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Distrikt

Die Foundation als Stiftung von Rotary

Distrikt - Die Foundation als Stiftung von Rotary
Porridge zum Mittagessen in der Kidera Primary School für insgesamt 1260 Schüler © Dr. Lydia Omwoto

Hilfe zur Selbsthilfe und Eigenständigkeit ist das Anliegen rotarischer Hilfsprojekte. Die Foundation kann den finanziellen Hebel dafür deutlich vergrößern.

Verena Hahn-Oberthaler01.09.2023

Frauen und Kinder zu stärken ist das große Anliegen des Global-Grant-Projektes "Kidera – Adopt a Village". Den Zündfunken legten RIPE Sam Owori und Norah Owori, PDG Barbara Wolf-Wicha brachte die Idee in den Distrikt, das Feuer trägt Doris Steinmüller-Nethl aus dem Lead-Club RC Innsbruck-Alpin weiter. Seit 2021 engagiert sie sich intensiv für dieses holistische Pilotprojekt in Uganda, einem der ärmsten Länder der Welt. Gemeinsam mit dem Host-Club RC Gaba sowie weiteren Clubs in der Region und international, hat das Projekt seither in mehreren Ausbaustufen mehr als 150.000 US-Dollar an Geldern in die Region gebracht. "Das Schöne an diesem Projekt ist wohl, dass wir eine Basis schaffen konnten und sich daraus in Schule, Eltern-Lehrer-Verein, dem Health Center und der Frauengruppe neue Aktivitäten entwickelt haben, die einen großen Mehrwert für die gesamte Dorfgemeinschaft bringen", so Steinmüller-Nethl, die intensiv mit Judith Köck vom RC Kitzbühel an den Umsetzungen – auch vor Ort in Kidera – arbeitet. Bildung, Aufklärung/Hygiene, Ausbildung, Zugang zu Wasser und sanitären Einrichtungen und Gesundheitsversorgung: Die Hilfe setzt im Dorf Kidera an vielen Ebenen an. Kidera soll als Pilotprojekt dienen, um das Konzept eines "smart village" auch in andere Regionen Ugandas zu tragen.

Engagement in Nepal

Im Jahr 2015 – unmittelbar nach einem großen Erdbeben – wurde im RC Linz-Leonding  der Grundstein für das Global-Grant-Projekt in Nepal gelegt. Mit einem Budget von 146.000 US-Dollar aus einem Global Grant mit dem RC Mondseeland und anderen internationalen Clubs wurde 2019 mit dem Wiederaufbau des zerstörten Dorfes Duguna Gadi begonnen. In Zusammenarbeit mit der Hilfsorganisation EcoHimal und dessen Präsidenten Universitätsprofessor Kurt Luger wurde ein Modelldorf entwickelt. "Durch die Installation von 60 Biogas-Anlagen und Gewächshäusern haben die Bewohner nun ein autarkes Energiesystem, das die Lebensmittelversorgung und eine zusätzliche Erwerbsmöglichkeit sicherstellt", so Martin Moser, Foundationbeauftragter des RC Linz-Leonding.

Fachkundige Hilfe holen

Um mehr erfolgreiche Projekte auf den Weg zu bringen, rät Governor Thomas Gredler dazu, von Beginn an fachkundige Hilfe von den Experten im Distriktteam zu holen, allen voran vom Foundation-Chair Karl Schwaha (RC Linz-Donau), um nicht von formalistischen Hürden auf dem Weg entmutigt zu werden. Gredler: "Sehen wir die Foundation doch als unsere Stiftung und nutzen wir den finanziellen Hebel, den sie bietet."

Verena Hahn-Oberthaler
Verena Hahn-Oberthaler ist Publizistin und seit 2006 Rotarierin beim RC Perg (Oberösterreich) und war bereits für die Öffentlichkeitsarbeit des Distrikts 1920 zuständig. In ihrem Club ist sie als Foundationbeauftragte tätig und für den Internationalen Dienst zuständig. Seit 2020 bekleidet sie das Amt des Distriktberichterstatters. www.rubicom.at

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