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Distrikt 1820

Vom Stipendiaten zum Rotarier mit Sitz im Distriktbeirat

Distrikt 1820 - Vom Stipendiaten zum Rotarier mit Sitz im Distriktbeirat
RFAD-Inbound-Seminar Frankfurt für Rotary-Stipendiaten: Gemeinsames Frühstück mit PDG Dirk Freytag. © Alexander Böttner (alle Fotos)

Alexander Böttner wird Nachfolger von Gudrun Dietrich für "Stipendien/Alumni".

Christian Kaiser09.04.2021

Neben dem internationalen Schüleraustausch sind auch die verschiedenen Austauschprogramme für junge Erwachsene Teil der rotarischen Identität.

An erster Stelle ist hier das Stipendienprogramm der Rotary Foundation zu nennen – seit der Gründung in 1947 wurden darüber fast 37.000 Studenten in über 100 Ländern entsandt, Jahr für Jahr weltweit rund 800 Stipendiaten. Daneben hat der "Group Study Exchange" (GSE, seit 2013 VTT) große Bedeutung. So konnten mittlerweile über 600 junge Berufstätige aus Deutschland als Mitglieder von GSE-Teams die Berufswelt sowie Land und Leute in den verschiedensten Gegenden der Welt kennen lernen – und umgekehrt.    

Dazu kommen Foundation Peace Scholarships für Studienabsolventen und Berufstätige in der Friedens- und Konfliktforschung sowie Zuwendungen für Volunteers, die als Dozenten Völkerfreundschaft fördern.

Alumni

Für ehemalige Teilnehmer an den Rotary-Austauschprogrammen wurde 1998 die Rotary Foundation Alumni Deutschland (RFAD) gegründet.

"Als ehemalige Stipendiaten oder GSE-Teilnehmer haben wir im Ausland wertvolle Erfahrungen für unseren beruflichen und privaten Lebensweg gewinnen können. Was wir erhalten haben, möchten wir weitergeben", so ist es unter anderem nachzulesen auf der Website: https://www.rfad.de/wir_ueber_uns

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RFAD-Inbound-Seminar Frankfurt: Mareike Hülper-Gertjegerdes (RC Eschborn) mit Rotary-Stipendiaten, Stadtführung in Frankfurt am Main — auf dem Eisernen Steg

Gudrun Dietrich

Stipendiaten und Alumni bedürfen der besonderen Aufmerksamkeit von Rotary, was gut organisiert und mit viel persönlichem Einsatz betreut werden muss. Seit zehn Jahren ist Gudrun Dietrich (RC Bad Vilbel) im Distrikt 1820 dafür als Beauftragte für Stipendiaten, seit 2012 auch für Alumni verantwortlich und füllt dies mit ganz besonderem Engagement und viel Hingabe aus. 

Wertvolle Erfahrungen für ihr Amt hatte sie zuvor gesammelt als Leiterin eines GSE-Teams, das Südkorea besuchte.

In ihrer Zeit als Distriktbeauftragte hat sie über 100 Oststipendiaten und -stipendiantinnen mitbetreut. Mit vielen von ihnen bestehen auch nach Jahren noch sehr gute Kontakte. Einige davon haben beachtenswerte Karrieren gemacht - so Aliaksei Paluiyan, Stipendiat an der Kunsthochschule Kassel, der inzwischen für seine Kurz- und Dokumentarfilme vielfach international ausgezeichnet wurde. Mehr zu Aliaksei können Sie bald hier erfahren.  

Bei einer Veranstaltung der Rotary Foundation Alumni Deutschland (RFAD) in Berlin lernte Gudrun Dietrich zufällig den "Alumnus" Alexander Böttner kennen. Das von der RFAD seit 2008 für "Incoming" (in Deutschland studierende) Rotary Stipendiaten organisierte Begrüßungsseminar wurde um die Oststipendiaten erweitert und inzwischen stehen auch die Rotary-Deutschland-Stipendiaten auf der Einladung. 

Themen der "Orientations" sind das gegenseitige Kennenlernen, wie die kulturellen Herausforderungen der ausländischen Stipendiaten im deutschen Alltagsleben gemeistert werden können und ganz praktische Tipps und Ratschläge zum Studium in Deutschland. Das Wissen um Rotary kommt dabei nicht zu kurz.

Die Ideale von Rotary zu vermitteln und eine Bindung zu den fördernden Clubs herzustellen ist ebenfalls von großer Bedeutung und langfristig wichtig für ein zukünftiges Engagement der Stipendiaten für Rotaract, die RFAD und später Rotary.

Alexander Böttner

Ein Musterbeispiel für erfolgreiche Kandidatensuche ist Alexander Böttner.Der Doktor der Tiermedizin war 1983/84 als Stipendiat der Rotary Foundation in Neuseeland. Im Jahr 2000 wurde er aktives Mitglied bei der RFAD, 2003/2004 war er deren Vize-Präsident und seit 2019 ist er Präsident der RFAD.

Parallel verlief seine rotarische Karriere. So ist er Mitglied im RC Eschborn seit 2014. Nach der Übernahme diverser Clubämter war er Präsident im Jahr 2019/2020. Nun zum 1. Juli 2021 löst er Gudrun Dietrich ab - als Beirat im D 1820 für den Bereich "Stipendien/Alumni".

Gudrun Dietrich gab ihrem Nachfolger folgenden Wunsch mit auf den Weg: "Seit der Einführung des Future Vision Plans sind Stipendien, die an hochbegabte Studierende für ein Auslandsstudium vergeben werden, praktisch zum Erliegen gekommen. Leider habe ich es während meiner Zeit nicht vermocht, den Beirat zu überzeugen, auf Distriktebene, zum Beispiel aus DDF-Mitteln, ein Stipendium pro Jahr für Outgoings auszuloben. Es wäre schön, wenn Alexander diesen Wunsch weitertreiben und zu einem erfolgreichen Ende führen könnte."

Christian Kaiser

Christian Kaiser wurde 1942 in Hessen geboren, machte Abitur in Hanau. Studium der Agrarwissenschaften in Göttingen und Bonn mit Promotion. Pächter der Hessischen Staatsdomäne Kinzigheimerhof bis 2004. Öbuv. Sachverständiger. Verheiratet, zwei Kinder. Seit 1981 im RC Hanau. Präsident 1999/2000, PHF+3 und Distriktberichterstatter für D 1820.