Frieden und Völkerverständigung - Das deutsch-polnische Nachbarschaftsparlament

Angeregte Diskussion anlässlich des Nachbarschaftsparlaments der Jugend

12.11.2012

Frieden und Völkerverständigung

Das deutsch-polnische Nachbarschaftsparlament

Richard Pyritz

Das Parlament war Teil eines deutsch-polnischen Jugendprojektes der Stadt Lübeck zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit. Inzwischen hat sich das Projekt etabliert.

Die erste konstituierende Sitzung fand im Bürgerschaftssaal des Lübecker Rathauses statt. Im Februar 2012 wurde die zweite Sitzung in Stettin veranstaltet, die nächste wird innerhalb eines Seminars anlässlich des Global-Peace-Forums vom 28. November bis 2. Dezember in Berlin organisiert. Die darauffolgenden Termine sind 2013 in Danzig und 2014 in Rostock oder Hamburg geplant.

Das Projekt geht voran

Das Vorhaben hat sich inzwischen etablieren können. Staatsministerin Cornelia Pieper und Staatssekretär Professor Wladyslaw Bartoszewski, beide regierungsverantwortlich für die deutsch-polnischen Beziehungen, haben die Schirmherrschaft übernommen. Das Projekt wurde in das Programm des Länderausschusses Deutschland-Polen bei Rotary International aufgenommen, die örtlichen Rotary Clubs wirken am Programm und der Weiterentwicklung des Vorhabens mit. Etwa 100 Schüler aus Deutschland von Schulen in Mölln, Ratzeburg, Lübeck (5), Kühlungsborn, Rostock und Stralsund und aus Polen von Schulen in Stettin (5), Thorn (2), Graudenz (2) und Danzig (2) haben jeweils teilgenommen. Die Unterbringung konnte zum großen Teil in Familien der teilnehmenden Jugendlichen angeboten werden.

In das Thema wird von Historikern und Politikern eingeführt. Mitarbeiter des Instituts für angewandte Geschichte der Europa-Universität Viadrina tragen in verschiedenen Workshops die Fakten und Informationen aus den Wortbeiträgen zusammen, um daraus die Tagesordnung für die Sitzung des Jugendparlamentes zu erarbeiten. Die Europa-Universität Viadrina ist wegen ihrer inhaltlichen deutsch-polnischen Ausrichtung und wegen ihrer geografischen Lage an der Grenze mit ihren Hochschullehrern und Mitarbeitern für diese Thematik besonders geeignet.

Gute Nachbarschaft ist wichtig

Die zu erreichenden Ziele sind vor allem, die Schüler mit der Begegnung gute deutsch-polnische Erfahrungen machen und sie über Informationen übereinander und über die Vermittlung der gemeinsamen Geschichte die Notwendigkeit einer guten Nachbarschaft erkennen zu lassen. Dieses soll nach Ansicht der Jugendlichen so geschehen, dass mit vielen kleineren Aktivitäten ein Netz freundschaftlicher Beziehungen geknüpft wird.
Mit den guten Erfahrungen aus den zahlreichen Begegnungen soll ein deutsch-polnisches Jugendprojekt entstehen und ständig weiterentwickelt werden, das in jährlichem Rhythmus einer neuen Schülergeneration Erfahrungen im deutsch-polnischen Bereich ermöglicht. Der bisherige Verlauf hat auch gezeigt, dass einige Jugendliche aus Polen und Deutschland ihre Freude und Begeisterung deutlich zum Ausdruck bringen, Verantwortung für das Vorhaben übernehmen und nun schon im dritten Jahr an dem Vorhaben teilnehmen.
In Berlin soll versucht werden, den Teilnehmern aus den Nachbarländern ein Konzept zu vermitteln, das es ihnen ermöglicht, ein ähnliches Vorhaben in ihren Ländern zu organisieren.

Erschienen in Rotary Magazin 11/2012

Rotary Magazin 9/2016

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