Editorial - Das Prickeln des Südens

© jessine hein/illustratoren

01.08.2017

Editorial 

Das Prickeln des Südens

René Nehring

Geistreiche Gedanken zu Herkunft, Anbau und Genuss von Zitronen, Limonen und Orangen

Zitronen, Orangen und Limetten sind die großen Exoten in den einheimischen Gärten und Küchen. Aus Asien stammend und über Sizilien und Südeuropa nach Norden gewandert, verleihen sie heute vielen Speisen und Getränken einen besonderen Akzent. Ein paar Spritzer Zitrone verfeinern Braten und Saucen, Orangen werden weltweit zu Säften gepresst, und Limetten geben Cocktails eine prickelnde Note. Auch die Parfümherstellung bedient sich des frischen Aromas der Zitruspflanzen und ihrer Blüten, Blätter und Früchte.

Belebend und inspirierend wirkten die „goldenen Paradiesäpfel“ auch in der Kunst- und Kulturgeschichte. Jahrhundertelang verband sich mit ihnen die Vorstellung von ewiger Jugend. Italienische Maler wie Bartolomeo Bimbi ließen sich ebenso von den „Früchten der Verheißung“ inspirieren wie deutsche Dichter – allen voran Johann Wolfgang von Goethe. Längst haben die Zitrusfrüchte auch die hiesigen Gärten erobert. Auf sommerlichen Terrassen – oder zur kalten Jahreszeit in Orangerien – leuchten sie golden und gelb zwischen dem Rot und Grün der einheimischen Äpfel, Birnen und Beeren.

Und doch haben die Zitrusfrüchte als Gewächse des Mittelmeerraums, die nördlich der Alpen in natürlicher Umgebung nicht gedeihen können, ihren exotischen Charakter nicht verloren. So symbolisieren sie bis heute den Duft und Geschmack des Südens sowie die Sehnsucht nach Licht und Wärme und dem schönen Leben. In diesem Sinne widmen sich die Beiträge ab Seite 32 Herkunft, Anbau und Genuss von Zitronen, Limetten und Orangen.

Unter den Beziehungen zu unseren Nachbarn hat das Verhältnis zu Frankreich einen besonderen Stellenwert. Standen sich Deutsche und Franzosen jahrhundertelang viel zu oft als vermeintliche „Erzfeinde“ gegenüber, so wurden beide Nationen nach dem Zweiten Weltkrieg zu tragenden Säulen der europäischen Einigung. Eine treibende Kraft in diesem Prozess war und ist Rotary. Angefangen bei Konrad Adenauer (Gründungsmitglied des RC Köln am Rhein), der als Bundeskanzler mit dem französischen Präsidenten Charles de Gaulle auf politischer Ebene entscheidend die Weichen stellte, bis hin zu den Rotary Clubs aus beiden Ländern bauten Rotarier in unzähligen Begegnungen Brücken der Verständigung und stifteten persönliche Freundschaften. Die Beiträge ab Seite 14 erinnern daran, dass dieses Engagement nicht erst nach dem Zweiten Weltkrieg begann, sondern bereits in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts.

Im August-Heft erscheinen traditionell die Berichte von den Jahreskonferenzen der österreichischen und deutschen Distrikte. Mehr Information dazu stellen wir Ihnen auf rotary.de zur Verfügung. Wer genau hinsieht, kann seit einigen Jahren beobachten, dass die Besuchszahlen bei den Konferenzen vielfach hinter den Erwartungen der Organisatoren zurückbleiben. Liegt es an der mangelnden Attraktivität dieser – zum überwiegenden Teil – Arbeitssitzungen? Oder interessieren sich die Freunde in den Clubs nicht dafür, was in ihrem Distrikt geschieht? Gerhard Lögters, Past-Governor im Distrikt 1940, hat über diese und weitere Fragen nachgedacht und seine Gedanken aufgeschrieben. Veröffentlicht sind sie online auf rotary.de sowie natürlich in Ihrem August-Heft.

 

Es grüßt Sie herzlichst Ihr

René Nehring
Chefredakteur

Erschienen in Rotary Magazin 8/2017

Rotary Magazin 12/2017

Rotary Magazin Heft 12/2017

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