Erste Rotary-Karnevalssitzung in Köln

Dreizehn Rotary Clubs prägen in Köln das gesellschaftliche Leben, viele mit enger Verbindung zum Karneval. Eine eigene Rotary‑Karnevalssitzung hatte es jedoch bislang nicht gegeben – bis jetzt.
Der Rotary Club Köln‑Rodenkirchen Riviera organisierte erstmals eine Karnevalssitzung für die Bewohner der Diakonie Michaelshoven. Mehr als 600 Menschen leben dort – Kinder, Jugendliche, Menschen mit Behinderungen sowie Seniorinnen und Senioren, die nur selten die Möglichkeit haben, am Kölner Karneval teilzunehmen. Rotary brachte ihnen das Fest daher ins Haus, und rund 150 kostümierte Bewohner warteten voller Vorfreude auf den Beginn der Sitzung.
Die Organisation lag in den Händen der Rotarier Marcus Hanf und Christof Obermann, zugleich Assistant Governor für die Kölner Clubs. Ein Elferrat aus Clubmitgliedern sorgte für karnevalistische Atmosphäre, und ein eigens gestalteter Orden wurde als Dank für ehrenamtliches Engagement verliehen. Die Vorstände der Diakonie, Uwe Ufer (RC Köln Kapitol) und Rainer Schmidt, nahmen ihn als Erste sichtlich bewegt entgegen. „Wir haben uns sehr gefreut, als der Rotary Club mit der Idee einer eigenen Karnevalssitzung auf uns zukam“, sagte Rainer Schmidt. „Wenn man sich kennt, macht man was zusammen, und was macht man am besten zusammen? Feiern!“, fügte er noch mit einem Augenzwinkern hinzu.

Das Programm eröffnete die Traditionsgesellschaft der Roten Funken von 1823, die im Saal sofort Begeisterung auslöste. Weitere Künstler aus dem Kölner Karneval unterstützten die Sitzung – viele von ihnen verzichteten zugunsten des Charity‑Gedankens auf ihr Honorar. So entstand ein Abend, der nicht nur unterhielt, sondern auch berührte. „Wir haben einen Bewohner, der hält es sonst maximal eine Stunde aus – aber heute hat er drei Stunden durchgetanzt!“, freute sich Sabine Boos, die Leiterin der Stiftung.
„Diese Premiere zeigt eindrucksvoll, wie Rotary sein Motto lebt: Menschlichkeit verbindet – über Generationen, Lebenssituationen und Gesundheitszustände hinweg“ erklärte Präsidentin Mercede Sina‑Boemers. Der Club engagierte sich jedoch nicht nur mit Herzblut, Zeit und persönlichem Einsatz, er unterstützte die Veranstaltung auch finanziell, um das Programm möglich zu machen.













