Länderausschuss Nepal-Deutschland - Minikliniken und Zinserträge bringen Lebensperspektive

Die Frauen in Nepal treffen sich regelmäßig in ihren „Mikrokreditgruppen“

04.01.2012

Länderausschuss Nepal-Deutschland

Minikliniken und Zinserträge bringen Lebensperspektive

Karl-Heinz Nothnagel

Auf Initiative der deutschen Sektion der Rotarian Action Group for Population and Sustainable Development (RFPD) wurde 2003 der Länderausschuss Nepal-Deutschland gegründet. Ihm gehören heute elf Rotarier in Deutschland und etwa die gleiche Zahl in Nepal an.

Ziel des Länderausschusses ist die Initiierung von Projekten, die vor allem zur Verbesserung der sozialen Situation von Frauen und Mädchen in Nepal beitragen. Dies beinhaltet die Verringerung der Sterblichkeit von Müttern und Kindern, Beiträge zur Familienplanung und die Bekämpfung der Armut durch die Vergabe von Mikrokrediten. Das erste größere Projekt wurde 2003 als Matching Grant zur Genehmigung eingereicht und 2004 gestartet. Es wurden 30 junge Frauen aus entlegenen Dörfern über 18 Monate zu Hebammen und Hilfskrankenschwestern ausgebildet. Nach erfolgreichem Abschluss und Zusatzunterweisung für orthopädische Notfälle und für das Mikrokreditwesen gehen die jungen Frauen mit Mitteln zur Einrichtung einer Miniklinik in ihre Dörfer zurück. Dort bieten sie Beratung und Begleitung von Schwangeren einschließlich der Geburt an. Für häufig auftretende Krankheiten verfügen sie über eine Grundausstattung an Medikamenten, von deren Verkauf sie einen Teil ihres Unterhaltes bestreiten. Die jungen Frauen sind geschult in der Beratung zur Familienplanung. Darüber hinaus stehen ihnen aus den Projekten Mittel zur Verfügung, die über die örtlichen Mikrofinanzinstitute zur Vergabe von Kleinkrediten verwendet werden. Die auf diese Kredite von den Empfängern zu zahlenden Zinsen werden zwischen den Finanzinstituten und den Hebammen und Hilfskrankenschwestern geteilt und tragen zu deren Einkommen bei. Zwei Drittel der insgesamt 120 jungen Frauen haben bereits ihre Ausbildung beendet und betreiben ihre Minikliniken. Das erste dieser Projekte wurde im Dezember 2011 offiziell abgeschlossen. 30 junge Frauen sind nun auf sich selbst angewiesen, um von den Erträgen ihrer Miniklinik und den Zinseinnahmen aus den Mikrokrediten zu leben.
Neben diesen Projekten wurde 300 jungen Mädchen der Schulbesuch über zunächst drei Jahre  ermöglicht, die Verlängerung für weitere drei Jahre wurde 2011 gestartet.

Auch ein groß angelegtes Projekt zur medizinischen Vorsorgeuntersuchung von Frauen in entlegenen Regionen wird bald zum Abschluss kommen. Insgesamt sind 17 verschiedene Projekte seit 2004 mit einem Gesamtbudget von etwa 850.000 US-Dollar genehmigt worden. Finanziert wurde diese Summe zu einem Teil von dem Distrikt Nepal und dortigen Rotary Clubs, die die Hauptlast bei der Durchführung und dem jährlich fälligen Bericht zu tragen haben. Hauptgeldgeber neben insgesamt elf deutschen und zwei englischen Clubs und einigen deutschen Distrikten waren vor allem die deutsche Sektion von RFPD und die Rotary Foundation.

Erschienen in Rotary Magazin 1/2012

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