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Bildung

Einblicke in den Traumberuf

Bildung - Einblicke in den Traumberuf
Authentische Einblicke in den Berufsalltag, hier beim Berufsinfotag in Hamm

18.06.2012

Im Unterschied zu Berufsberatern, die über viele Berufe aus zweiter Hand informieren können, kann jedes Mitglied eines Rotary Clubs authentische Einblicke in einen, nämlich seinen Beruf vermitteln. Attraktiv sind daher die Veranstaltungen, in denen es gelingt, angehende Schulabgänger mit Vertretern ihrer Traumberufe zusammenzubringen. Das scheint etwa in Dortmund zu gelingen, wo seit vier Jahren alle fünf Clubs gemeinsam einen Berufsinformationstag organisieren. Bis zu 1000 Schüler der gymnasialen Oberstufe finden Auskunft und Rat bei 120 Profis.

Ein Schlüssel zum Erfolg ist die gute Zusammenarbeit mit Schulen. Viele Veranstaltungen finden in Schulen statt, alle werden über Schulen angekündigt. In Bad Salzuflen hat man sich an das deutschlandweite rotarische Projekt „Meet the Professionals“ angeschlossen, um Berufswünsche schon vorher abzufragen.

Gute Erfahrungen wurden über die Zusammenarbeit mit weiteren örtlichen Partnern berichtet, etwa mit der Arbeitsagentur. Obwohl die rotarischen Veranstaltungen an den meisten Orten ausdrücklich keine Jobbörsen sind, gibt es doch Ansätze, konkrete Erfahrungen zu vermitteln. In Paderborn, wo seit vier Jahren jeweils über 1000 Jugendliche an der Veranstaltung teilnehmen, wurden 35 Berufsbilder jeweils anhand eines Projekts aus der täglichen Arbeit vorgestellt.

Bisher richtet sich die Berufsinformation an Schüler der gymnasialen Oberstufe und konzentriert sich auf akademische Berufe. In Dortmund wurde erstmals ein Berufsinformationsprogramm an einer Hauptschule durchgeführt. 20 Unternehmen gaben Einblick in die Aufgaben der Lehrberufe, Paten begleiten die Azubis weiter. Einen anderen Weg geht das Projekt „Funkensprung“ des Rotary Clubs Witten-Hohenstein, das sich an die 9. Realschulklassen richtet. Hier sind es Azubis, die ihre Ausbildungsberufe vorstellen und Tipps zur Bewerbung um Lehrstellen geben. Auch in diesem Jahr sprang der Funke über.

Dieser Beitrag ist im Rotary Magazin 5/2012 erschienen.