Spendenverwaltung - Ihre Spende von A bis Z

© Illustrationen: Gwen Kereval

01.05.2017

Spendenverwaltung

Ihre Spende von A bis Z

Bei der Rotary Foundation ist Ihr Geld am besten ­aufgehoben. Warum, das wollen wir hier erläutern.

Insgesamt 100 von 100 möglichen Punkten – das ist die Höchstwertung, die die Rotary Foundation 2016 von Charity Navigator, der wichtigsten Rating-Agentur für humanitäre Organisa­tionen, erhielt. Und es war das neunte Mal in Folge, dass die Foundation dieses Güte­siegel der Vier-Sterne-Bewertung für ­seine umsichtige und transparente Spendenverwaltung erhielt. Nur ein Prozent aller humanitären Organisationen in den USA erhalten diese Höchstwertung! Da­rüber hinaus wurde die Foundation von der ame­rikanischen Vereinigung von Spendenfach­leuten (Association of Fundraising Profes­sionals) als Outstanding Foundation 2016 gekürt – auch das eine Ehrung, die zuvor nur namhaften Stiftungen wie der Kellogg oder MacArthur Stiftung zugedacht wurden. Das zeigt: Eine Spende an die Rotary Foundation ist eine kluge Zukunftsinvestition. Lesen Sie hier, wie diese Spenden verwaltet werden, um eine optimale, nachhaltige Wirkung zu erzielen.

Einsatz der Spende
Zunächst einmal ist die Unterstützung der Rotary Foundation ein einfacher Weg, phi­lanthropische Ziele zu erreichen, denn die Stiftung ist in so vielen Bereichen aktiv, dass bestimmt für jeden etwas dabei ist – ob es um Trinkwasser in Trockenzonen geht, um die Ausrottung der Kinderlähmung oder um ein ganz bestimmtes Grant-­Projekt. Selbst die kleinsten Spenden kön­nen einem bestimmten Fonds zugewiesen werden, ob zu einem Global Grant oder einem Schwerpunktbereich, betont auch April Jensen, Mitglied im Rotary Club Evanston und bei der Foundation in der Fondsentwicklung tätig. Spenden können aber auch unbestimmt geleistet werden, sodass die Foundation das Geld flexibel dort einsetzen kann, wo es derzeit am meis­ten gebraucht wird.

Auch wenn Sie schon einmal daran gedacht haben, ein Stipendium in Ihrem Namen oder eine Familienstiftung einzurichten, aber von dem Verwaltungsaufwand abgeschreckt wurden, sind Sie bei der Rotary Foundation an der richtigen Adresse. Bei einer Spende über 25.000 Dollar erhalten Sie jedes Jahr einen persönlichen, detaillierten Bericht darüber, welche Projekte Sie mit Ihrer Spende unterstützt haben. Und Sie können Ihre Spendeneinlage auf vielfache Weise einrichten, so wie es Ihnen gerade passt – ob als Barspende oder als Vermächtnis.  

Investition des Geldes
Im Rechnungsjahr 2015/16 gingen 91 Prozent der Foundation-­Spenden an Programme und Grants, und nur neun Prozent wurden für Verwaltungskosten aufgewendet. Wie macht die Foundation das möglich?

Die Antwort gibt Ron D. Burton, Past-Präsi­dent von Rotary und derzeitiger Vorsitzen­der des Investitionsausschusses der Foundation: „Um sicherzustellen, dass Projekte die notwendigen Mittel zur Verfügung haben, werden alle Beiträge an den Jahres­fonds (Annual Fund) der Foundation für drei Jahre angelegt.“ Zum Investitionsausschuss, der diese Anlagen beaufsichtigt, gehören drei Mitglieder des Kuratoriums der Foundation (Trustees) sowie sechs ro­ta­rische Finanzfachleute. Nach drei Jah­ren dienen die Investitionsrenditen dann der Bestreitung der Betriebskosten der Foundation. Nach Abschluss des Investitionszeitraumes werden die Spenden zu jeweils 50 Prozent an die DDF-Guthaben der Rotary-­Distrikte zu deren Weiterverwendung verteilt, die anderen 50 Prozent gehen an den sogenannten World Fund. Dies ist ein Pool, aus dem die Trustees Gelder als Zuwendungen (Grants) an rotarische Projekte vergeben.

Grant-Vergabe
Wenn ein Projekt eine Zuwendung erhält, wie wird dann ­sichergestellt, dass das Geld auch optimal eingesetzt wird, um eine nachhaltige Wirkung zu erzielen? „Nachhaltigkeit beginnt mit einer Bestandsaufnahme im Gemein­we­sen“, meint dazu ­Philip J. Silvers, Past RI Director und Vorsitzender des technischen Berater­stabes der Foundation (dem sogenannten Cadre of Technical Advisers).

Das bedeutet, dass die Mitglieder von Rotary Clubs in ihre Gemeinwesen hinein­horchen und in Gesprächen mit Verwandten, Bekannten, Gemeindevertretern und anderen ermitteln, welcher Bedarf für Hilfs­projekte überhaupt besteht – und wie diesem am besten entsprochen werden kann. Erst dann geht es an die Projektplanung. „Was nun als Projekt entsteht, trägt die Handschrift des Gemeinwesens. So stellen wir sicher, dass ein Projekt auch langfristig funktionieren kann. Das heißt, wir wollen nicht nur Unterstützung – wir wollen Verantwortungsübernahme. Wir wol­len von Anfang an, dass es von den Men­schen vor Ort übernommen und getra­gen wird.“

Global-Grant-Projekte müssen zudem sechs Elemente der Nachhaltigkeit im Pro­jektdesign berücksichtigen, damit sie ge­nehmigt werden können: Planungsbeginn im Gemeinwesen, Anregung zu lokaler Übernahme, Einbindung von Trainingskomponenten, lokale Beschaffung, lo­kale Finanzierungsquellen und konsequente Erfolgsmessung. Die strengen Auflagen sichern den langfristigen Erfolg – und be­legen die Sorgfaltsverpflichtung, die wir den Spendern schulden.

Aber keine Sorge: Projektsponsoren müssen all das nicht selbst herausfinden. Denn Mitarbeiter der Rotary Foundation helfen beim Projektdesign. Die sogenannten Grant Officers in Evanston sind kompe­tente Berater, die über regionale und kul­turelle Fragestellungen Bescheid wissen, und die Manager der Schwerpunktbereiche verfügen über einschlägige Praxis­erfahrung.

Indem Clubs bereits frühzeitig mit lokalen und regionalen Experten zusammenarbei­ten, entstehen Projekte mit großem Umfan­g und Wirkung. Auch die vom Governor bestellten Distriktbeauftragten für den internationalen Dienst können Verbindun­gen mit Rotariern und/oder Experten her­stellen, zum Beispiel mit Rotarian Action Groups ebenso wie mit Rotaractern, Friedensstipendiaten oder anderen Programm- absolventen. Diese ehrenamtlichen Hel­fer können zusätzliche wertvolle Erfahrungen in Projekte einbringen.

Im Design eines Global Grants müssen sechs Nachhaltigkeitselemente berücksich­tigt werden:

  • Planungsbeginn im Gemeinwesen
  • Lokale Verantwortung
  • Training
  • Lokale Materialbeschaffung
  • Lokale Finanzierungsquellen
  • Erfolgsmessung

Erschienen in Rotary Magazin 5/2017

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