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Rotaract geht auf die 50 zu

Distrikt  - Rotaract geht auf die 50 zu
Rotaracter aus dem Distrikt 1820 mit indischen Freunden auf dem Weg zu einem Meeting in Neu-Delhi

Strukturbedingte Mitgliederfluktuation, kreative Sozialprojekte und vielfältige internationale Kontakte prägen das Bild (und das Leben) unserer 15 Rotaract Clubs

Christian Kaiser01.04.2016

1968, das Jahr, das einer Generation ihren Namen gegeben hat, war auch Gründungsjahr von Rotaract. Junge Menschen fanden zusammen unter dem Motto „Lernen, Helfen, Feiern“. Der RAC Marburg war als erster deutscher Club mit dabei und bereitet sich allmählich auf sein 50. Charterjubiläum vor.

Die inzwischen 15 Clubs im Distrikt sind zwar älter geworden, nicht aber ihre gut 300 Mitglieder, da deren Clubzugehörigkeit satzungsbedingt mit 30 endet. Die anschließende Aufnahme in einen Rotary Club ist allerdings eher die Ausnahme, bedauert Heidrun Rosendorn (RC Frankfurt-Airport), im Distriktbeirat zuständig für Rotaract. Viele potenzielle Hoffnungsträger landeten wegen fehlender Aufnahmebereitschaft der Rotary Clubs in anderen Serviceclubs.

Weitere Gründe für eine starke Mitgliederfluktuation sind die häufig mit Ortswechsel verbundenen Anforderungen von Ausbildung und Beruf. Für die abgebenden Clubs bedeutet das, dass Vorstandsämter mit weniger erfahrenen Kandidaten besetzt werden — was durch frischen Wind und neue Ideen aber auch eine Chance sein kann.

Erfolgsprojekt Kidscamp
Trotz aller strukturellen Erschwernisse leisten die Rotaract Clubs im Distrikt Erstaunliches: Leuchtturmprojekt ist das KidsCamp, ein Ferienlager für sozial benachteiligte Jugendliche, das 2016 zum fünften Mal durchgeführt wird. Beispielhaft ist auch der vom RAC Hanau veranstaltete „24-Stunden-Lauf“, zuletzt mit einem Ergebnis von über 20.000 Euro für lokale Sozialprojekte. Auch die immer wieder durchgeführte Aktion „Kauf eins mehr“ hilft den Schwachen vor Ort. Seit Herbst letzten Jahres kümmern sich Rotaracter verstärkt um die Integration und Flüchtlinge. Vielen Projekten gemeinsam ist die Kooperation mit den Rotary-Patenclubs.

Auch Rotaract ist global ausgerichtet. Die Pflege internationaler Beziehungen hat in Hessen einen besonders hohen Stellenwert. So werden die Möglichkeiten des in unserem Distrikt initiierten Inter-District Youth Exchange (IDYE) ausgiebig genutzt – etwa durch Verbindung eines IDYE mit dem Besuch der Rotary Convention in São Paulo. Auch mit den USA und Indien wurden Austausche organisiert. Jüngstes Beispiel für die Reisefreude ist das „Rotaract Europe Meeting“ im Januar in Sankt Petersburg. Neun der 75 deutschen Rotaracter kamen aus unserem
Distrikt.

Christian Kaiser

Christian Kaiser wurde 1942 in Hessen geboren, machte Abitur in Hanau. Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen und Bonn mit Promotion. Pächter der Hessischen Staatsdomäne Kinzigheimerhof bis 2004. Öbuv. Sachverständiger. Verheiratet, zwei Kinder. Seit 1981 im RC Hanau. Präsident 1999/2000, PHF+3 und Distriktberichterstatter für D 1820.