Editorial - Von Schwarz-Grün zu Grün-Schwarz?

René Nehring, Chefredakteur © Illustration: Jessine Hein / Illustratoren

01.06.2016

Editorial

Von Schwarz-Grün zu Grün-Schwarz?

René Nehring

Von den drei Landtagswahlen dieses Frühjahrs ist das Ergebnis in Baden-Württemberg das interessanteste. Erstmals wird das einstige Stammland der Union – und auch der Liberalen – von einem Bündnis aus CDU und Grünen regiert. Lange genug hat die Annäherung gedauert, obwohl bereits in den 80er Jahren Vordenker wie Rezzo Schlauch oder Lothar Späth öffentlich über ein Zusammengehen beider Lager nachgedacht hatten.

Schnittmengen gab es von Beginn an. Die Grünen waren eben nicht nur die Kinder der linken Revolte gegen das Bonner Establishment in den 60er und 70er Jahren. Gerade in der Anfangszeit gab es in ihren Reihen zahlreiche Konservative, die den Schutz der Umwelt und die Bewahrung der Heimat in den etablierten Parteien nicht mehr vertreten sahen. Insofern erscheint nun ein Bündnis beider Lager als logischer Schlusspunkt einer langen Entwicklung.

Für die Union hat die Regierungsbildung in Stuttgart freilich den Schönheitsfehler, dass sie unter der Führung der Grünen erfolgte. Natürlich sollte ein einziges Wahlergebnis nicht überbewertet werden, zumal Umfragen die CDU lange vorn gesehen hatten. Und doch erscheint es wie ein Warnruf, dass ausgerechnet in ihrer traditionellen Hochburg den Christ­demokraten nur die Rolle des Juniorpartners bleibt. Zumal die großen Projekte der aktuellen unionsgeführten Bundesregierung – von der Energiewende bis zur Flüchtlingspolitik – eher grüne Kernthemen waren. Wird also aus den schwarz-grünen Gedankenspielen am Ende Grün-Schwarz? Dieser und weiteren Fragen gehen die Beiträge ab Seite 32 nach.

Die Beschlüsse des Council on Legislation (siehe Rotary Magazin 5/2016) haben bereits für große Diskussionen gesorgt. Vor allem die neuen Meeting- und Präsenz-Bestimmungen riefen eine Reihe von Fragen hervor. Deshalb baten wir die Leitung der Rechtsabteilung von Rotary International in einem Gespräch um einige Erläuterungen. Welche Folgen die neuen Regelungen für das Clubleben haben, diskutieren zudem zwei konträre Kommentare in der Rubrik „Standpunkt“. Die Beiträge finden Sie ab Seite 24.

Auch in wohlhabenden Ländern wie Österreich und Deutschland gibt es Kinder, die in den Ferien nicht verreisen können. Damit auch sie schöne Sommertage erleben, entwickelten Rotaracter vor wenigen Jahren die Idee der KidsCamps. Selten wurde ein Projekt so schnell und so positiv aufgegriffen. Inzwischen gibt es nicht nur in vielen Distrikten KidsCamps, sondern auch einen Trägerverein, der die Organisation und Logistik professionell begleitet. Mehr über diese immer größer werdende Erfolgs­geschichte lesen Sie ab Seite 18.

Erschienen in Rotary Magazin 6/2016

Rotary Magazin 1/2018

Rotary Magazin Heft 1/2018

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Glück: Wenn alles läuft

Welche Bausteine gehören zu einem sinnvollen Dasein? Hängt es an materiellen Dingen? Was Glück bedeutet, ob man es messen kann - Definitionen und Antworten zu den Grundlagen geben führende Glücksforscher.…

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