Trinationales Schülerprojekt gestartet

Heilbronn: Was bedeutet Europa für junge Menschen, für ihre Zukunft, für ein friedliches Zusammenleben? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler aus drei Ländern
Jeweils sechs Jugendliche des Albert-Schweitzer-Gymnasiums Neckarsulm, des Lycée Saint-Pierre aus Bourg-en-Bresse (Frankreich) sowie des Istituto Superiore „Lorenzo Lotto“ aus Trescore Balneario (Italien) kamen zusammen, um sich gemeinsam mit europäischen Werten, gesellschaftlichen Herausforderungen und der Zukunft Europas auseinanderzusetzen. Unterstützt wurde das Projekt von den jeweiligen Rotary Clubs der drei beteiligten Städte.
Frieden und Freiheit
Der Auftakt stand ganz im Zeichen des Kennenlernens – mit einem Escape-Game durch die Innenstadt. Dann stand die inhaltliche Auseinandersetzung im Mittelpunkt. In Workshops und moderierten Arbeitsphasen diskutierte man zentrale Fragen zu Europa, zu gemeinsamen Werten und politischen Zuständigkeiten. Dabei wurden Demokratie, individuelle Entscheidungsfreiheit, Gleichberechtigung und Zusam- menarbeit als tragende Säulen Europas herausgearbeitet. Frieden, Solidarität und Freiheit galten den Jugendlichen als Kernwerte der Europäischen Union. Als gemein-sames Leitmotiv formulierten sie „always improving“ – Europa als lernende Gemeinschaft, die aus Fehlern der Vergangen-heit Konsequenzen zieht.
Die Erweiterung der Europäischen Union betrachteten die Jugendlichen differenziert: Einerseits sahen sie komplexere Entscheidungsprozesse, andererseits betonten sie Vorteile wie größere Märkte und sicherheitspolitische Aspekte. Ergänzt wurde das Programm durch einen Beitrag von Rotary zum Konzept des „positive peace“ sowie einen Besuch im Science Center Experimenta.
Exkursion nach Straßburg
Höhepunkt der Auftaktwoche war die Exkursion nach Straßburg mit dem Besuch des Europäischen Parlaments. Die Teilnahme an einer Plenarsitzung sowie ein persönliches Gespräch mit der Europaabgeordneten Dr. Andrea Wechsler machten europäische Politik unmittelbar erlebbar. Mit der Heimreise endete eine intensive Woche, und zugleich begann ein mehrmonatiger Projektprozess. Eine zweite Runde des trinationalen Schülerprojekts ist für Mai in Bergamo geplant. Der Grundstein für ein gelebtes Europa im Sinne des CORE-Gedankens ist gelegt.
In Kürze: Engagement in Gmünd
Die rotarische Familie Gmünd unterstützt großzügig den Naturerlebnis- und Waldlehrpfad der Landesgartenschau Ellwangen (wir berichteten), finanziert aus den Erlösen des jährlich gemeinsam betriebenen Weihnachtsmarktstands – vier Wochen lang mit über 140 Ehrenamtlichen. Zur Familiegehören der Inner Wheel Club Schwäbisch Gmünd, der Rotaract Club Ostwürttemberg sowie die Rotary Clubs Schwäbisch Gmünd und Schwäbisch Gmünd-Rosenstein. Neben der finanziellen Unterstützung übernehmen sie auf dem Naturerlebnispfad die Patenschaft für die Fledermaus-Station. Mehr Infos hier.





