Bin Laden getötet werden. Nein, klares politisches Ziel war auch immer, die Rechte der Frauen quasi »zurückzubom- ben«, also wiederherzustellen. Nach der unmenschlichen, frauenfeindlichen Herrschaft der Taliban. Kriege, Kriege, Kriege: ein geschichtlicher Überblick Wie kam es eigentlich zur Herrschaft fundamentalistischer Muslime in Afghanistan? 1995, nach dem Sieg der Mudschahedin über die sowjetischen Besatzer, tauchten sie erstmals auf.

Schauen wir uns die afghanische Landes- und leider auch Kriegsgeschichte kurz an. Das wohl Einmalige daran sind die zahlreichen Kriege, die von den Angreifern nie ge- wonnen werden konnten. Sowohl die Briten als auch die Russen mussten sieglos wieder abziehen. Zurück ließen sie ein zerstörtes Land. Aber von Anfang an: Zwischen 1839 und 1919 kam es in den so genannten Anglo-Afghanischen Kriegen zu drei militärischen Interventionen des British Empire. Ziel war es, die britische Vormachtstellung im af- ghanischen Raum zu sichern und den Expansionsbestre- bungen des Russischen Reiches Einhalt zu gebieten. Diese anglo-russische Politik wird auch als »The Great Game« bezeichnet. Wie wir uns erinnern: Die Briten mussten er- folglos abziehen. Nach diesem dritten anglo-afghanischen Krieg kam es zum Frieden von Rawalpindi.

Afghanistan war erstmals unabhängig. Und hatte einen König: Der für damalige Verhältnisse sehr fortschrittliche König Amanul- lah setzte die Gleichstellung von Mann und Frau durch. Frauen erhielten Zugang zu allen öffentlichen Räumen, auch wenn es nur zu ihrem Vergnügen war. Sie konnten gemeinsam mit Männern in Kinos, Theater und Cafés ge- hen. Sie führten ein emanzipiertes Leben wie nie zuvor und wie nie wieder seitdem. Viele der alten Afghaninnen träu- men noch heute von diesen Zeiten. Fast 60 Jahre Frieden – eine aus afghanischer Sicht un- glaublich lange Periode. Aber dann kam es wieder zu einer Reihe von bewaffneten Konflikten, die bis heute andauern. Der erste begann im April 1978 mit einem Staatsstreich durch die kommunistische Volkspartei, der einen Aufstand weiter Teile der Bevölkerung nach sich zog.

Im Dezember 1979 intervenierte die Sowjetunion militärisch und setzte eine neue kommunistische Führung ein. Mit der sowjeti- schen Invasion begann ein zehn Jahre andauernder, grau- samer Krieg zwischen der sowjetisch gestützten Zentralre- gierung und den Widerstandsgruppen der Mudschahedin. Große Regionen des Landes wurden verwüstet. Einige der alten russischen Panzer und abgeschossene Flugzeugreste kann man heute noch in den Schluchten und Tälern finden. Beliebte »Spielzeuge« für die Kinder. Die sowjetische Füh- rung reagierte mit militärischer Eskalation ohne Rück- sicht auf die weiter sinkende Popularität ihrer Besatzung. Doch trotz Flächenbombardements und der Entvölkerung weiter Teile des ländlichen Afghanistans gelang es ihnen nicht, den Widerstand der Mudschahedin auszuschalten. Umgekehrt waren die Aufständischen aber nicht in der Lage, die Regierung zu stürzen.

Das Ergebnis war eine fatale und blutige Pattsituation Mitte der 1980er-Jahre. Erst unter der neuen Führung von Michail Gorbatschow nahm die Sowjetunion Abstand von einer rein militärichen Lösung des Konflikts. Man begann, mit den Führern der Mudschahedin-Parteien in Verhandlungen zu treten. Gleichzeitig bereitete Gorbatschow den Abzug der sowje- tischen Truppen vor. Zu dieser Zeit kam Muhammed Nadschibullāh an die Macht. Seine zentrale Aufgabe war die Vorbereitung des Abzuges der Russen und die nationale Aussöhnung in der Zeit danach. Im November 1987 nahm die oberste afghanische Versammlung, die Loja Dschirga, eine neue Verfassung an und benannte den Staat wieder um in »Republik Afghanistan«.

Das Genfer Abkommen zwischen Afghanistan, Pakistan, der Sowjetunion und den Vereinigten Staaten legte im April 1988 schließlich einen vollständigen Abzug der sowjetischen Truppen bis Februar 1989 fest. So weit, so gut. Doch schon 1992, also nur drei Jahre später, kam es zu einem innerafghanischen Bürgerkrieg zwischen den Tadschiken und den Paschtunen, nachdem die Tadschiken ein Jahr zuvor ihre Unabhängigkeit erklärt hatten. Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Ab 1994 begann sich in der Provinz Kandahar die Talibanbewegung zu for- mieren, die mit Unterstützung Pakistans binnen zweier Jahre die Kontrolle über den größten Teil des Landes erlangte. Im September 1996 eroberten die Taliban Kabul, woraufhin sich die verbleibende militärische Opposition in der »Vereinigten Front« zusammenschloss, die weiter gegen die Taliban kämpfte. Doch das Bündnis wurde bis zum Sommer 1998 in den äußersten Nordosten des Landes zurückgedrängt.

Die Taliban errichteten eine puritani- sche Ordnung, die auf einer extremen Interpretation der islamischen Scharia beruht. Die Scharia ist das religiöse Gesetz des Islam. Diese neue Ordnung zeichnet sich nicht zuletzt durch ihre repressiven Maßnahmen gegen Frauen aus Vorbei war es mit kurzen Röcken, offenen Haaren und Musikhören. Die gefürchteten »Tugendwächter« setzten ihre Ideen von Islam und Scharia mit brutaler Gewalt durch. Und nicht nur der Kinobesuch war schnell verbo- ten, auch Kinderspielzeug, Fernsehen und jegliche andere Art von Vergnügungen. Die akademische Ausbildung von Frauen wurde als Erstes untersagt.

Das Tragen von Stö- ckelschuhen verboten, weil das Klappern der Absätze die Ruhe stören könnte. Hinter schwarz angemalten Fenstern konnte niemand mehr von außen die Frauen sehen. Wer sich dagegen wehrte, wurde grausam bestraft: mit Peit- schenhieben, Amputationen von Füßen und Händen, so- gar mit Erhängen im großen Olympic-Stadium unter dem Beifall der männlichen Bevölkerung. Amnesty Interna- tional berichtete zu dieser Zeit häufig über gravierende Menschenrechtsverletzungen, vor allem an Mädchen und Frauen. Die Welt sah zu, die Menschen in Afghanistan schie- nen vergessen. Immer weniger Afghanen konnten lesen und schreiben, die Kindersterblichkeit nahm besorgniserre- gend zu. Als es 2001 zu einer dramatischen Hungerkatast- rophe kam, verhinderten die Taliban, dass Hilfsorganisa- tionen einschreiten konnten.

Dabei widerspricht das allen Lehren des Islam, auch dem arabisch geprägten, den die Taliban vertreten. Und erst recht dem philosophischen Islam, dem etwa zwei Drittel aller Afghanen angehören. Mit seinen Ehrenkodizes und dem Stammesrecht. Immer schon die prägende Kraft der afghanischen Kultur. Alles vorbei. Denn jetzt hatten die Ta- liban das Sagen. Unerklärlicherweise hatten und haben die Taliban da- mals wie heute stetigen Zulauf von radikalen Islamisten. Und: Sie gewährten Al-Qaida Unterschlupf. Al-Qaida nutzte Afghanistan zum Ausbau seiner Operationsbasis und richtete Ausbildungslager ein, in denen tausende junger Isla- misten aus aller Welt eine militärische Schulung durchlie- fen. Als es 1998 zu den Terroranschlägen auf die Botschaften der Vereinigten Staaten in Kenia und Tansania kam, ließ Präsident Bill Clinton die Ausbildungslager in Afghanistan mit Cruise-Missiles (Marschflugkörpern) beschießen. Aber erst die Terroranschläge vom 11. September 2001 veranlass- ten seinen Nachfolger George W. Bush zum militärischen Angriff auf Afghanistan, gemeinsam mit den Verbündeten der Amerikaner. Kabul konnte schnell eingenommen werden, ebenso die Provinzhauptstädte Kandahar und Kunduz im November und Dezember 2001. Eine Interimsregierung mit Präsident Hamid Karzai wurde installiert. In Deutschland trafen sich Europäer, Amerikaner und Afghanen zur Petersber- ger Konferenz, allerdings ohne die afghanischen Frauen am Verhandlungstisch. Dennoch schien alles auf einem guten Weg, auch wenn die Taliban noch vor ihrer Vertrei- bung dafür gesorgt hatten, dass der Weltfeind Nummer eins, Osama Bin Laden, flüchten konnte. Lange blieb un- klar, wohin. Erst 2011 starb er bei einem nächtlichen Über- raschungsangriff im Kugelhagel der amerikanischen Spe- cial Forces im pakistanischen Abbottabad. Auch das ist jetzt Geschichte. Doch obwohl sich die Führungsebene der Taliban nach Pakistan zurückziehen musste, führt sie von dort seit 2003 mit zunehmender Intensität einen Kampf gegen die aktu- elle afghanische Regierung. Während die Intervention der NATO-Länder von der afghanischen Bevölkerung zu Be- ginn mehrheitlich begrüßt wurde, gelang es dennoch der neu formierten Talibanbewegung, wieder in Afghanistan Fuß zu fassen. Und sie wurde immer stärker.

Es kam zu einer folgenschweren Teilung des Landes: im Süden starke Talibangruppen, im Norden eher Ruhe und Frieden. Doch die USA konzentrierten sich mehr und mehr auf den parallel geführten Krieg im Irak, und fehlende Gelder wie auch die weiter andauernde Einmischung Pakistans führten zu einer Destabilisierung des noch jungen Staates. Während es im ersten Jahr nach dem Sturz der Taliban- r egierung nur zu wenigen, vereinzelten Überfällen im Land gekommen war, erlebte die Bevölkerung in den folgenden Jahren mehrere koordinierte Angriffe auf Staatseinrich- tungen und ausländische Truppen. Die Operationsgebiete der aufständischen Taliban weiteten sich auf den gesamten Süden des Landes aus.

Mit den ersten ruhigen Wahlen seit 5 000 Jahren afghanischer Kriegsgeschichte hofft das Land, 2014 nun endlich zu politischer und wirtschaftlicher Stabilität zurückzufin- den. Ohne Präsident Hamid Karzai – der durfte aus verfas- sungsrechtlichen Gründen nicht mehr kandidieren. Immerhin wagten sich trotz der Drohungen der Taliban (»Wir hacken allen Wählern die Finger ab«) sieben Millio- nen Afghanen an die Wahlurnen. Das sei, so die einhellige Meinung der Wahlbeobachter, ein klarer Erfolg der Demo- kratie. Ein klarer Erfolg auch für den Einsatz der interna- tionalen Truppen. Noch bis Ende 2014 sind rund 43 250 aus- ländische Soldaten im Land stationiert, dazu kommen 350 000 afghanische Sicherheitskräfte. Ihnen stehen rund 25 000 Aufständische gegenüber. Wie diese es trotz dieses zahlenmäßigen Missverhältnissen immer wieder schaffen, das Land mit Anschlägen und Selbstmordattentaten zu ter- rorisieren, ist bitter.

Die Zukunft muss zeigen, ob sich die 13 Jahre Einsatz und die dreistelligen Milliardenbeträge für Truppen und Waffen gelohnt haben, um dem Land und seinen Menschen zu Sicherheit, Frieden und Wohlstand zu verhelfen. Wahlausgang? Ein monatelanges Gezerre. Erst führte der frühere Finanzminister Abdullah Abdullah, dann im 31 zweiten Stichwahlkampf angeblich Ex-Weltbank-Volks- wirt Ashraf Ghani. Allerdings mussten wochenlang Be- trugsvorwürfe geklärt werden. Es sollte eigentlich die erste wirkliche demokratische Wahl sein ... Das Verfahren je- doch sieht nicht danach aus. Und was einer der beiden Her- ren als neuer Präsident dann tatsächlich für die Frauen bewirken will, ist nirgendwo zu lesen oder von ihnen zu hören. Frauen – kommen eben nicht vor. Wenngleich circa 35 % der abgegebenen sieben Millionen Stimmen von ihnen kamen.

Starke Stimmen Maryam Safi: »Ohne uns Frauen wird es keinen Frieden geben« »Mein Land hat so viele Jahre unter Krieg gelitten – jetzt brauchen wir Frieden!« Das sagt die 26-jährige Maryam Safi voller Überzeugung. Deshalb studierte sie islami- sches Recht an der Kabuler Universität. Heute lernt sie für den Master-Abschluss zum Thema »Sozialer Wandel und Friedensbildung«. Sie will für ihr Land arbeiten und ihr Volk ermutigen, in Richtung Frieden zu gehen. Ihr Fokus liegt dabei auf den Frauen- und Kinderrechten. Denn gerade diese beiden Gruppen seien besonders ver- wundbar und hätten unter den Kriegsjahren am meisten gelitten. »Es ist unmöglich, Frieden zu erreichen, wenn Frauen ausgeschlossen sind. Und vor allem Kinder sind unsere Zukunft«, betont die junge Studentin engagiert.

Maria von Welser: Wo Frauen nichst wert sind. Ludwig Verlag. 320 seiten, 19,99 Euro.

Rotary Magazin 12/2016

Rotary Magazin Heft 12/2016

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