D 1800 - 6 Gründungsmitglieder sind weiter aktiv

Die sechs Gründungsmitglieder: sitzend von links - Horst Maskus, Dr. Hans-Viggo von Hülsen, Ehrenmitglied Joachim Boldt, Peter-Johann Söth (stehend, 2. von links), Dr. Wolfgang Lincke (stehend, 2. von rechts) und Dr. Werner Breuer (stehend, ganz rechts), außerdem Peter Göhler (stehend ganz links, der im RC wichtige Projekte betreut) und der aktuelle Club-Präsident Henning Schaper (hinten Mitte) © RC Gifhorn-Wolfsburg

23.12.2016

D 1800 

6 Gründungsmitglieder sind weiter aktiv

Der Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg feiert dieser Tage nicht nur ein erfolgreiches Jahr, sondern auch 40-jähriges Clubjubiläum. Anlass für einen kleinen Blick zurück.

Sechs der 20 Gründungsmitglieder, denen am 4. Dezember 1976 von Distriktsgovernor Hermann Moeck zu Händen des Gründungspräsidenten Jürgen Nesemann die Charterurkunde überreicht wurde, sind heute noch Mitglied des Rotary Clubs Gifhorn-Wolfsburg.

Die Clubgründung wurde vor 40 Jahren von dem seit 1964 bestehenden Rotary Club Wolfsburg initiiert. Und der neue Club brachte aktive Mitglieder hervor: Zweimal in den vierzig Jahren haben Rotarier aus dem Club den Distrikt als Governor angeführt: 1989/90 Jürgen Nesemann und 2010/11 Rolf Stender. Letzterer trägt als Vorsitzender des Distriktsausschusses für die Rotary Foundation für mehrere Jahre Verantwortung auf der Distriktsebene. Auf Weltebene ist unser Past President (PP) Ekkehard Musick mitverantwortlich für die Jugendprogramme von Rotary International.

20 Gründungsmitglieder hatte der Club 1976. Inzwischen gibt es über 60 Mitstreiter. Die "beharrlichen 6" haben dem Club in verschiedenen Ämtern gedient, haben fast alle einmal das Präsidentenamt wahrgenommen und anspruchsvolle Aufgaben übernommen, wie zum Beispiel: Wolfgang Lincke mit seinen hochkarätigen Festvorträgen zur Charterfeier (vor 40 Jahren stellte er die voraussichtliche Rolle des Automobils im Jahr 2000 dar) und zum 25-jährigen Jubiläum, zu dem Werner Breuer eine umfassende Chronik beisteuerte. 

Große Bereicherung für jeden Einzelnen

Alle Mitglieder, besonders aber die "beharrlichen 6" bestätigen, dass ihr Mitwirken bei Rotary sie ungemein bereichert hat. Das ist nicht zuletzt darauf zurück zu führen, dass der Aufforderung, die Freundschaft zu pflegen, über die wöchentlichen Zusammenkünfte hinaus auch im privaten Bereich nachgekommen wurde. So entstanden zahlreiche persönliche Freundschaften. Die Ehefrauen wurden in das Clubleben sehr stark einbezogen, so dass es keinen Bruch gab, als der ursprünglich reine Herrenclub sich der Mitgliedschaft von Rotarierinnen öffnete. So  zählt der RC Gifhorn-Wolfsburg zur Zeit sechs Rotarierinnen zu seinen Mitgliedern.

Der Vertiefung der persönlichen Freundschaften dienen auch die regelmäßig in den Privathäusern durchgeführten Kaminabend sowie die Clubwanderungen und Clubreisen. Besonders in Erinnerung geblieben sind die Reisen nach Florenz, Wien, Neapel und Kreisau in Schlesien. Und schon 1977 - im ersten Jahr des Bestehens - begann der Kontakt nach Haslev in Dänemark zum dortigen Rotary Club.

Projekte, angestoßen von Clubmitgliedern

Ein anderes Kapitel eröffnete die Rotarierfrau Annelie Köhler, die als Austauschschülerin in Rockford, Michigan, ein unvergessenes Jahr erlebt hatte. Sie bewirkte, dass der Club in Kontakt mit dem dortigen Rotary Club kam. Dieser Kontakt wird der großen Entfernung wegen im Zwei-Jahres-Rhythmus mit Clubbesuchen gepflegt. Zudem beteiligte sich der RC Gifhorn-Wolfsburg an dem Wasserfilter-Projekt der Rockforder in der Dominikanischen Republik.

Rotarier Dieter Pape war ein Jahr lang in Georgien, um die dortige Regierung beim Aufbau polizeilicher Strukturen zu beraten. Er kam mit so nachhaltigen Eindrücken zurück, dass daraus eine Zusammenarbeit über mehrere Jahre  mit dem Rotary Club Tiflis entstand.

Von Anfang an beschäftigten sich die Clubmitglieder auch mit lokalen Projekten: Peter Göhler initiierte zum Beispiel die Zusammenarbeit mit dem Kinderschutzbund in Gifhorn beim Bau des Kinder-  und des Jugendhauses in der Flutmulde. Bewährt hat sich auch die seit 37 Jahren bestehende Kooperation mit dem Christinenstift in Gifhorn (Senioren). Zudem backen die Mitglieder in Gifhorn und in Wolfsburg Waffeln auf den Schloss-Weihnachtsmärkten - bedürftige Kinder. In Wolfsburg finanziert der Club mit dem Erlös einer wohltätigen Filmvorführung einen Kinonachmittag für die "Tafelkinder" und für andere Bedürftige. 

Hilfe für junge Leute in Ghana

Seit 2011 unterstützt der RC Gifhorn-Wolfsburg sowohl lokales als auch internationales Projekt: die "Joyful Learning School" in Sunyani/Ghana. In einem kooperativen Clubprojekt wirktendie Rotarier hierfür mit anderen Clubs aus dem Distrikt zusammen, zum Beispiel mit dem RC Rockford. Zur Zeit wird nun eine Grundschule aufgebaut. Die Fördernittel für dieses Projekt haben sich jetzt schon auf über 50.000 Euro summiert, ähnlich ist es beim Projekt Kinderhaus Gifhorn. 

Zur Finanzierung von Projekten und größeren Spenden organisiert der RC Gifhorn-Wolfsburg zudem die  Großveranstaltung "Konzert zum Neuen Jahr" (im Januar 2017 bereits zum 28. Mal). 

Historie und Engagement für die Jugend

Aktuell brachte Präsident Henning Schaper in einer bunten Veranstaltungsreihe sein Interesse an der Historie der Stadt Braunschweig ein. Sein kommendes 2. Halbjahr steht nun unter dem Motto: Die "Gesellschaft und wir" - Diskussionen um den Wertewandel. Außerdem beteiligt sich der Club am weltweiten Rotary-International-Programm gegen die Kinderlähmung.

Außerdem engagiert sich der Rotary Club Gifhorn-Wolfsburg bei der Organisation von KidsCamps für Kinder, die sonst kaum einen Urlaub erleben könnten, an Feriencamps für Jugendliche und am Schüleraustausch. Die Stiftung vergibt zudem Stipendien für Auslandsstudien. Für Führungsnachwuchskräfte werden Studienreisen ins Ausland ermöglicht.

Hans-Viggo von Hülsen
Gründungsmitglied des RC Gifhorn

 

Rotary Magazin 1/2017

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