https://rotary.de/clubs/distriktberichte/drei-tage-im-zeichen-der-hilfe-fuer-afrika-a-11079.html
Distrikt 1800

Drei Tage im Zeichen der Hilfe für Afrika

Distrikt 1800 - Drei Tage im Zeichen der Hilfe für Afrika
Die Inbounds gewährten Einblick in ihre heimische Kultur © Birgit Hammerich/Thomas Weiß

Für internationales Flair in der Aula des Gymnasiums Neustadt sorgten der Auftritt der Inbounds sowie Gastredner aus Italien und Nigeria

Ralf Leineweber01.08.2017

Für sie hatte Friedel Eggelmeyer (RC Nienburg-Neustadt) den üblichen Programmablauf auf den Kopf gestellt: Gleich zu Beginn der Dis­triktkonferenz begrüßte der scheidende Governor 51 Inbounds aus 16 Nationen. Einmarsch und Bühnendarbietungen stimmten die 355 Vertreter der 78 Clubs auf eine sehr internationale Veranstaltung ein. Neben Gastrednern aus Italien und Nigeria war der stellvertretende Präsident des Europaparlamentes, Alexander Graf Lambsdorff, nach Neustadt gekommen, um zum Thema „Brexit, Draghi, Erdogan – Quo vadis Europa“ zu sprechen. Danach war es dann Zeit für die Staffelstabübergabe: Mit Marianne Broska (RC Helmstedt) rückte erstmals eine Frau an die Spitze des Distriktes 1800.


Ihr Vorgänger hatte sich zuvor noch einmal deutlich für Afrika positioniert. „Ein Kontinent, der noch immer unter den Folgen des staatlichen Kolonialismus leidet.  Wer Zukunft will, muss Entwicklung verantwortlich gestalten. Wer Zukunft will, muss selbst weiterdenken und das Weiterdenken fördern. Unser Wohlstand kann nur von Dauer sein, wenn wir aus den Opfern weltweiter Ungleichheit Gewinner machen“, so Eggelmeyer.

Flammende Appelle

Dass dieser Appell Wirkung hinterließ, zeigte das Ergebnis einer spontan durchgeführten Sammelaktion für ein geplantes Global-Grant-Projekt‎ in Simbabwe – insgesamt 4400 Euro kamen zusammen.

Die Italienerin Caterina Becorpi hielt ein eindrucksvolles Plädoyer für die Friedensarbeit, um zum Beispiel die Kriminalität in Megastädten einzudämmen. Sie hatte vor vier Jahren ein rotarisches Friedensstipendium erhalten und arbeitet aktuell für das Internationale Komitee des Roten Kreuzes in Venezuela. „Indem Sie das Rotary Peace Fellow­ship-Programm unterstützen, tragen Sie als Rotarier dazu bei, die Welt etwas friedlicher zu machen“, so Becorpi.

Einen Appell zur Unterstützung der rotarischen Aktivitäten im Hinblick auf Familienplanung und Geburtshilfe in Afrika richtete Robert Zinser (RC Ludwigshafen-­Rheinschanze) als Mitgründer der Rotarian Action Group for Population and Development (RFPD) an die Konferenzteilnehmer.

Einen schönen Abschluss des dreitägigen Veranstaltungsreigens bildete ein Gottesdienst, bei dem der Nigerianer Obiora F. Ike, Mitglied des Club of Rome, die Zuhörer mit dem Thema „Afrika – der vergessene Kontinent“ in seinen Bann zog.

Ralf Leineweber
Ralf Leineweber ist Jahrgang 1965 und Rotarier seit 2006. Er arbeitet derzeit als Journalist und Chefredakteur bei der Celleschen Zeitung, Die Funktion des Distriktreporters für den Distrikt 1800 nimmt er seit 2008 wahr, Club-Internet-Beauftragter ist er seit 2009.