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Präsidentenbrief

Monatsschwerpunkt Neue Generationen

Präsidentenbrief - Monatsschwerpunkt Neue Generationen
RI-Präsident 2012/13 Sakuji Tanaka © Rotary International

11.09.2012

Liebe Freundinnen und Freunde in Rotary,

wie Sie wissen, haben wir bei Rotary fünf Dienstzweige. Der fünfte und neueste ist der Dienstzweig Neue Generationen. Es gibt vielfältige Wege, sich in diesem Dienstzweig zu engagieren, und wir stellen Ihnen einige davon in diesem Monat vor.

Alles, was wir zur Bildungsförderung unternehmen, für die Gesundheit von Mutter und Kind, oder für die Familienförderung, fällt in den Bereich der Neuen Generationen. Und natürlich dienen wir auch zukünftigen Generationen von Erdenbürgern, indem wir Ihnen eine poliofreie Welt hinterlassen.

Unsere Programme für Jugendliche und junge Erwachsene: Rotaract, Interact, Rotary Youth Leadership Awards (RYLA) und Rotary Youth Exchange, sind ebenfalls zentrale Bestandteile dieses Dienstzweiges. Wir müssen uns immer vor Augen halten, dass die Jugend von heute die Führungskräfte von morgen stellen wird. Indem wir ihnen heute bei ihrer persönlichen Entwicklung helfen, stellen wir die Weichen für morgen – und für Rotarys Zukunft.

Ich war die meiste Zeit meines Lebens Verkäufer. Doch ich lernte schon vor langer Zeit, dass es nicht ausreicht, gut verkaufen zu können. Man muss immer auch ein gutes Produkt haben. Wenn man ein guter Verkäufer ist, kann man schnell seinen ersten Verkaufsabschluss machen. Aber wenn man kein gutes Produkt hat, bleibt es dabei. Und man macht keinen zweiten Folgeverkauf.

Ebenso ist es nicht genug, neue Mitglieder in Rotary einzuführen. Wir müssen wollen, dass sie bleiben. Wir müssen wollen, dass die neuen jungen Mitglieder uns viele Jahre erhalten bleiben. Wir müssen wollen, dass sie in 10, 20, 30 Jahren Führungsrollen bei Rotary erfüllen.

Und wie tun wir das? Wir müssen auf unser Produkt schauen. Wir müssen Rotary neu sehen lernen. Wenn wir jemanden zu Rotary einladen und ein Nein als Antwort erhalten, dann müssen wir nach dem Warum fragen. Und damit meine ich nicht, dass wir Druck ausüben oder jemanden zur Mitgliedschaft drängen wollen. Vielmehr brauchen wir die Information. Was sind die Hindernisse für eine Mitgliedschaft? Liegt es an den Treffen oder dem Zeitaufwand? Oder ist es etwas, an das wir vorher noch nicht gedacht haben?

Wir müssen Fragen stellen, und wir müssen offen für die Antworten sein. Wir können nicht einfach sagen, dass etwas nicht geht, nur weil wir es noch nie vorher versucht haben. Warum also keine Kinderbetreuung während eines Meetings? Warum keine Familienbeteiligung bei Projekten? Warum keine gelockerten Präsenzanforderungen oder andere Treffzeiten?

Unser Dienstzweig der Jugendarbeit dient den neuen Generationen. Er gewährleistet aber auch, dass auch in zukünftigen Generationen noch das Motto des Selbstlosen Dienens aktuell sein wird.

Sakuji Tanaka
Präsident RI


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