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Interview

„Einsatzfreude ist Inspiration“

Interview - „Einsatzfreude ist Inspiration“
© privat

Seit Beginn des rotarischen Jahres hat Benedikt Plöckl den Vorsitz des Fördervereins der Rotaract Clubs deutscher Distrikte e.V. übernommen.

Lea-Lisa Metzler 01.11.2018


Zur Person

Benedikt Plöckl ist seit 2017 Mitglied im RC E-Club Bavaria International. Zuvor war er von 2009 bis 2015 begeisterter Rotaracter im Rotaract Club Krumbach-Weißenhorn. Im Jahr seiner Verpastung begann er sein Engagement für den Rotaract-Förderverein. Aktuell bekleidet er dort das Amt des Vorsitzenden.

rotaract-foerderverein.de


Herr Plöckl, wie haben Sie die ersten Monate in Ihrem Amt erlebt?
Die erste Zeit ist wie im Fluge vergangen. Derzeit beschäftigen wir uns mit dem Abschluss zahlreicher Projekte. Dies erfordert momentan einige Ressourcen. Darüber hinaus ist unser neuer Internetauftritt online gegangen und wir versuchen, unser Angebot für die Rotaracter stets zu erweitern. Da ich schon einige Jahre mit der Arbeit im Förderverein vertraut bin und ein sehr engagiertes und tolles Team an meiner Seite weiß, sehe ich aber auch den kommenden Wochen, in welchen erfahrungsgemäß gehäuft Projektanfragen bei uns eingehen werden, gelassen entgegen.

Sie erwähnten gerade, dass Sie sich schon einige Jahre für den Verein einsetzen. Was hat Sie zu diesem Engagement bewegt?
Seit der Gründung im Jahr 2006 unterstützt der Förderverein Rotaracter bei der Abwicklung ihrer Sozialprojekte. Seither steht er den Clubs sowie dem Rotaract Deutschland Komitee (RDK) bei Fragen zu projektbezogenen und finanziellen Themen mit Rat und Tat zur Seite. Dieses Engagement hat mich schon in meiner aktiven Zeit im RDK begeistert. Durch mein Amt ergibt sich für mich die Möglichkeit, meine persönlichen Rotaract-Erfahrungen einzubringen und weiterzugeben. Gerade Letzteres ist Teil meines Grundverständnisses von Rotaract, nämlich dass wir durch Wissensaustausch und gegenseitige Hilfe die rotarische Idee gemeinsam voranbringen.

Die Struktur des Vereins zeigt Parallelen zum Rotary Deutschland Gemeindienst e.V. auf. Wie unterscheidet sich der Rotaract-Förderverein in seiner Struktur?
Grundsätzlich verfolgen beide Vereine meines Wissens nach das geeinte Ziel, die Clubs bei der finanziellen Abwicklung humanitärer Projekte zu unterstützen. Dabei ist unser Förderverein ganz auf die projektbasierte Abwicklung von Sozialaktionen der deutschen Rotaract Clubs ausgerichtet. Das Fördervolumen ist damit deutlich kleiner als beim Rotary Deutschland Gemeindienst.
Trotzdem bin ich immer wieder positiv überrascht, wie viele vielfältige Sozialprojekte von den Rotaractern in Deutschland durchgeführt werden. Ihre Begeisterung und Einsatzfreude für den guten Zweck sind für mich
eine echte Inspiration!

Tatsächlich stellt Rotaract jedes Jahr eine Vielzahl an tollen Projekten auf die Beine. Mit dem „BestAct“ prämiert der Förderverein seit vielen Jahren herausragende Sozialaktionen. Hand aufs Herz: Gibt es in jedem Jahr für Sie einen klaren Favoriten?
Das muss ich ganz klar verneinen. Die Projekte sind so unterschiedlich, dass sich kein direkter Favorit ausmachen lässt. Dazu sei erwähnt, dass die Auslobung des Preises nicht durch den Vorstand erfolgt, sondern die
Vorauswahl über die besten Aktionen von einer unabhängigen Jury getroffen wird. Die letztendliche Entscheidung trifft dann das Plenum der Rotaract Deutschlandkonferenz.

Seit mittlerweile zwölf Jahren steht der Förderverein an der Seite der Rotaract Clubs. Was wünschen Sie sich für die kommenden Jahre?
Mir ist es wichtig, dass der Förderverein künftig nicht nur auf die Vergabe von Auszeichnungen wie den „BestAct“ begrenzt wird, sondern die Clubs ihn als festen Bestandteil von Rotaract Deutschland wahrnehmen, an den man sich jederzeit mit Fragen wenden kann. Zudem würde ich mich freuen, wenn sich noch mehr aktive sowie ehemalige Rotaracter für eine Mitgliedschaft im Förderverein entscheiden würden. Dies gilt übrigens ebenso für unsere rotarischen Freunde...

Das Gespräch führte Lea-Lisa Metzler.

 


 

Der Rotaract- Förderverein

Der gemeinnützige Förderverein der Rotaract Clubs deutscher Distrikte e.V. unterstützt Rotaract Clubs bei der Durchführung sozialer und humanitärer Projekte. Entsprechend der rotarischen Idee, selbstloses Dienen im täglichen Leben zu verwirklichen, ist der Zweck des Vereins darauf gerichtet, der Allgemeinheit auf materiellem, geistigem und sittlichem Gebiet selbstlos zu dienen.
Seit der Gründung im Jahr 2006 begleitet der Verein Rotaracter in ganz Deutschland bei der allgemeinen und buchhalterischen Abwicklung ihrer Sozialprojekte, richtet Projektkonten ein und stellt Zuwendungsbescheinigungen für Spender aus. Die Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung, der Vorstand und das (aufsichtführende) Kuratorium.
Neben den Kernaufgaben lobt der Verein regelmäßig den sogenannten „BestAct“ aus, mit dem besondere durch Rotaract organisierte Sozialaktionen ausgezeichnet werden, die sich durch Zielrichtung, Intensität oder Organisation von anderen sozialen Aktivitäten hervorheben.
Eine weitere Auszeichnung, die über den Förderverein beantragt werden kann, ist der sogenannte „Badge of Honour“ (BoH), die Ehrenauszeichnung von Rotaract Deutschland in Gold. Diese kann an Rotaracter und Rotarier verliehen werden, die sich auf herausragende Weise für ihren Club, ihren Distrikt, Rotaract Deutschland oder ein besonderes Projekt im Sinne der rotarischen Ziele verdient gemacht haben. Das aktuelle Team setzt sich aus Benedikt Plöckl (Vorsitz), Alex Flade (stv. Vorsitz), Carsten Piesbergen (Finanzvorstand), Luisa Wagenhöfer (Beisitz für PR) und Christopher Jud (Beisitz für IT & Organisationsentwicklung) zusammen.

Lea-Lisa Metzler
Lea-Lisa Metzler ist seit 2013 Mitglied im Rotaract Club Köln. Sie hat u.a. hauptverantwortlich die Rotaract Deutschlandkonferenz in Köln organisiert und ist in diesem Jahr Vorsitzende des Rotaract Deutschland Komitees.

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