Neuschwanstein aus Sandstein
Ein Künstler meißelt Schloss Neuschwanstein aus einem einzigen Sandsteinblock – unterstützt von einem Rotarier mit Sinn für besondere Ideen.
Ein außergewöhnliches Meeting hat der Rotary Club Braunschweig-Hanse erlebt: Im Mittelpunkt stand ein Kunstwerk, das in seiner Art einzigartig ist – Schloss Neuschwanstein, aus einem einzigen Sandsteinblock gemeißelt.

Seit rund zehn Jahren arbeitet der Künstler Thomas Doneis in einer Scheune in Wendeburg im Landkreis Peine an einem Projekt, das ebenso einzigartig wie ambitioniert ist. Täglich bis zu 14 Stunden meißelt, schleift und formt er – mit dem Ziel, das berühmte Schloss im Maßstab 1:62 originalgetreu nachzubilden. Rund 30.000 Arbeitsstunden hat er bereits investiert, 800 Säulen und 500 Fenster geschaffen. Der einst 27 Tonnen schwere Sandsteinblock wiegt heute noch sieben Tonnen.
Die Idee zu diesem Werk entstand aus einer Vision: Doneis wollte etwas schaffen, das weltweit mit Deutschland verbunden wird. Da man ihm keine offiziellen Baupläne zur Verfügung stellte, fertigte er rund 5.000 Fotos vom Original an, um jedes Detail erfassen zu können.

Unterstützung fand Doneis bei dem Unternehmer und Rotarier Helmut Streiff, der ihm auf seinem Gehöft Raum und Vertrauen schenkte. "Ich bin kein Mäzen, aber ungewöhnliche Ideen faszinieren mich“, sagt Streiff. "Jedes Mal, wenn ich ihn besuche, bewundere ich die Ausdauer und Präzision, mit der Thomas ans Werk geht. Das ist für mich eine Bestätigung, dass sich solch unkonventionelle Unterstützung lohnt.“

Doneis hofft, sein Werk nach der Fertigstellung für einen Millionenbetrag verkaufen und im öffentlichen Raum zeigen zu können. "Vielleicht findet sich ja auch ein Sammler im Ausland, wo Schloss Neuschwanstein als Inbegriff deutscher Kultur gilt“, sagt er.
Die Rotarierinnen und Rotarier zeigten sich beeindruckt. Vor Ort erwarben sie erste Exemplare einer Dokumentation über das Projekt – und nahmen die Begegnung mit einem Künstler mit, der aus einer Vision ein Stück deutscher Symbolik in Stein verwandelt.


























