Mentale Gesundheit als Basis

Die RDG-Reihe zu District Grants stellt Projekte vor, deren Inhalte von anderen Clubs übernommen werden können. Das Beispiel zeigt, wie aus einer Initiative eine übertragbare Projektstruktur entstehen kann
“Mental Health“ hat sich zu einem wichtigen Bereich rotarischer Gesundheitsinitiativen entwickelt. Die vier Regensburger Rotary Clubs widmen sich diesem Thema mit verschiedenen Projektansätzen. Der RC Regensburg zum Beispiel unterstützt über ein District-Grant-Projekt das „Regensburger Mentoring“, das darauf abzielt, psychosozialen Beistand unter Schülern zu stärken und ihnen in ihrer persönlichen und schulischen Entwicklung zur Seite zu stehen. Bei diesem Ansatz wird mentale Gesundheit nicht als etwas verstanden, das bei Abwesenheit wiederhergestellt werden muss, sondern vielmehr als Voraussetzung für Kinder und Jugendliche, ihr eigenes Leistungspotenzial erkennen und abrufen zu können.
Der präventive Ansatz basiert auf einem Peer-to-Peer-Mentoring, wobei Gleichaltrige für das Verhalten des Gegenübers professionell sensibilisiert werden. Jugendliche sollen untereinander viel früher bemerken, wenn es jemandem nicht gut geht. Über das Mentoring wird ein unterstützendes Schulklima gefördert, das psychischen Belastungen entgegenwirkt und die Bildungsleistung verbessert. Bereits an verschiedenen Regensburger Schulen ist das Schüler-Mentoring im Einsatz. Die Ausbildung beinhaltet dabei Themen wie Kommunikation, Wahrnehmung, das Erlernen von Techniken einer professionellen Gesprächsführung oder das Erkennen von Hinweisen auf psychische Störungen. Einen weiteren Baustein des Programms stellt das Kennenlernen diverser Hilfe- und Beratungsstellen dar. So werden Mentoren in die Lage versetzt, jungen Menschen, die mit persönlichen Herausforderungen ringen, Hilfe anzubieten oder Brücken zu bestehenden Hilfsangeboten zu bauen.
Ausbildungsprogramm
Das Ausbildungsprogramm mit seinen Materialien wurde von Oberstudienrat Bernhard Rothauscher (RC Regensburg) initiiert und in Kooperation mit Lehrkräften, einer Schulpsychologin, Sozialpädagoginnen, Wissenschaftlern und Fachexperten aus der Kinder- und Jugendpsychologie, entwickelt. Das Regensburger Mentoring wächst zu einem Mental Health Network mit messbaren Erfolgen heran, von dem auch andere Schulen profitieren können, da es sich als offene Plattform versteht, mit dem Ziel, voneinander zu lernen, Qualität zu sichern und gute Praxis zu multiplizieren.
Mit dem Betrag von 5000 Euro kann jeder Rotary Club an einer Schule in seiner Umgebung ein solches Projekt starten und die Ausbildungsbausteine für Mentoren finanzieren. Mentale Gesundheit junger Menschen ist keine Randaufgabe, sondern eine Investition in die Zukunft. Im Zuge des District Grants fließt schließlich wieder Geld aus Ihren jährlichen EREY-Spenden („Every Rotarian Every Year“ = 100 Dollar) über die dem Distrikt zugewiesenen DDF-Mittel in das Projekt hinein.
Kontakt zum Projektverantwortlichen:
Bernhard Rothauscher / E-Mail: b.rothauscher@gmx.de





