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Bad Füssing

Feilschen für den guten Zweck

Bad Füssing - Feilschen für den guten Zweck
Der österreichische Facharzt Ernst Orthner kümmert sich um Fehlstellungen der Füße seiner kleinen Patienten in Indien

Immer am ersten Sonnabend im Oktober ist Rotary Stadtgespräch in Bad Füssing. Dann veranstalten die Mitglieder des RC Rottaler Bäderdreieck rund ums Rathaus ihren Land- und Flohmarkt

01.02.2016

Zu einem wahren Besuchermagneten hat sich der seit 1998 bestehende Markt entwickelt, der jedes Jahr zuverlässig die Mittel für das jeweilige internationale Hauptprojekt des Clubs einbringt. Die ersten 15 Jahre floss der Erlös an Minenopfer in Bosnien-Herzegowina, berichtet der Clubbeauftragte Gerhard Dilger. Seit zwei Jahren steht ein anderes Projekt im Vordergrund: 16.700 Euro waren es im vergangenen Herbst, die der Club dem Spezialisten für Fußchirurgie Dr. Ernst Orthner (Wels/Österreich) für seine ehrenamtliche Arbeit in Indien zur Verfügung stellen konnte.

Die Haupteinnahme bringt der Flohmarkt, den die Rotarier allein gestalten. Dazu sind alle 40 Clubmitglieder das ganze Jahr gefordert, ihre (und andere) Speicher nach handelbaren Artikeln abzusuchen. Zu diesem Angebot kommen diverse weitere Clubstände mit kulinarischen Genüssen hinzu, ein Infostand zum Projekt und noch eine Reihe Verkaufsstände von kommerziellen Händlern, die mit einer Standgebühr den guten Zweck mitfördern. „Immer dabei ist auch unser Patenclub Kremsmünster aus Österreich“, fügt Dilger hinzu, „der landestypische Genüsse seiner Heimat anbietet, sowie eine Gruppe Schüler, die Selbstgebasteltes verkaufen. Sie stehen für ein weiteres Projekt unseres Clubs, die Förderung lernschwacher Kinder.“

 

Kinderfüße brauchen Hilfe
Nach einem Vortrag im Club war den Mitgliedern schnell klar, dass das Geld bei Dr. Orthner und seinem Verein „Kinderfüße brauchen Hilfe“ gut investiert ist. Seit 2007 fährt der Arzt jedes Jahr zwei Mal mit OP-Assistentin Veronika Gattermayr nach Indien und operiert Kinder mit Fehlstellungen der Füße. „Es ist fantastisch, was die beiden dort leisten“, zeigt sich Clubpräs. Dominikus Dengl beeindruckt. „Dieses unglaubliche Engagement hat uns einfach mitgerissen.“ Der Erfolg beruht nicht zuletzt auf der Zusammenarbeit mit der Organisation ISHWAR vor Ort, die vorab mehrere Hundert Patienten vorsichtet und die OP-Liste erstellt. In zwei Wochen werden dann zwischen 80 und 100 Kinder behandelt. Der Flohmarkterlös reicht ziemlich genau aus, um die unvermeidlichen Kosten so einer Reise zu decken.