Expertenteam erarbeitet Anleitung - Wasserprojekte richtig planen

In einem großen Distriktkrankenhaus in Madagaskar wurden sechs Wasserzisternen installiert, um Regenwasser als Brauchwasser zu nutzen © Maik Herrmann

01.08.2016

Expertenteam erarbeitet Anleitung 

Wasserprojekte richtig planen

Gerd Behrendt

Ein Expertenteam hat dazu eine Anleitung erarbeitet, die jetzt allen interessierten Rotary Clubs zur Verfügung steht und auch in anderen Projektbereichen nützlich ist.

Der Anstoß ergab sich aus einigen gescheiterten Projekten. Fehleinschätzungen führten mitunter zu Verzögerungen, Zeit- und Kostenplanungen liefen aus dem Ruder. So fanden sich aus dem Team der Distrikt-Wasserkoordinatoren fünf Freunde zusammen, die ein Handbuch zur erfolgreichen Durchführung von Wasserprojekten er­arbeiteten. Zusätzliche Unterstützung kam vom Verein Wasser ohne Grenzen (WoG). Unter Federführung des Distrikts 1880 führt WoG derzeit ein mustergültiges Wasser-/Abwasserprojekt in Madagaskar durch.

Die Anleitung beschreibt in sechs Phasen den gesamten Projektablauf von Vorbereitung/Projektauswahl/Clubpartnersuche über Projektierung, Kostenkalkulation, Installation der Anlage und Inbetriebnahme, Schulung/Ausbildung/Nachhaltigkeit bis zum Abschlussbericht. Sie besteht aus umfangreichen Checklisten, die Schritt für Schritt abgearbeitet werden können.

Insbesondere werden die Vorgaben für die Finanzierung gemäß Global Grant Manual berücksichtigt. Jede Phase wird mit einem Review abgeschlossen, in dem vom Projektleiter die Erfüllung aller Aktivitäten dargestellt oder noch offene Punkte oder zu erwartende Risiken beschrieben werden. Der Projektleiter ist zuständig für das Protokoll und sorgt für die notwendigen Entscheidungen. Die projektbegleitende Kostenabrechnung sollte unbedingt in Deutschland erfolgen (in Abstimmung mit dem Club vor Ort oder anderen dort tätigen Organisationen). Und: Der Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. (RDG) sollte mit einbezogen werden.

Die Vorbereitungsphase ist die wichtigste, hier legen die Projektplaner die Re­levanz jeder geplanten Aktivität fest. Sie können so den Aufwand des Gesamtprojekts relativ sicher einschätzen. Die Kosten, die in dieser Phase entstehen, sind in der Regel durch den das Projekt initiierenden Club zu tragen. Hilfestellung bei der Beantragung von Fördermitteln, bei der Projektabwicklung und der Kostenkontrolle bietet Ihnen der Verein WoG.

Von grundlegender Bedeutung ist auch die Einbeziehung der örtlichen Bevölkerung und der Behörden, was am bestendirekt vor Ort passieren sollte. Allerdings gehören auch diese Kosten zur ersten Phase und sind vom Club zu tragen. Bei größeren Projekten ist die Zusammenarbeit mehrerer Clubs empfehlenswert. WoG hilft bei der Suche nach Partnern und gibt Empfehlungen für die Durchführung und Finanzierung von Projekten. Dabei kommen viele Geldgeber in Betracht. Um auch die Rotary Foundation beteiligen zu können, müssen einige Spielregeln beachtet werden. Unser Team gibt dabei sachkundige Unterstützung zu District Grants, Global Grants, zur Zusammenarbeit mit RDG wie auch zu Programmen des BMZ. Die Anleitung kann bei jedem Team­mitglied, bei WoG sowie bei allen Wasserkoordinatoren der Distrikte ange­fordert werden.

Erschienen in Rotary Magazin 8/2016

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