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Mein Convention-Erlebnis

Erst am Potential feilen, danach Erfolge erzielen

Mein Convention-Erlebnis - Erst am Potential feilen, danach Erfolge erzielen
Unterhaltung mit Rotary-Weltpräsidenten K.R. "Ravi" Ravindran. © privat

Rotaracter aus Deutschland haben sich auf den weiten Weg nach São Paolo zur Convention gemacht – abwechselnd berichten sie nun über ihr Convention-Erlebnis. Annette Alt berichtet von Tag dreii in Sao Paulo und damit dem zweiten Tag der Rotaract PreConvention.

Annette Alt06.06.2015

Was passiert, wenn sich 400 Rotaracter gegenseitig eine kurze Nackenmassage gönnen? Ganz einfach, eine kurze Verschnauf- und Aufladephase am Nachmittag des zweiten Tages der Rotaract Pre-Convention.

Es hieß nach einem ausgedehnten Abend früh aus dem Bett zu kommen. Denn schon um 9 Uhr früh begrüßte uns Incoming RI President K.R. "Ravi" Ravindran. Wir deutschen Rotaracter hatten die Chance, einige Minuten mit ihm über den Übergang von Rotaract zu Rotary zu sprechen, einen Prozess, den er als ganz natürlich ansieht. In seiner Ansprache berichte er von seiner persönlichen Entwicklung und ermutigte uns, die Welt mit den kleinen Taten kontinuierlich zu verbessern. Bis wir 30 sind, könnten wir noch an unserem Potential arbeiten, danach hieße es, Erfolge zu erzielen.

Die folgenden Teile der Konferenz waren geprägt vom Austausch in verschiedenen Workshops und den motivierenden Berichten einzelner Rotaract-Leader. Ganz egal, wo auf der Welt wir leben und uns engagieren, die Herausforderungen und oft auch Lösungen sind sehr ähnlich. Durch dieses Gefühl der gegenseitigen Unterstützung und des Austausches zu Themen wie Social Media, Konfliktmanagement und Distriktführung geht man mit frischer Motivation in die nächsten Tage und nach Hause zu seinen Clubs.

Standing Ovations gab es für die "Outstanding Projects". Jedes Jahr werden die herausragensten Projekte der einzelnen Regionen ausgezeichnet. Es gab spannende Projekte zur Mobbing Prävention in Schulen in Italien sowie ein „Blind Dinner“ in Mexiko, um mehr auf die Herausforderungen von Blindheit aufmerksam zu machen.

Am beeindruckendsten waren auf jeden Fall die Projekte aus Indien. Ein Rotaract Club bestehend aus Medizinstudenten hat es geschafft, mit besonders nahrhaften Keksen etwa 14.000 Kindern zu gesünderer Ernährung zu verhelfen. 15 Frauen in einem kleinen Dorf bei Delhi konnte zu einer ganz neuen Existenz verholfen werden. Statt die Toiletten ihrer Umgebung zu reinigen mit all seinen vor allem sozialen Nachteilen, stellen sie jetzt Reinigungsprodukte her und verkaufen diese selbständig. Möglich gemacht wurde dies durch den RAC of SRCC Panchshila Park, der den Aufbau biologischer Toiletten in dem Dorf förderte und den Frauen die neuen Fähigkeiten beibrachte. Die mitreißenden Videos erzeugten bei vielen von uns eine kleine Träne im Auge und erinnerten uns daran, wie stolz man sein kann, zu dieser tollen Organisation Rotaract zu gehören.

Annette Alt
Annette Alt arbeitet bei Beiersdorf in Waldheim im Bereich Sachet-Projektmanagement. Durch ihre Eltern rotarisch vorgeprägt, machte sie 2001/02 einen Rotary Schüleraustausch nach Südafrika. Danach war sie einige Jahre bei Rotex 1870 aktiv, bevor sie erst in Spanien und dann später in Hannover und Dresden Rotaracter wurde.  Zur Internetseite von Rotaract

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