Im Gespräch mit Paul Knijff, RI-Direktor 2011–2013 - »?Die Welt sehen lassen, was wir tun?«

RI-Direktor 2011–2013 Paul Knijff © RI

27.07.2011

Im Gespräch mit Paul Knijff, RI-Direktor 2011–2013

»?Die Welt sehen lassen, was wir tun?«

Insa Fölster

Seit dem 1. Juli ist Paul Knijff (RC Weesp-Vechtstreek Noord) aus den Niederlanden im Distrikt 1570 (Zone 13) Mitglied im Zentralvorstand (Board of Directors) von RI. Der 67-Jährige vertritt die Zonen 13, 14, Teile von 18 und im ersten Amtsjahr auch die Zone 19. Er ist Nachfolger von Past-RI-Direktor Ekkehard Pandel

Wie sind Sie dazu gekommen, RI- Direktor zu werden?

Paul Knijff: Einmal in acht Jahren ist es für einen Niederländer möglich, RI-Direktor zu werden. 2006/07 war ich Governor. Der damalige RI-Direktor Stan

Templaars und andere Rotarier haben mich vorgeschlagen. Zum Schluss gab es fünf Kandidaten, ich war dabei.

 

Was sind Ihre Hauptaufgaben?

In diesem Jahr bin ich Liaison Director für den Jugendaustausch und für die Fellowships. Zur Vorbereitung habe ich in New Orleans die Preconvention zum Youth Exchange und alle Fellowship-Stände besucht. Wir sind zwar nicht verantwortlich für die Zonen, aber es ist wichtig, dass wir unsere Kenntnisse aus dem Gebiet einbringen, in dem wir leben. Ich möchte gern so viel wie möglich Kontakt mit Rotariern in den Clubs unterhalten.

 

Was hat es mit den Regional Coordinator Teams auf sich?

Die Regional Coordinator Teams sind in der aktuellen Form eine neue Einrichtung von RI. Wir hatten schon die Rotary-Foun­dation-Koordinatoren (RRFC). Im vergangenen Jahr wurden dann die Rotary Coordinators (RC) ins Leben gerufen, und jetzt hat RI-Präsident Banerjee die Rotary Public Image Coordinators (RPIC) eingeführt. Die drei arbeiten zusammen und werden begleitet vom Direktor in ihrer Gegend. In unserer Region ist Martin Gutsche RRFC, RC ist Claus-Michael Pautzke und RPIC ist Diethart Goos. Sie bedienen alle Distrikte in Zone 14 und auch einige in Zone 19 (1800–1900, 1930–1950).  

 

Was ist Ihnen wichtig zu fördern?

Für mich ist es wichtig, dass wir eine Organisation sind, die auch für junge Leute interessant ist. Als ich vor 29 Jahren Rotarier wurde, fand ich es immer schön, dass ich im Club zu Leuten im Alter meines Vaters „Du“ sagen konnte. Ich glaube auch, dass Social Media sehr wichtig ist. Auch E-Clubs sind eine gute Möglichkeit für junge Leute.

 

Nutzen Sie selber Social Media zur Kommunikation bei Rotary?

Ja, ich finde es sehr wichtig, dass wir die Welt sehen lassen, was wir tun. Ich nutze LinkedIn und Facebook. Zum Beispiel habe ich das Zonen-Institut auf Facebook angekündigt. Ich bekomme auch Reaktionen. Die sind sehr wertvoll. Wenn es Informationen gibt, die wichtig sind für das Board, dann möchte ich das gern wissen.

 

Wann und wo gibt es Ihr Rotary Zonen-Institut?

Das Institut findet vom 7. bis 11.?November 2012 in Amsterdam statt. Ab dem 15. Oktober in diesem Jahr wird es eine Website dazu geben. Ich hoffe, dass sehr viele deutschsprachige Teilnehmer kommen.

 

Wie ist die Beziehung zu RI-Präsident Banerjee und den anderen Direktoren?

In der Vorbereitungszeit haben wir bereits sechs Wochen in Trainings in San Diego, Evanston und New Orleans zusammen verbracht und uns dort sehr gut kennengelernt. Ich habe gesehen, dass Banerjee eine komplett andere Person ist als Past-Präsident RI Klinginsmith. Banerjee ist sehr philosophisch und vielleicht interessierter am persönlichen Kontakt. Banerjee hat uns Trainings zur Teambildung „verordnet“. Das hat uns sehr nah zusammengebracht.

 

Freuen Sie sich auf die Amtszeit?

Ja. Ich bin pensioniert, aber ich habe das Gefühl, dass ich wieder 100 Prozent arbeite.

 

Erschienen in Rotary Magazin 8/2011

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