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Gemeinsame Aktion

Kunst mit Freunden

Gemeinsame Aktion - Kunst mit Freunden
Der Löwe soll die Verbindungen zwischen der niederländischen und deutschen Region Friesland unterstreichen. Diedel Klöver schuf ihn während des rotarischen Kulturprojektes „Call for Artist“ aus 30 Stahlfahrrädern. Die Skulptur lehnt sich an das Kulturzentrum „Blokhuispoot“ in Europas Kulturhauptstadt Leeuwarden an. © Thomas Wolff (alle)

Wenn die Kulturhauptstadt Europas so nah liegt wie in Friesland, dann sollte ein Ausflug drin sein. Beim RC Jever-Jeverland kam noch Kultur-Austausch dazu.

15.08.2018

Ein aus 30 Stahlfahrrädern von Schrott- und Schweißkünstler Diedel Klöver  aus Varel-Rallenbüschen zusammengeschweißter rund 300 Kilogramm schwerer Löwe schmückt seit dem vergangenen Wochenende das Kulturzentrum „Blokhuispoort“ im Zentrum der niederländischen Stadt Leeuwarden. Entstanden ist die Skulptur in der aktuellen europäischen Kulturhauptstadt in dreiwöchiger Arbeit als Teil des gemeinsamen Kulturprojektes der vier Leeuwarder Rotary Clubs, „Artists in Residence - Lepen Mienskip“ (offene Gesellschaft), an dem sich außerdem zehn weitere Künstler aus Malta, Deutschland, Slovenien, Nord-Mazedonien, der Dominikanischen Repubik, Polen, Niederlande und Zimbabwe beteiligt  hatten. Ihr Auftrag war, Friesland aus ihrer eigenen Sicht darzustellen. Entsandt wurde Diedel Klöver für dieses jetzt zu Ende gegangene Projekt vom Rotary Club Jever-Jeverland, der seit 2013 zum niederländischen Rotary Club Leeuwarden-Nijehove intensive und freundschaftliche Kontakte pflegt.

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„Love“ heisst der beeindruckende Brunnen, den der spanische Künsler Jaume Plensa für die europäische Kulturhauptstadt Leeuwarden geschaffen hat. Hier machten die rotarischen Gäste aus dem Jeverland und ihre Gastgeber Station beim Stadtrundgang. Das ständig von einer Wasserwolke umgebene Kunstwerk ist sieben Meter hoch und hat einen Durchmesser von drei Metern.

Der Löwe soll nach Klövers Idee als Wappentier von Leeuwarden und des Landkreises Friesland die Verbindung beider Regionen aufzeigen. Und die Stahlfahrräder sind auch Symbol dafür, dass sowohl in der niederländischen Provinz Friesland mit seiner Hauptstadt Leeuwarden und dem deutschen Friesland viel Fahrrad gefahren wird. Bei einem Besuch der Jeverländer Rotarier bei ihren niederländischen Freunden überzeugte sich jetzt eine 23-köpfige Delegation unter Leitung von Präsident Dr. Gerald Rodemer zum Ende des Projektes von der gelungenen und imposanten Arbeit des international bekannten Schrottkünstlers, der sich gleich nach seiner Zeit in Leeuwarden zu einem nächsten Kulturprojekt nach Teneriffa aufmachte.

Mit der Vorsitzenden der Internationalen Kommission des RC Leeuwarden-Nijehove, Hylkje de Jong, war sich Rodemer einig, dass die Kultur ein wichtiges verbindendes Element ist, um Länder und Regionen zusammenzubringen. Und das hat dieses Projekt denn auch gezeigt. Denn die Niederländer hatten ein interessantes und ansprechendes Besuchsprogramm gestaltet, zu dem der Besuch in den Ateliers der teilnehmenden Künstler gehörte.

Beeindruckend dabei auch die Visite bei Doet Boersma in deren sehenswerter „Kunstacademie“ in der Straße Schrans 44. Die bekannte Malerin aus Leeuwarden war Leiterin des rotarischen Kulturprojektes und freute sich nun, dass künftig der von Klöver geschaffene Löwe für die Freundschaft und die Verbindung beider Regionen steht. Entstanden ist die Skulptur bestehend aus Felgen, Speichen, Schrauben, Ketten, Sätteln und einer Klingel am Bauch in der Werkhalle des metallverarbeitenden Betriebes von Foppe Oreel – laut Gerald Rodemer ist er gemeinsam mit Thomas Wolff (RC Jever-Jeverland) Motor der rotarischen Freundschaft - im Leeuwarder Vorort Hallum. Hier fand Diedel Klöver jede Unterstützung, die er für sein Projekt brauchte.

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Die jeversche Künstlerin Brigitte Frehsee tauschte sich mit Ehemann Volker mit dem Vorsitzenden des Kulturzentrums Dorpskerk Huizum, Peter de Haan (rechts), aus. Sie stellt in der Kirche während einer Gemeinschaftsschau, die sich mit dem Dichter Jan Jacobs Slauerhoff befasst, ab 4. August ihr Bild „Treibgut“ aus.

Voll des Lobes waren die Niederländer über Diedel Klöver, den sie ob seiner freundlichen und liebenswerten Art schnell in ihr Herz geschlossen hatten. Und nur ungern hat auch der Künstler selber Leeuwarden wieder verlassen. Auch er war voll des Lobes über die weltoffenen und freundlichen Bürger in der niederländischen Provinz Friesland, das tolle Flair und die vielen Aktionen in Europas Kulturhauptstadt 2018, den Austausch mit den anderen Künstlern und von seiner sehr netten Gastfamilie und die Unterstützung der so gastfreundlichen Rotarier vor Ort.

Begleitet wurden die Jeverländer Rotarier von Malerin Brigitte Frehsee, Leiterin des Kulturzentrums im Lokschuppen in Jever. Sie beteiligt sich mit ihrem eigens geschaffenen Bild „Treibgut“ an einer internationalen Gemeinschaftsausstellung des Kulturzentrums Dorpskerk Huizum, die am 4. August 2018 eröffnet wurde. Sie nutzte gemeinsam mit ihrem Mann Volker den Besuch, um sich mit dem Vorsitzenden der Gemeinschaft, Peter de Haan, auszutauschen.