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Eckernförde

"Den Distrikt mit Herzblut geführt"

Eckernförde -
Governor Jörg Krause (links) übergab den Staffelstab an seinen Nachfolger Christian Dyckerhoff © D1890/Üzren

In zehn Monaten erwartet der älteste deutsche Rotary-Distrikt rund 25.000 Rotarier aus aller Welt.

Can Özren01.08.2018

Wir sind Gastgeber für Zehntausende von Freunden aus aller Welt – das war war für mich die Motivation, das Governoramt anzutreten“, sagte Christian Dyckerhoff (RC Hamburg) auf der Distriktkonferenz in Eckernförde. Vorgänger Jörg Krause (RC Eckernförde-Dänischer Wohld) hatte die imposante Kulisse des Internats Schloss Louisenlund für die Amtsübergabe ausgewählt. Voller Freude blickte er auf ein abwechslungsreiches Amtsjahr zurück.

„In den Clubs habe ich viele tolle Projekte, auch in Kooperation mit anderen Clubs, kennengelernt.“ Er betonte, dass die Clubs autonom seien – solange sie sich an das Regelwerk von RI hielten. Der Distrikt habe die Aufgabe, die Clubs zu unterstützen. Nachdem Dyckerhoff den Staffelstab entgegengenommen hatte, dankte er Krause für dessen Arbeit. „Du hast den Distrikt engagiert, mit Spaß und mit sehr viel Herzblut geführt. Unser Distrikt ist gut aufgestellt“, sagte der neue Governor. Er schenkte seinem Vorgänger ein Shirt mit Werbeaufdruck für die Convention 2019 in Hamburg. „Jetzt bist du ein Ambassador für diese Veranstaltung.

Gasteltern als Mitglieder?
Wichtige Botschafter für die Ideen Rotarys waren auch die Inbounds. Sie standen noch unter dem Eindruck der Europareise und sagten: „So etwas werden wir nicht mehr erleben, aber die Erinnerung wird uns bleiben“ oder „Egal, wo wir waren, war es schön, zum Beispiel in Rom. Aber als wir nach Paris kamen und den Eiffelturm sahen, war es noch schöner.“ Gesa Völkl (RC Rendsburg-Mittelholstein), scheidende Jugenddienst-Beauftragte des Distrikts, empfahl den Clubs: „Seid weiter offen für die Jugend, ladet In- und Outbounds ein zu Meetings und Veranstaltungen, damit sie den Kontakt zu Rotary pflegen und vielleicht eines Tages Mitglieder werden. Schaut euch auch die Gasteltern an, ob diese zum Club passen.“

Dienen spielt zentrale Rolle
Einen unerwarteten Vergleich zum Thema Service und Dienen zog Festredner Peter Rösner (RC Schleswig), Leiter des Internats Louisenlund. Sowohl für Rotary-Gründer Paul Harris als auch für Kurt Hahn, Gründer der Internate Salem und Louisenlund, habe das Dienen eine zentrale Rolle gespielt. „Hahns Leitsätze für Salem sind der rotarischen Idee sehr ähnlich“, so Rösner. Diese Ideen stünden auch im Mittelpunkt des pädagogischen Konzepts in Louisenlund, betonte Rösner in seinem Vortrag.

Wichtig sei es, der Jugend Werte vorzuleben und die jungen Leute in soziale Projekte einzubinden. Auf dem Internat geschehe dies durch das Leben in der Gemein schaft sowie durch Sport, Musik, Theater, eine seemännische Ausbildung beim Segeln und einen Feuerwehrzug. Rösner hat einen neuen Schwerpunkt zur Förderung von Talenten im Bereich der Naturwissenschaften aufgebaut. Sein Ziel ist es, einen wichtigen Beitrag dafür zu leisten, dass Deutschland seinen Spitzenplatz in Forschung, Entwicklung und Wirtschaft behält. Mit den Inhalten und Werten „geben wir den jungen Leuten alles, was sie brauchen, um Entwicklunsgleiter bei Automobilkonzernen zu werden“.

Can Özren
Dr. phil. Can Özren arbeitet derzeit nach verschiedenen Redakteursposten als Pressesprecher der IHK zu Lübeck. Seit 2006 ist er Distriktberichterstatter für D 1890.