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RC Singen

Mut zum Doppelklick

RC Singen - Mut zum Doppelklick
Die Schülerinnen und Schüler der Projektgruppe (von links) Malek, Sophie, Eyshn, Iksha, Nejla (leicht verdeckt) und Noah erklären die Idee und Herstellung ihres "Haifisch"-Filmes. Angeleitet wurden sie dabei im Projekt "Mut zum Doppelklick" von Daniela Aumann (links) und Christina Schwager. © Ulrike Veser (zwei Fotos)

Der Rotary Club Singen ermöglicht mit einem Filmprojekt an der Waldeck-Schule die Förderung digitaler Kompetenzen.

Ulrike Vogt06.08.2023

Was hat eine Schülergruppe von Zweitklässlern mit einem gefräßigen Haifisch zu tun? Sehr viel, wie sich kürzlich herausstellte. Die Idee zum Thema kreieren, die Requisiten malen und basteln, die Fertigkeit, Apps zu bedienen, das Verständnis, technische Vorgänge auszuführen – alles Maßnahmen, ohne die es den Haifisch-Film nicht geben würde. Das berühmte i-Tüpfelchen war dann noch die Tonspur mit eigens dafür entwickeltem Chorgesang. Sehr viele Details ergaben einen beeindruckenden Film, auf den die Schülerinnen und Schüler zu Recht stolz sein können. Die beeindruckende Filmvorführung zeugte vom Erfolg des geförderten Projektes "Mut zum Doppelklick" an der Waldeck-Schule in Singen.

Die Verantwortlichen, Anja Claßen, Schulleiterin der Waldeck-Schule, Vorstand Wolfgang Heintschel mit den Projektbetreuerinnen Daniela Aumann und Christina Schwager von der Caritas Singen-Hegau e.V. und Präsident Wilfried Trah mit dem Projektbeauftragten Michael Graf, beide Rotary Club Singen, trafen sich zur Bestandsaufnahme des nun seit einem Jahr geförderten Projekts. Die umfassende Förderung von digitalem und technischem Verständnis, Kreativität, Sprache, Musik und sozialem Miteinander war eindrucksvoll sichtbar. Und die besondere Freude der Kinder vermittelte einen sehr guten Eindruck dieses effektiven Projektes.

Gemeinsam mit der Caritas Singen-Hegau entstand 2022 die Idee, digitale Kompetenzen von Kindern und Eltern in speziellen Kursen und Arbeitsgemeinschaften in der Waldeckschule zu stärken und dabei ganz besonders die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern aus armutsgefährdeten Familien oder mit Migrationshintergrund in den Fokus zu nehmen. Eine notwendige Ergänzung im Digitalisierungsprozess der Schulen, der den armutsbezogenen Aspekt der digitalen Kompetenzerlangung nicht oder nur sehr wenig im Blick hat. Im Projekt geht es um die sinnvolle Nutzung durch Medien von Kindern und Eltern. Dieser zweifache Ansatz verfolgt eine besondere, niederschwellige und kultursensible Förderung. 

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Sichtlich zufrieden sind die Verantwortlichen nach der Bestandsaufnahme über den Erfolg des Projektes "Mut zum Doppelklick" zur Stärkung digitaler Kompetenzen. Hier von links Wilfried Trah (Präsident Rotary Club Singen), Daniela Aumann und Christina Schwager (Projektbetreuerinnen Caritas Singen-Hegau), Anja Claßen (Schulleiterin Waldeck-Schule Singen) und Michael Graf (Gemeindienst Rotary Club Singen)

Daniela Aumann und Christina Schwager, speziell ausgebildete und erfahrene Mitarbeiterinnen der Caritas Singen-Hegau, organisierten das wöchentlich zweistündige Projekt und arbeiteten mit der gleichen Gruppe, die sich aus unterschiedlichen zweiten Klassen zusammensetzte, sieben Wochen an einem Projekt, wie zum Beispiel Trickfilm, E-Book oder Scratch-Programmierung. Am Ende präsentierten die Kinder den anderen Schülergruppen das Resultat ihrer Arbeit. Parallel wurden den Eltern Informationsveranstaltungen und Fragestunden angeboten, damit sie selbst gestärkter im familiären Umgang mit Medien werden und ihren Kindern bei technischen Problemen helfen können.

Digitale Technik und ihre Beherrschung sind das Tor zu Information, Bildung, Kommunikation und somit zur gesellschaftlichen Teilhabe. Mit dem Projekt "Mut zum Doppelklick" fördert der Rotary Club Singen diese Persönlichkeitsbildung.

Co-Autor: Ulrike Veser, Rotary Club Singen

Ulrike Vogt

Ulrike Vogt (RC Müllheim-Badenweiler) verheiratet, drei erwachsene Kinder, Musikerin (Musikhochschule Freiburg) und Musikpädagogin.
Gemeinsam mit ihrem Ehemann Thomas Vogt leitet sie die Initiative "Musik für den Frieden" mit dem Ensemble MIR, ein zivilgesellschaftliches Austauschprojekt von jugendlichen russischen und deutschen Musikern und Tänzern. Ulrike und Thomas Vogt  haben zusammen mit ihrem russischen Partner Andrey Korjakov für "Musik für den Frieden" den Göttinger Friedenspreis 2022 erhalten. Distriktreporterin im Distrikt 1930 seit 2020, Assistant Rotary Public Image Coordinator (ARPIC) Zonen 15&16.
Kontakt über E-Mail: Rotary-Magazin@distriktbeirat.de

Website - Musik für den Frieden