Umfrage - Deutsche für mehr Entwicklungshilfe

Jungen füllen Ihre Wasserbehälter an einem Brunnen nauf, der vom örtlichen Rotary Club in Uganda gespendet wurde. Dieser wurde im Rahmen eines groß angelegten Projekts zur Selbsthilfe, das mit einem Grant der Rotary Foundation finanziert wurde, realisiert. Foto: Rotary International

29.08.2013

Umfrage 

Deutsche für mehr Entwicklungshilfe

Die Deutschen sind für mehr Engagement in Sachen Entwicklungshilfe. Das hat jetzt eine repräsentative Umfrage gezeigt.

Die Deutschen wollen ein stärkeres entwicklungspolitisches Engagement Deutschlands. Das hat jetzt eine repräsentative Umfrage gezeigt, die die Stiftung Weltbevölkerung bei TNS Emnid in Auftrag gegeben hatte. Vier von fünf Bundesbürgern sprechen sich dafür aus, dass Deutschland seine internationale Zusage einhält, bis zum Jahr 2015 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit zu investieren. Von diesem Wert sei Deutschland mit zuletzt 0,38 Prozent weit entfernt, heißt es in einer Mitteilung zu de Ergebnissen.

40 Prozent der Befragten zufolge sollte der Anteil Deutschlands sogar höher als 0,7 Prozent sein. Auch bei anderen Fragen zeigt sich laut den Ergebnissen, dass das Thema Entwicklungspolitik den Deutschen wichtig ist. 81 Prozent der Befragten finden es wichtig, dass sich Deutschland für die Bekämpfung von Armut in Entwicklungsländern engagiert. Für jeden Dritten (34 Prozent) ist das sogar sehr wichtig.

Mehr als vier von sechs Befragten (74 Prozent) sprachen sich dafür aus, dass sich die Bundesregierung besonders in Afrika südlich der Sahara engagieren sollte, gefolgt von Nordafrika (61 Prozent) sowie Ost- und Südosteuropa (52 Prozent). Die Umfrage förderte auch eine Bereitschaft unter den Befragten zutage, selbst etwas zur Armutsbekämpfung beizutragen: Jeder zweite würde eine Unterschriftenaktion unterstützen (49 Prozent) oder die etwas teureren, fair gehandelten Produkte wie Kaffee oder Schokolade kaufen (48 Prozent).

TNS Emnid führte die Umfrage am 23. und 24. Juli 2013 durch und befragte dafür deutschlandweit 1.006 Bundesbürger im Alter ab 18 Jahren. Die Stiftung Weltbevölkerung hatte die Umfrage in Auftrag gegeben. Am Montag hat sie die.. die Online-Wahlkampagne „Nullkommasieben“ gestartet. Damit soll öffentlicher Druck auf die Bundesregierung ausgeübt werden, ihre internationale Zusage einzuhalten, bis zum Jahr 2015 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungszusammenarbeit bereitzustellen. Die Stiftung fordert, dass konkrete Schritte zur Zielerreichung in den neuen Koalitionsvertrag sollen  aufgenommen werden.

Die Stiftung Weltbevölkerung ist eine international tätige Entwicklungsorganisation. Die private gemeinnützige Stiftung gilt als parteipolitisch unabhängig und konfessionell nicht gebunden. Das Deutsche Zentralinstitut für Soziale Fragen erkannte der Stiftung Weltbevölkerung das Spendensiegel 2012 erneut zu.

Eine Zusammenfassung der Umfrageergebnisse finden Sie hier. Zur Seite der Aktion "Nullkommasieben" kommen Sie hier.

Rotary Magazin 12/2016

Rotary Magazin Heft 12/2016

Titelthema

Aufstand gegen die Globalisierung

Die Wahl Donald Trumps zum 45. Präsidenten der USA kann schon jetzt als historisch gelten. Im Rotary Magazin werden die Ursachen der Entscheidung hinterfragt – und was der Ausgang der US-Präsidentenwahl…

Newsletter abonnieren



load   ...lade Newsletter Formular

Weitere Experten
aus der Rubrik Panorama

Thomas Hoof Gerald Deckart René Nehring Johann Michael Möller Heinrich Marchetti-Venier Jörg Ulrich Hahn

Was ist Rotary?

Lokal verankert -
global vernetzt

Rotary International ist die älteste Serviceclub-Organisation der Welt. Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde vor 105 Jahren hat sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt.

Clubsuche

Finden Sie den Club in Ihrer Nähe

Kontakt

Treten Sie mit uns in Kontakt

Anschrift:
Rotary Verlags GmbH
Raboisen 30
20095 Hamburg

Telefon: +49 40 34 99 97 0
Telefax: +49 40 34 99 97 17

Termine

Rotary-Meetings, Festspiele und Messen

...wird geladen