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Weltwassertag

Wasser sollte selbstverständlich sein

Weltwassertag - Wasser sollte selbstverständlich sein
© Rotary International

22.03.2013

Wussten Sie,

  • dass 2,6 Milliarden Menschen auf der Welt keinen Zugang zu adäquaten sanitären Anlagen haben?
  • dass 884 Millionen Menschen kein sauberes Trinkwasser haben?
  • dass 6.000 Kinder jeden Tag an Durchfallerkrankungen sterben, die durch fehlende Hygiene und verseuchtes Wasser verursacht werden?
  • dass Frauen in einigen Ländern Afrikas täglich bis zu 6 Stunden täglich mit Wasserholen verbringen?



Mehr als zwei Millionen Menschen sterben jedes Jahr an den Folgen verunreinigten Wassers, da sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen haben.

Die Themen Wasser und Hygiene sind zwei der wichtigsten Anliegen für Rotary Clubs, so Past RI-Präsident John Kenny, der 2007 mit dem President's Award for Outstanding Voluntary Service to WaterAid ausgezeichnet wurde. "Ich bitte Sie, sich ganz besonders der Verbesserung von Wasser- und Hygiene-Situationen zu widmen, denn der Wassermangel ist in vielen Teilen dieser Erde ein immer ernsthafteres Problem", erklärte Kenny. Heute zählt das Thema "Wasser" zu einem von sechs Schwerpunktbereichen der humanitären Arbeit Rotarys.


Zwischen 1978 und 2009 vergab die Rotary Foundation mehr als 4.900 Grants in Höhe von insgesamt 52,7 Millionen USD an Wasserprojekte auf der ganzen Welt. Diese durch Clubs und Distrikte initiierten Bemühungen tragen allesamt dazu bei, die Millenniumsziele der UN zu erfüllen, welche unter anderem darauf abzielen, bis 2015 die Anzahl der Menschen, die ohne nachhaltigen Zugang zu sauberem Trinkwasser und sanitären Einrichtungen leben müssen, um 50% zu reduzieren.

Die "Water and Sanitation Rotarian Action Group" wurde 2007 von Rotariern gegründet, mit dem Fokus sich auf eine nachhaltige Entwicklung von Wasser- und Sanitätsprojekten zu spezialisieren. Dank des internationalen Netzwerks von mehr als 1,2 Mio. Rotariern weltweit, ist es Rotary möglich, langfristig erfolgreiche Wasserprojekte umzusetzen. Denn Rotarier wissen um die Bedürfnisse in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld und die kulturellen Besonderheiten.

In einem Interview mit dem Magazin "Rotary Leader" erklärte Ron Denham, Vorsitzender der WASRAG, fünf Schritte zu einem erfolgreichen Wasserprojekt:

  • Tatsächliche Bedarfe verstehen. Führen Sie eine Bedarfsanalyse durch. Welches Problem besteht tatsächlich im Gemeinwesen und durch welche Art von Projekt kann es gelöst werden? Unterstützung hierbei bietet die Publikation "Hilfen für kommunale Bestandsaufnahmen".
  • Partnerschaften. Ermitteln Sie internationale Clubs, die bei der Finanzierung und durch Fachwissen helfen können.
  • Die richtige Technik. Bei der Auswahl der verwendeten Technik sollte das Gemeinwesen mit einbezogen werden, denn dieses wird später die Wartungskosten zu tragen haben. Hilfreiche Artikel zur richtigen Technik gibt es auf der Website der WASRAG.
  • Planung der Wartung. Denham empfiehlt während der Umsetzung eines Projekts auch Trainings anzubieten, bei denen Mitglieder aus dem Gemeinwesen den Umgang mit der Ausrüstung lernen und Geschäftspraktiken erfahren, wie Gebühren für Wartung und Reparaturen eingesammelt werden können.
  • Hygieneaspekt. Laut UNICEF kann durch das Waschen der Hände mit Seife das Risiko an Durchfallerkrankungen zu versterben um 44% gesenkt werden. Auf dem WASRAG Welt-Wasser-Gipfel 2011 empfahlen die Referenten, die Umsetzung einfacher Hygieneprojekte mit realistischen Erwartungen.

 


So können Sie helfen

Die Rotary Foundation stellt sicher, dass Menschen nachhaltigen Zugang zu sauberem Wasser und sanitären Anlagen haben durch:

  • Die Erweiterung eines gleichberechtigten Zugangs zu sauberem Trinkwasser und elementaren sanitären Anlagen
  • Die Förderung von Gemeinwesen bei der Entwicklung und der Pflege nachhaltiger Wasser- und Sanitärsysteme
  • Die Aufklärung von Gemeinwesen über sauberes Wasser, Abwasserentsorgung und Hygiene
  • Die Unterstützung von Studien in den Bereichen Wasser und Hygiene