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HAMBURG

Leben retten mit Solar-E-Bikes

HAMBURG - Leben retten mit Solar-E-Bikes

Der RC Hamburg-Bergedorf und der Interact Club Hamburg-Bergedorf unterstützen ein zukunftsweisendes Entwicklungshilfeprojekt zur umweltfreundlichen Mobilität in Afrika. Mit Sonnenernergie angetriebene Elektrofahrräder sollen vor allem die Krankenversorgung erleichtern.

Can Özren01.09.2017

Bei strahlendem Sonnenschein überreichte Dirk Bavendamm, Präsident des RC Hamburg-Bergedorf, einen Scheck über 3.800 Euro an Jürgen Perschon, Vereinsgründer von EURIST. Der Verein ist international tätig und hat seinen Sitz im Hamburger Stadtteil Bergedorf. Seit sechs Jahren unterstützt er in Europa und in Entwicklungsländern Projekte zur nachhaltigen Mobilität, vor allem im Bereich Fahrradmobilität. Dabei geht es um die Verminderung der Emission von Kohlenstoffdioxid, um Armutserleichterung, Umweltschutz und Verkehrssicherheit. Mit lokalen Partnern realisiert EURIST Projekte im ländlichen Raum Afrikas, zum Beispiel Fahrradambulanzen in Uganda. Mit Hilfe dieser Fahrräder können Helfer mehr Menschen zügiger erreichen und medizinisch versorgen.

In Uganda sollen nun fünf Solar-E-Bike-Taxen, drei Bike-Ambulanzen und vier elektrische Lastenräder zum Einsatz kommen. Diese umweltfreundlichen Fahrräder erreichen eine Höchstgeschwindigkeit von 35 Kilometern pro Stunde und können eine Last von 200 Kilogramm bewegen. Die modernen Lithium-Ionen-Akkus erlauben eine Reichweite von 50 Kilometern und lassen sich vor Ort von den Nutzern reparieren. "So können Kranke und Hochschwangere schneller zu Krankenstationen, und die Menschen können Trinkwasser oder Brennholz leichter transportieren", sagte Präsident Bavendamm. Insgesamt 50.000 Euro benötigt EURIST für das Pilotprojekt mit dem Titel: "Fahrrad-Ambulanzen retten Leben und schaffen Leben!"

Wichtiger Beitrag für die Kranklenversorgung in Afrika: Rumbi Ebbefeld (rechts) und Dr. Jürgen Preschon von EURIST (links) nehmen die Spende von Christiane Möller (RC Hamburg-Bergedorf), Emily Niemann (Interact), Dirk Bavendamm (Präsident RC Hamburg- Berg
Wichtiger Beitrag für die Krankenversorgung in Afrika: Rumbi Ebbefeld (rechts) und Dr. Jürgen Preschon von EURIST (links) nehmen die Spende von Christane Möller (RC Hamburg-Bergedorf), Emily Niemann (Interact), Dirk Bavendamm (Präsident RC Hamburg-Bergedorf) und Sophia Döcke (Interact) entgegen (dazwischen von links) © RC Hamburg-Bergedorf

Seit Dezember 2016 sammelt EURIST Spenden, um mit einer Gesamtspendenzahl von 12.500 Euro einen Antrag beim Bundesministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit für weitere Förderung - bis zu 50.000 Euro - stellen zu können. Der Verein hat mit der Spende des Bergedorfer Rotary Clubs sein Fundraising-Ziel erreicht. Nun kann der Antrag beim Umweltbundesamt gestellt werden. Zur Gesamtsumme beigetragen haben auch die Mitglieder des Interact Clubs Hamburg-Bergedorf mit einem Scheck in Höhe von 500 Euro. Das Geld haben die Interacter durch eifriges Sammeln beim Weihnachtsmarkt und Cateringaktionen zusammenbekommen.