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Oldenburg in Holstein

500.000 Deckel gegen Polio gesammelt

Oldenburg in Holstein - 500.000 Deckel gegen Polio gesammelt
Rainer Korten (von links), Leiter der Recyclinghöfe des Zweckverbands Ostholstein, nahm von den Rotariern Wulf Sophus Theophile, Präsident Jens Griebel und Andreas Mylius, 500.000 Deckel entgegen. © RC Oldenburg in Holstein

Der RC Oldenburg in Holstein hat den nächsten Meilenstein für das Projekt „Deckel gegen Polio" gesetzt. Das im April 2016 gestartete Projekt ist auch aufgrund der Kooperation mit dem benachbarten RC Neustadt-Ostsee (D 1940) erfolgreich.

Can Özren16.12.2016

Der Zweckverband Ostholstein (ZVO) beteiligt sich ebenfalls an der Aktion, stellt auf seinem Werksgelände Container für größere Mengen der Deckel zur Verfügung und bringt diese zum endgültigen Recycling kostenfrei nach Niedersachsen. Der Erlös kommt dem Projekt „End Polio Now“ zugute.

Jetzt knackten die Rotarier die nächste wichtige Marke: eine Tonne bunter Schraubverschlüsse. Die 500.000 Deckel haben die Rotarier bei Projektleiter Wulf Sophus Theophile auf dem Gut Satjewitz in Ostholstein zwischengelagert und nun mit einem landwirtschaftlichen Anhänger zum Betriebshof Nord des Zweckverbands gefahren. Mit dem Erlös aus dem Recycling können die Schluckimpfungen für 1.000 Kinder finanziert und diese somit vor der grausamen und unheilbaren Kinderlähmung gerettet werden.

Die Rotarier hatten von Fehmarn bis südlich von Oldenburg in einem „Hands-On-Projekt“ mehr als 50 Sammelbehälter in Supermärkten, Schulen, Behörden, Restaurants, Apotheken und an private Stellen verteilt, regelmäßig geleert und ins Zwischenlager auf Gut Satjewitz gebracht. Da die Aktion die Unterstützung der Presse erfuhr, wissen die Einwohner inzwischen genau, wo sie die Deckel abgeben können. Die Rotarier waren begeistert, dass bereits nach rund sechs Monaten 500.000 Schraubverschlüsse mit einem Gesamtgewicht von 1.000 Kilogramm zusammengekommen waren. In mehreren Presseveröffentlichungen hat der RC das humanitäre Projekt in das Bewusstsein der Bürger gerückt, so dass es jetzt richtig Fahrt aufgenommen hat. In einzelnen Sammelstellen haben die Rotarier inzwischen größere Sammelbehälter aufgestellt, um diese nicht zu oft leeren zu müssen.

Klaus Kasper