Mine-Ex - Berufsausbildung für zivile Kriegsinvaliden

Thérèse (22) verlor einen Unterschenkel und einen Fuß, als im Jahr 2000 ihr Elternhaus in Kisangani/Kongo zerschossen wurde. Mit einer Ausbildung zur Computertechnikerin hofft sie, ihren Lebensunterhalt selbst verdienen zu können. Weitere Opfer von Granaten, Minen und Blindgängern des Krieges im ehemaligen Belgisch-Kongo werden über ein MINE-EX-Stipendium zum Schreiner oder Schneider ausgebildet

15.08.2014

Mine-Ex

Berufsausbildung für zivile Kriegsinvaliden

Ich weinte, weil ich keine Schuhe besaß, bis ich jemanden traf, der keine Füße hatte.“ Diese Worte der Amerikanerin Helen Keller (1880–1968) erinnern nachdrücklich an das Schicksal beinamputierter Kriegsopfer. Angesichts der erschreckenden Zahlen Zigtausender Zivilisten, die durch Granaten, Minen und Blindgänger zu Invaliden werden, stehen ihre Schicksale und ihr Kampf um einen würdigen Platz in der Gesellschaft meist im Hintergrund. MINE-EX unterstützt daher mit Stipendien zur Berufsausbildung die soziale Integration dieser Menschen, um – über die Finanzierung von Prothesen hinaus – nachhaltig zu helfen. Besonders handwerkliche Fähigkeiten führen zu Einkommen und gesellschaftlicher Anerkennung. Im Jahr 2013/14 finanzierte MINE-EX zwölf Stipendien à 3000 US-Dollar.

Gerhard Selmayr
Vorsitzender MINE-EX – gemeinnütziger Verein rotarischer Freundinnen und Freunde e. V.

Erschienen in Rotary Magazin 8/2014

Rotary Magazin 9/2016

Rotary Magazin Heft 9/2016

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