DGR-Frühjahrstagung in Bad Homburg - »Wir haben etwas bewegt«

Spitze des Governorrats (v.l.): Erich Bauer (Crew 2012/13), Hildegard Dressino (Crew 2011/12), Vorsitzender Horst Lettner und Sekretär Karl Steidle

01.06.2012

DGR-Frühjahrstagung in Bad Homburg

»Wir haben etwas bewegt«

René Nehring

Die Frühjahrstagung des Deutschen Governorrats (DGR) ist traditionell ein Ort der Entscheidungen und Beschlüsse, aber auch einer ersten Bilanz des sich dem Ende neigenden rotarischen Jahres.

Auch während der diesjährigen Sitzung des Gremiums vom 19. bis 22. April 2012 in Bad Homburg standen wichtige Beratungen an. So musste gleich zu Beginn dem Beschluss des RI Board of Directors vom vergangenen Herbst Rechnung getragen werden, der die Auflösung der Multi District Administrative Groups bedeutete (siehe Rotary Magazin 11/2011). Da der Board-Beschluss u.a. die weitere Existenz von „Multi District Entities“ (auf Deutsch: Einheiten) vorsieht und empfiehlt, fungiert der DGR nunmehr unter den Bedingungen einer aus mehreren Distrikten bestehenden Gruppierung als offizielle „Rotary Multi District Entity“.

Nach jahrelangen Beratungen wurde nun ein Konzept zur „Organisation einer nationalen Öffentlichkeitsarbeit für Rotary in Deutschland“ verabschiedet, um künftig die Aktivitäten, Dienste und nationalen und internationalen Projekte von Rotary in der öffentlichen Wahrnehmung besser darzustellen zu können. Nach anfänglichen Überlegungen, einen nationalen PR-Beauftragten zu installieren, wurde nunmehr beschlossen, dass sich die Rotary-Distrikte jeweils um die Etablierung eines „Distrikt-Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit“ bemühen mögen. Dabei sollen die Ausschuss-Sprecher künftig für eine deutschlandweite koordinierte Kommunikation Sorge tragen, und dabei eng mit dem „Rotary Public Image Coordinator“ (RPIC) zusammenarbeiten.

Von einem erfolgreichen Rotary-Tag 2012 in Köln konnte Governor Gerd zur Mühlen berichten. Der Tag war mit hochkarätigen Referenten besetzt und von 300 Teilnehmern gut besucht. Einhellig zugestimmt wurde anschließend dem Antrag von Governor Florian Böllhoff, künftig einen „Deutschen Rotary-Tag“ einzuführen, der in einem jährlichen oder auch in zweijährigem Rhythmus im Wechsel von den deutschen Distrikten durchgeführt werden soll. Die Ausarbeitung eines genauen Konzepts liegt beim Innovationsausschuss des DGR.

Als internationaler Besucher schaute zwischendurch aus der Zone 19 der RI-Direktor elect Gideon Peiper vorbei. Der israelische Gast stellte die komplizierte Zusammensetzung der Zone 19 vor, die Israel, Teile Afrikas, die Türkei, Teile des Balkans und Osteuropas, Österreich, den Schweizer Distrikt 2000 und die bundesdeutschen Distrikte 1830 und 1930 sowie – ab dem kommenden Jahr – 1841 und 1842 umfasst. Freund Peiper nutzte die Gelegenheit, um bereits vorab zu seinem Zonen-Institut im November 2013 in Jerusalem einzuladen.

Neue Diskussionsansätze

Für eine deutliche Belebung und inhaltliche Bereicherung sorgte dann das auf Initiative des DGR-Vorsitzenden Horst Lettner erstmals durchgeführte „Strategie-Café“, bei dem sich die Teilnehmer unter der Führung der drei RI-Koordinatoren Claus Michael Pautzke, Martin Gutsche (Foundation) und Diethard Goos (Public Image) und dessem Nachfolger Peter W. Hübner mit den Themen Strategieplan, Leitbild Rotarys, Planungshilfen für Clubs und Distrikte, Projektplanung und Durchführung, Mitgliederentwicklung, öffentliche Wahrnehmung u.v.m. befassten. Die offene, jeweils in kleinen Gruppen an zehn separaten runden Tischen durchgeführte Diskussion erbrachte denn auch einige Ansätze für die Verbesserung der Arbeit der Präsidenten, Amtsträger und Mitglieder. Am folgenden Tag übernahm dann Past-Direktor RI Ekkehart Pandel den Bericht seines Nachfolgers Paul Knyff über die neuesten Entwicklungen bei RI. Einer der wichtigsten Punkte war dabei, dass die Organisation „Shelter-Box“ nunmehr als offizieller Projekt-Partner von RI anerkannt worden ist. Leider erfolglos war die Bewerbung Münchens als Austragungsort der „World Convention 2018“, hier wird voraussichtlich Toronto unter den Bewerberstädten das Rennen für sich entscheiden. Als neuer Vorsitzender des Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. (RDG) stellte sich Sybe Visser (RC Dortmund-Hörde) vor, der die letzten Monate bereits genutzt hat, um sich zunächst in die Materie einzuarbeiten und erste organisatorische Veränderungen schrittweise umzusetzen (siehe Rotary Magazin 4/2012). Freund Visser beabsichtigt, die Rolle von RDG als „Bank“ und Projektberater der Clubs weiter auszubauen.

Auf die Präsentation der Rotary Verlags GmbH als Service-Organisation für die Rotarier folgten die Berichte des DGR-Schatzmeisters und der rotarischen Dienste, des Rotaract-Sprechers sowie der Sprecherin der amtierenden Crew, Hildegard Dressino, und der anwesenden Governors aus Österreich, der Schweiz und Ungarns. Spontan formulierte Horst Lettner anschließend die Idee eines mitteleuropäischen Governorrates, der vielleicht eines Tages an die Stelle des derzeitigen bundesdeutschen Gremiums treten könne. Neu zu besetzen war das Amt des DGR-Sekretärs ab 2013/14, für das einstimmig Peter Diepold gewählt wurde. RI-Direktor elect Holger Knaack warb dann für das „Global Peace Forum in Berlin“ vom 30. November bis 2. Dezember 2012, das vom künftigen Präsidenten RI Sakuji Tanaka ausgerichtet wird (weitere Informationen dazu folgen in den nächsten Ausgaben des Rotary Magazins).

Fazit

Das letzte Wort hatte der Vorsitzende des Governorrats, Horst Lettner, der sich bei den Anwesenden für eine arbeits- und diskussionsreiche Tagung bedankte sowie für ein Amtsjahr, in dessen Verlauf einige Punkte abgearbeitet werden konnten: neben dem Konzept für die Öffentlichkeitsarbeit auch die Anpassung der Geschäftsordnung und die Neubesetzung der Organisationsführung bei RDG. Sein Fazit: „Wir haben etwas bewegt“.

Erschienen in Rotary Magazin 6/2012

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