Berlin - Frieden ohne Grenzen

Über das Thema Frieden aus Sicht der "New Generations" sprach Constanze-Maria Abendroth, die ehemalige Vorsitzende des Rotaract Deutschland Komitees

03.12.2012

Berlin

Frieden ohne Grenzen

Insa Fölster

„Frieden ist wie ein Brot. Es muss jeden Tag frisch gebacken werden“, sagte Convener und Past RI-Präsident Luis Vicente Giay auf dem Rotary Global Peace Forum in Berlin, das vom 30. November bis 2. Dezember unter dem Motto „Frieden ohne Grenzen“ stattfand. Insgesamt 1802 Teilnehmer aus 46 Nationen – davon rund 770 Deutsche – waren der Einladung von RI-Präsident Sakuji Tanaka zum Peace Forum gefolgt. Sie nahmen damit teil an der größten Rotary-Veranstaltung in Deutschland seit der RI Convention in München vor 25 Jahren. Das Publikum war genau wie die Nationalitäten bunt gemischt: Es kamen Rotarier und ihre Partner, Rotaracter, Gäste, Friedensstipendiaten, Austauschschüler aus dem Gastgeber-Distrikt 1940 und über 100 Teilnehmer aus zwölf Ländern eines Rotary Youth Leadership Award (RYLA)-Seminars, das parallel stattfand und ebenfalls das Thema „Frieden“ im Fokus hatte. Im Vorfeld des Forums trafen sich in separaten Sitzungen Länderausschüsse aus aller Welt und diskutierten anschließend in einem gemeinsamen Forum die Frage: „Wie können Länderausschüsse besser zu Rotarys Friedensinitiativen beitragen?“ Auf einem Marktplatz stellten Institutionen wie die Hilfsorganisation „ShelterBox“ oder die „German Rotary Volunteer Doctors" (GRVD) ihre Organisationen vor. Die Wände waren geschmückt von großen Postern, auf denen Rotary Clubs ihre Projekte darstellten und damit gleichzeitig an einem Wettbewerb teilnahmen. „Die Poster sollen Inspiration sein, noch härter für eine bessere Welt zu arbeiten“, sagte der Vorsitzende des Organisationskomitees (HOEC) Holger Knaack. Eine Auszeichnung erhielten am Schluss das Projekt „Hearts to South Africa“ von verschiedenen Rotaract Clubs in Europa sowie ein Wasserprojekt in Tikar Cameroon des französischen Rotay Cluns Le Mans Bérangère und seinen Partnerclubs.

„Wir sind hier, um miteinander zu sprechen, sodass wir anschließend unseren Worten Taten folgen lassen können“, sagte Holger Knaack in seiner Begrüßungsansprache und leitete damit eine Reihe spannender Vorträge, Diskussionen und Workshops ein, die facettenreich das Thema „Frieden“ beleuchteten. Zum Thema „Polio“ sprach Dr. Bruce Aylward, Assistant Director-General Polio Emergencies and Country Collaboration, von der WHO. „Ein Ausrottungsprogramm ist eine fantastische Möglichkeit, um Frieden zu schaffen, weil man jedes einzelne Kind erreichen muss. Es ist ein Vehikel für eine viel größere Agenda.“

RI-Präsident Sakuji Tanaka umschrieb diese Agenda mit den Worten: „Für den Frieden zu arbeiten ist eine lebenslange Aufgabe. Jeden Tag, in 34.000 Clubs auf der ganzen Welt, arbeiten wir zusammen für eine friedvollere Welt, indem wir Wasser, Gesundheit, Bildung und Hoffnung zu den Menschen bringen, die es am dringendsten brauchen.“ Jeder Rotarier, sagte Tanaka, habe eine Geschichte zu erzählen. Die sind in seinem neuen Buch „My Rotary Moment“ zusammengefasst, das auf dem Forum vorgestellt und – vom RI-Präsidenten handsigniert – verkauft wurde. Der Erlös fließt in die Rotary Foundation.

Unter dem Titel „Sicherheit entwickeln – Entwicklung sichern“ sprach Tanja Gönner, Sprecherin des Vorstands der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), über das Bundesunternehmen und seine Unterstützung der Bundesregierung in der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.


RI-Generalsekretär John Hewko stellte im Anschluss die „Six Areas of Focus“ als „Sechs Wege zum Frieden“ vor und verwies dabei auf die Unerlässlichkeit der Integration des privaten Sektors für langanhaltenden Erfolg. Rotary sei dafür da, die Lücke zu füllen zwischen dem, was die Regierung bieten kann und die Gemeinden brauchen. Über „Frieden und Sicherheit in einer  globalisierten Welt“ sprach Gunter Pleuger, Diplomat und Jurist sowie Präsident der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder).

Fünf ehemalige Friedensstipendiaten aus aller Welt stellten sich in einem kurzweiligen Panel den Fragen von Past RI-Generalsekretär Ed Futa. „Ich möchte Sie animieren, uns zu kontaktieren und die Ressource zu nutzen, in die Sie so viel investiert haben“, sagt die ehemalige Stipendiatin Brigitta von Messling, die im Jahr 2002 zum ersten Jahrgang der Rotary Peace Fellows gehörte. Auch die Sicht der „New Generations“ wurde durch die ehemalige Vorsitzende des Rotaract Deutschland Komitees, Constanze Maria Abendroth, vertreten und am Beispiel des Fußball-Projekts "Dein Schuh für Afrika" des Rotaract Clubs Amberg plakativ dargestellt.

Zum Abschluss unterzeichnete Sakuji Tanaka die Berliner Friedenserklärung. Der RI-Präsident hatte sich als Austragungsorte für seine Friedensforen Berlin, Honululu/Hawaii und Hiroshima/Japan ausgesucht, da sie aufgrund ihrer Historie für ein besonderes Interesse am Thema Frieden stehen. Das nächste Rotary Peace Forum findet vom 25.-27. Januar in Honolulu statt. Für Sakuji Tanaka, dessen Jahresmotto auch „Frieden durch Einsatz“ ist, geht mit der Ausrichtung der Foren „ein Traum in Erfüllung“.

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