https://rotary.de/wirtschaft/wintertourismus-ist-nicht-verzichtbar-a-22220.html
Entscheider

„Wintertourismus ist nicht verzichtbar“

Entscheider - „Wintertourismus ist  nicht verzichtbar“
Eine traumhafte Gegend: Im Hintergrund von Erich Egger ist der Zeller See zu sehen, auf den man von der Schmittenhöhe aus blickt. © Nikolaus Faistauer

Trotz der Klimaveränderung sieht Erich Egger, Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, keine Gefahr für den Wintertourismus in Österreich. Kleinere, niedrig gelegene Skigebiete sollten aber umdenken.

01.08.2023

Der nächste Winter kommt bestimmt. Und damit die nächste Diskussion über Skipisten und Umweltverträglichkeit. Der Skitourismus in guten, höheren Lagen ist für Erich Egger schon alleine wegen der Wertschöpfung alternativlos. Aber es gilt, auf die Entwicklung zu reagieren.

Was ist denn für dich die anstrengendere Zeit? Der Sommer jetzt mit den Vorbereitungen und Bautätigkeiten für den Winter oder die Hauptsaison im Winter?

Schon der Winter, da machen wir zirka 80 Prozent der Wertschöpfung, wiewohl der Sommer sehr wichtig geworden ist und uns hilft, Fixkosten abzudecken und die Leute in Beschäftigung zu halten. Der Winter ist deshalb für mich anstrengend, weil wir zwar vieles im Griff haben, aber nicht das Wetter. Schon im Herbst fragen wir uns, wie werden die Temperaturen sein, können wir rechtzeitig die Grundbeschneiung machen? Außerdem ist unsere Branche ja verrückt, denn wir schießen zu Weihnachten von faktisch null auf hundert Prozent, das ist der erste Höhepunkt der Wintersaison, und das fordert natürlich.

Nun werden durch die Klimaveränderung die Winter eher kürzer. Wie bereitet man sich darauf vor?

2023, egger, entscheider
Nostalgisch mit Holzski: Erich Egger beim 90-Jahre-Schmitten-Fernlauf am Schmitten-Gipfel, im Hintergrund die fantastische Bergkulisse © Faistauer

Man sagt zwar, die Winter werden kürzer, die Schneedeckendauer hat sich aber nicht wesentlich verändert. Durch die technische Beschneiung haben wir das bis jetzt immer noch von Mitte Dezember bis etwa Anfang April sichern können. Der Warmwettereinbruch im vergangenen Dezember war schon schwierig, trotzdem waren die Gäste sehr zufrieden. Berge sind unberechenbar. Wir hatten einen sehr guten Winter. Einschränkung - ich bin ja auch Sprecher der Salzburger Seilbahnen - die kleineren und tiefer gelegenen Schigebiete und die im
Voralpenbereich, die hat es schwer erwischt, die hatten zum Teil nur die Hälfte der Betriebstage.

Es haben nun eben nicht alle die Höhenlage wie die Schmitten. Muss das Tourismusland Österreich insgesamt umdenken?

Ich glaube, man muss nicht komplett umdenken. Ich sehe auch keine andere Perspektive für die Alpen. Der Winter ist nunmal die Hauptsaison. Es wird aber notwendig sein, da und dort Ergänzungen und Alternativen an-
zubieten. Aber die Leute kommen nach wie vor zu 80, 90 Prozent zum Schifahren zu uns. Das macht diesen
unglaublichen Erfolg des Wintertourismus aus.

Schifahren war immer schon ein teurer Sport, jetzt kommt die Inflation dazu. Wird Schifahren unleistbar, vor allem für Familien?

Nein, denn wir bieten ja ein breites Spektrum an. Wenn ich ein Auto kaufe orientiere ich mich ja auch nicht nur am Bentley, da gibt es ja auch günstigere Autos. Und auch bei den Skigebieten haben wir für jede Geldbörse etwas, kleinere Gebiete und auch Quartiere, die deutlich günstiger sind.

Das heißt, du siehst keine Gefahr, dass Österreich sein Image als Wintersportland verlieren könnte oder verändern müsste?

Nein, im Gegenteil! Ich glaube, dass das Image als Wintersportland extrem gut ist. Wir haben ein tolles Preis-
Leistungs-Verhältnis, super Anlagen, gute Gastronomie und Beherbergungsangebote, wirklich für jede Geldbörse. Wir bemühen uns auch, dass wir die Jugend wieder verstärkt zum Schifahren bringen, und die meisten Bundesländer machen gute Angebote für Skiwochen für ihre Schülerinnen und Schüler, da sind wir sehr optimistisch.

Die Bahnen der Schmittenhöhe befördern 80 Prozent ihrer Gäste im Winter. Auf ganz Österreich gerechnet kommen aber 55 Prozent der Gäste im Sommer. Verschiebt sich da etwas?

Ja, wir bringen durch gute Angebote auch im Sommer zunehmend viele Gäste auf den Berg, vor allem in den Gegenden, wo Mountainbiken erlaubt ist. Das boomt. In Saalbach-Hinterglemm zum Beispiel konnten die Übernachtungszahlen im Sommer deutlich gesteigert werden Aber letztlich ist die Wertschöpfung im Winter nach wie vor größer.

Aber im Städtetourismus ist der Sommer stärker.

Stimmt, aber wir könnten in den inneralpinen Regionen auf den Wintertourismus in keiner Weise verzichten.

Wie siehst du die Entwicklung im Tourismus für Österreich insgesamt?

Die Bedeutung des Tourismus ist unbestritten. Das haben die Verwerfungen durch die Coronaepidemie gezeigt,
als wir ins Nichts abgestürzt sind und Betriebe schließen mussten. Aber zugleich haben die Alpen einen unglaublichen Aufschwung erhalten. Alle haben erfahren, wie wichtig die Natur ist, wie wichtig es ist, im Freien sein zu können. Auf der Welle müssen wir unser Angebot weiterentwickeln. Das sollte auch beinhalten, dass wir auf die Natur achten und dass Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu uns kommen können. Die klassischen Tourismusorte sind schon seit der Monarchie mit der Giselabahn, das ist heute die Westbahn, erreichbar. An dieser Kette hängen ganz prominente Destinationen wie Bad Gastein, Zell am See, Kitzbühel, der Arlberg mit St. Anton, also da hat man schon eine gute Basis gelegt. Jetzt geht es darum, diese Achse auszubauen und zu verbessern.

Das Angebot auszubauen heißt aber auch, riesige Investitionen zu tätigen. Der Speicherteich Plettsaukopf hat 14 Millionen Euro gekostet. Wie lange kann man das so weitertreiben? Oder ist da nicht schon ein endgültiges Plateau erreicht?

Wir haben durch Corona einen massiven Einbruch erlebt und haben 2021 durch die Verluste, die wir erlitten haben, auch die Investitionen zurückgenommen. Treiber für Investitionen sind aber nicht zuletzt die gesetzlichen Vorgaben, wo Konzessionen ablaufen würden oder Sicherheitsmaßnahmen bei älteren Anlagen. Die beliebte Sonnkogelbahn, ein altgedienter Dreiersessellift, wird gerade jetzt durch eine neue Anlage ersetzt, die uns hoffentlich viel Freude machen wird. Das ist die erste Anlage in Österreich im Wechselbetrieb, aber nicht so, wie man es jetzt schon hat, dass bei einer Bahn einmal ein Sessel kommt und dann eine Kabine, sondern diese Bahn wird im Winter Sessel haben, weil die Skifahrer nicht abschnallen wollen, und im Sommer bequeme
Kabinen, für Spaziergänger mit Oma, Kinderwagen und Hund.

Das heißt, die Investitionen sind überwiegend durch Erneuerungen und Instandhaltungen bedingt und weniger durch Ausbau?

Ja, im Wesentlichen ist die Ausdehnung der österreichischen Schigebiete abgeschlossen. Es gibt ja kaum noch Möglichkeiten für Erweiterungen. Oft sind Neuerschließung ohnehin gesetzlich verboten. Und wenn wo etwas geplant ist, gibt es riesige Widerstände. Also die Entwicklung der Skigebiete hat schon sehr enge Grenzen, in fast allen Bundesländern. Aber die Anlagen in Österreich sind durch die Bank sehr modern. Wir investieren jetzt
überwiegend in die Beschneiung. Den Speicherteich Plettsaukopf hast du angesprochen. Das ist wichtig, weil es
ja sein kann, dass das Temperaturfenster zum Beschneien nur sehr kurz ist, und da muss es schlagartig gehen.

Aber gibt es nicht auch da steigenden Widerstand?

Ja, der Widerstand entsteht vor allem aus Unverständnis. Die Bilder von den Schneekanonen sind immer sehr imposant. Bei uns auf der Schmitten läuft eine Kanone im Schnitt zehn Tage im Jahr, 240 Stunden, und nicht länger. Die Leute glauben immer, das Ding rennt Monate lang und verbraucht irrsinnig viel Energie. Aber das stimmt einfach nicht. Der Strombedarf für alle Seilbahnen in Österreich inklusive Beschneiung ist geringer als der für die Standby-Geräte in den Haushalten. Die laufen Tag und Nacht, und Computer laufen 365 Tage im Jahr, aber dagegen hat es noch nie einen Protest gegeben.

Große Investitionen haben lange Vorlaufzeiten. Euer Unternehmen macht für die Finanzierungsplanung sogar eine Zehn-Jahres-Vorschau. Besteht da nicht die Gefahr, dass
man – Stichwort Klimaveränderung – in eine ungewisse Zukunft plant?

Nein, wir planen nicht in eine ungewisse Zukunft. Gemäß den österreichischen Klimaszenarien ist das Skifahren bis 2050 überhaupt kein Thema. Natürlich, mit zunehmender Erwärmung steigt die Schneefallgrenze, man sagt ungefähr um 200 Meter mit einem Grad höherer Temperaturen. Das ist für nieder gelegene Tourismusorte und für lange Talabfahrten möglicherweise ein Problem. Das ist aber nicht das Ende des Wintertourismus. 

Der Freizeitalpinismus ist relativ jung. Auf die Schmitten gibt es seit 150 Jahren einen Weg, damals wurde auch das erste Schutzhaus gebaut. Dann ging die Entwicklung sehr rasch. Die ökonomische Bedeutung haben wir schon beleuchtet, aber können wir diesen Level halten? Oder müssen wir für den Naturschutz wieder etwas zurückstecken? Die Landwirtschaft hat immer größere Probleme, die Almen zu bewirtschaften und am Leben zu erhalten und so weiter. Und viele sagen, wir hätten mit dem Tourismus insgesamt die Natur schon überdehnt. Stimmt das?

Diese Frage hat viele Aspekte, einige haben wir ja schon besprochen. Wir haben eine ökologische Pistenstudie in Auftrag gegeben beim Institut für Ökologie, das sind unabhängige Experten, und das Ergebnis war, dass bei uns auf den Pisten in diesen Höhenlagen auf den Grasbergen das Leben wirklich noch sehr gut intakt ist und wir sehr vielfältige Flora und Fauna haben. Dass war schon eine Überraschung.

Jeder will die unberührte Natur, aber das ist ja nicht möglich bei einem Massentourismus!

Die Frage ist, was ist unberührt? Die total unberührte Natur finde ich vielleicht im Nationalpark Hohe Tauern, und selbst dort muss man zum Beispiel auch Rückhaltebecken bauen, weil sonst die Kulturlandschaft im Tal überschwemmt wird und das Leben dort nicht mehr möglich wäre. Also, wir leben in einem Kulturraum, der ist über Jahrhunderte von Menschen geprägt. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Bergbau. Das sind alles massive Eingriffe und das ist da und dort schon überdehnt, das ist zu viel. Auf der anderen Seite gibt es aber jetzt auch Entwicklungen, dass dieser Naturraum aufgelassen wird. Auf den Almen haben wir zwei Bedrohungen. Es gibt immer weniger Bauern, die die Räume bewirtschaften, und zum anderen haben wir jetzt auch noch den Wolf vor der Haustüre, der dazu führt, dass noch weniger Bauern ihre Tiere auf die Almen auftreiben wollen, und dann werden die Almen zuwachsen, zuerst mit Gestrüpp, dann wird es Wald. Dann werden viele von den geschützten Arten, die wir auf unseren Pisten jetzt noch haben, Heuschrecken, Falter, Wildbienen, dort nicht mehr vorkommen. Das ist eigentlich eine groteske Situation.

Grotesk, weil die Pisten zu Garanten für die Wiesen geworden sind?

Die Pisten sind offene Wiesen. Wir mähen nur einmal, und zwar sehr spät. Das ist sehr wichtig für die Blumen, und wir düngen nicht. Im Tal ist das anders. Im Flachland beginnt das große Sterben schon im Frühjahr, wenn die Kreiselmäher drüber fahren. Dort sind die bodenbrütenden Singvögel fast ausgestorben. Das will man natürlich nicht gern hören, denn natürlich brauchen wir die Landwirtschaft, aber die ist so intensiv geworden. Da passt unsere Pistenstudie unseren Gegnern nicht ins Bild. Wenn die behaupten, unter den beschneiten Pisten stirbt alles ab, dann stimmt das einfach nicht. Ganz im Gegenteil.

Auf den Tourismus wirken eben viele Kräfte ein. Hier in Zell am See gibt es zudem noch ein anderes Thema: die vielen Gäste aus dem arabischen Raum. Das hat eine Kulturdiskussion ausgelöst. Ist die noch immer so heftig?

Es kommen Gäste aus der ganzen Welt zu uns, aus über 60 verschiedene Nationen. Wir sind einer der internationalsten Tourismusorte in Österreich, nach den Städten, und wir sind sehr offen für Gäste. Es gibt aber meistens dann Probleme mit einer Gästegruppe, wenn sie dominant geworden ist. Das waren zur Zeit meiner Eltern die Franzosen, dann eine Zeitlang die Skandinavier, mit dem Alkohol. Dann sind die Russen kommen, und jetzt sind es die arabischen Gäste. Wenn eine Gästegruppe sehr dominant wird, dann gibt es meistens Probleme, wichtig ist ein ausgewogenes Verhältnis.

Man hat den arabischen Gästen Handouts gegeben, wie man sich in einem mitteleuropäischen Land verhält betreffend Kleidung, Grüßen, Mülltrennung et cetera. Braucht es das wirklich?

Ich war ein paar Mal im Oman und in Dubai und wenn man in ein fremdes Land kommt erkundigt man sich, wie man sich dort verhält. Also ich zumindest mache das. Diesen Zugang hat man auch in Zell am See umzusetzen versucht. Man erwartet ein Verhalten, und die wissen gar nicht, wie sie sich verhalten sollen. Also informiert man sie.

Kann man nicht verlangen, dass sich die Gäste schon vorab informieren?

Das machen aber nicht alle. Bei uns hat man eine Broschüre gemacht für die arabischen Gäste, dabei die Themen sehr mit Samthandschuhen angegriffen, aber das Problem war, dass das nur in Arabisch und in Englisch aufgelegt wurde. Die Gäste haben dann empfunden, das wäre nur an eine Ethnie gerichtet. Man hätte diese Broschüre in fünf verschiedenen Sprachen auflegen müssen und damit signalisiert, dass das Gäste aus allen Ländern betrifft. Denn dieses Aufeinanderprallen von Kulturen haben wir ja zum Beispiel auch mit chinesischen oder indischen Gästen.

Die zentrale Frage ist ja: Muss sich im Tourismus der Gast dem Gastland oder das Gastland dem Gast anpassen?

Also, ich bin immer sehr für ein Miteinander. Wir müssen aufeinander zugehen. Aber wenn ich ein Land bereise, dann erkundige ich mich schon, wie dort die Gegebenheiten sind, zum Beispiel die Regeln beim Autofahren, damit ich da nicht in irgendwelche Schwierigkeiten gerate.

Muss sich ein Tourismusland, überspitzt formuliert, anbiedern, um ausreichend Gäste und damit Einnahmen zu bekommen?

Nein, wir biedern uns nicht an. Das ist nicht notwendig und wir stehen für das, was wir sind. Aber man muss auch auf die Gäste zugehen, um ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Wir müssen auch keine Gipfelkreuze weggeben oder in einer Seilbahnstation einen Gebetsraum einrichten.

Vor einigen Jahrzehnten hat die Piefkesaga im Fernsehen im Verhältnis zwischen Österreich und Deutschland für einige Aufregung gesorgt. Ist das Thema immer noch irgendwie aktuell, jetzt eben mit anderen Gästegruppen?

Naja, mit der Piefkesaga hat Felix Mitterer schon den Finger in die Wunde gelegt, weil man da und dort wirklich übertrieben hat. Man kann nicht wöchentlich einen Almabtrieb aus touristischen Gründen organisieren. Das ist Verrat an unserer Tradition, am bäuerlichen Leben, an unseren Werten. Das lehne ich ab. Unsere Gäste wollen ja erleben, wie es bei uns wirklich ist. Aber wenn ich Rückmeldungen bekomme von Gästen aus Deutschland oder aus Skandinavien, dass sie nicht mehr nach Zell am See kommen wollen, weil sie am Stadtplatz glauben, sie wären in Little Dubai, und das möchten sie nicht, dann muss man das schon auch ernst nehmen. Es geht um Vielfalt und Ausgewogenheit. Ich glaube sogar, dass wir offener sind für unsere Gäste als Teile unserer Gäste anderen Gästegruppen gegenüber.

Das Verhältnis zu den deutschen Gästen hat sich doch weitgehend entspannt im Vergleich zu der Situation aus der Piefkesaga, oder?

Ja, sehr! Und die deutschen Gäste erwarten auch nicht mehr eine Speisekarte mit Eisbein oder so. Das hat sich völlig entspannt. Gerade in der Kulinarik setzen wir in unseren eigenen Restaurants stark auf regionale Küche, und das kommt sehr gut an.

Apropos Restaurants, habt ihr auch das große Personalproblem, das die Gastronomie sonst überall im Land hat?

Ja, keine Frage. Andererseits machen wir viel, um unsere Stammmitarbeiter halten zu können. Wir werden jetzt ein eigenes Personalhaus mit 38 Wohneinheiten bauen, eines haben wir schon mit 14 Wohnungen. Und wir entwickeln uns ja auch zunehmend zu einem Ganzjahresbetrieb, mit nur kurzen Schließzeiten zwischen den Saisonen.

Tourismus ist Begegnung. Treffen sich da bei dir Beruf und das rotarische Leben?

Ja, ich habe beruflich immer mit Gästen zu tun und es freut mich natürlich, wenn ich auch in unserem Club Gäste aus Europa oder aus Amerika begrüßen und kennenlernen kann. Das fördert die Offenheit. Dabei bekommen wir jetzt auch mit der jungen Garde der Rotaracter einen unglaublichen Drive dazu. Wir haben im Pinzgau gemeinsam mit Saalfelden einen Rotaract Club gegründet und die jungen Damen und Herren bringen da frischen Schwung hinein.

Dein Club selbst hat aber noch keine Damen! Muss sich das nicht auch ändern?

Das wird sich dann ändern, wenn die ersten Frauen vom Rotaract Club bei uns anklopfen. Wir können dann nicht sagen, die nehmen wir nicht, wo wir doch selber diesen Club mitgegründet haben. Also, das ist nur eine Frage der Zeit. Ich habe auch immer gesagt, ich mache erst den Präsidenten, wenn die erste Dame aufgenommen ist. Wir legen schon sehr lange im Vorhinein die Präsidentschaften fest und ich bin in vier Jahren geplant. Also bis dahin sollte eine Frau aufgenommen sein.

Das Gespräch führte Hubert Nowak


Zur Person

Dr. Erich Egger, RC Zell am See geb. 1959, Studium der Betriebswirtschaft in Innsbruck. Seit 2008 Vorstand der Schmittenhöhebahn AG, seit 2009 Alleinvorstand. Seit 2020 leitende Funktionen in der Fachgruppe der Salzburger Seilbahnen und im Fachverband der Seilbahnen der Wirtschaftskammer Österreich.


Daten und Zahlen:

• Schmittenhöhebahn erbaut 1927 als erste Seilbahn in Salzburg und als fünfte in Österreich

• Heute:
28 Seilbahnen und Liftanlagen
77 Pistenkilometer
Schifffahrt Zeller See (seit 2005)
8 Gastronomiebetriebe 

• Aktionäre:
Porsche GmbH (ca. 58%),
Bankhaus Spängler (ca. 21%), Raiffeisenlandesbank
Oberösterreich (7,5%).
Rest: Streubesitz

• Beschäftigte (2021/22):
Winter: 364, Sommer: 247

• ca. 9 Mio. Beförderungen/Jahr

• Umsatz (2021/22):
42 Mio. EUR

 
schmitten.at