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D1810

Erkenntnisse und Wünsche nach 100 Amtstagen

D1810 - Erkenntnisse und Wünsche nach 100 Amtstagen
Wolfgang Maurus ist seit dem 1. Juli Governor des Distrikts 1810. Er wünscht sich Rotarier und Rotaracter, die Verantwortung übernehmen, aber mit Leidenschaft und Augenmaß. © privat

Wechsel bei Rotary bedeutet neue Kreativität unter Wahrung der Kontinuität. Der Leitspruch des neuen Gov. Wolfgang Maurus ist „Verantwortung übernehmen – mit Augenmaß und Leidenschaft“

Jörn Freynick01.10.2017

Der große Soziologe Max Weber hat vor nahezu 100 Jahren drei Qualitäten definiert, die einen guten Politiker auszeichnen: Verantwortungsgefühl, Augenmaß und Leidenschaft. Aus dieser gesamtgesellschaftlichen Definition leitet Wolfgang Maurus rotarisches Verhalten ab.

Wir Rotarier wollen wichtige und nachhaltige Beiträge leisten für die Entwicklung unserer Polis, also für unsere Gesellschaft. Was für einen guten Politiker recht ist, ist es auch für einen guten Rotarier, sagt er. Konkret heißt das: realistische Ziele definieren, mit allen Betroffenen zusammenarbeiten und sie beharrlich verwirklichen.

Die Grundlagen von Rotary müssen sich dabei nicht ändern, allerdings dürfen wir uns den gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen nicht verschließen. Bezogen auf die Clubs im Distrikt wünscht sich der Governor, dass sie, neben dem freundschaftlichen internen Umgang, sich möglichst in allen rotarischen Dienstbereichen realistische Ziele setzen, die sie nach innen und nach außen verwirklichen. Der Dis­trikt und seine ehrenamtlichen Mitarbeiter sind gerne bereit, mit Rat und Tat dabei zu helfen. Die Möglichkeit, mit Partnerclubs (Internationalität!) gemeinsame Projekte zu realisieren, wird, so die Erkenntnis des Governors, bis jetzt leider nur von einer Minderheit der Clubs genutzt. Maurus weist darauf hin, dass solche Projekte vom Distrikt finanziell unterstützt werden können.

Mehr Meinungsaustausch  
Wichtig ist dem Governor die Jugend, ihr gehört die Zukunft. Wir Älteren, sagt er, haben dabei die Aufgabe, junge Menschen durch unser Vorbild zukunftsfähig zu machen. Den Jungen wiederum sollte klar sein, dass eine gute Zukunft nicht geschenkt wird, sondern erarbeitet werden muss. Rotaract und Rotary sollten stärker als bisher den Meinungsaustausch auf allen Ebenen suchen, dann wird das Verständnis füreinander wachsen und auch die Bereitschaft, jüngeren Menschen mit Potenzial eine Mitgliedschaft im Club anzubieten.

Maurus hält es allerdings auch nicht für ausgeschlossen, dass sich Rotaracter der Verantwortung stellen und die Möglichkeit wahrnehmen, selbst einen Rotary Club zu gründen.

Viele Aspekte wären noch zu beleuchten, „fragen Sie den Governor, führen Sie den Dialog“. Als Ergebnis seiner Zeit wünscht sich Wolfgang Maurus erfolgreiche und zufriedene Clubs, dann hätte sein Engagement den gewünschten Sinn und Zweck erfüllt.

Jörn Freynick
Jörn Freynick ist Jahrgang 1982 und arbeitet als Kommunikationstrainer und als Berater für Potenzialanalysen deutschlandweit. Er ist Gründungsmitglied des Rotaract Clubs RAC Voreifel und seit 2015 Mitglied im Rotary Club Wesseling. Das Amt des Distrikt-Reporters nimmt er seit 2016 wahr.