Distrikt 1841Rotary vor Ort
von Sandra Scherm |
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Auszeit für Kundinnen der Dießner Tafel

Ammersee – Der RC Ammersee spendierte Müttern einen ­Segelausflug mit dem Zweimaster „Sir Shackleton“ auf dem Ammersee

Leises Plätschern am Bug, die Segel im Wind und ein Gefühl von Freiheit fernab des Alltags: 15 Mütter der Tafel Dießen erlebten eine besondere Auszeit auf dem Ammersee. Eingeladen hatte sie Judith Janowski, die neue Präsidentin des Rotary Clubs Ammersee. Zum Beginn ihrer Amtszeit wollte sie ein Projekt ins Leben rufen, das es so noch nie gab. Gemein­sam mit Clubfreund Klaus Gattinger schenkte sie den Frauen unvergessliche Stunden auf dem historischen Zweimaster „Sir Shackleton“.

Die Idee entstand aus dem Engagement beider Initiatoren: Gattinger, Skipper und Eigner, nutzt das Schiff seit Jahren auch für soziale Fahrten. Janowski, geschäftsführende Vorständin der Carl-Orff-Stiftung, plant für das neue Carl-Orff-Museum in Dießen Programme für Inklusion und Teilhabe. Zusammen setzten sie ein Zeichen, wie Rotary Menschen verbindet.

„Einfach traumhaft“

Während die Mütter segelten, organisierte die Tafel ein liebevolles Kinderprogramm. Von Frühstück und Spielen bis zum Badeausflug nach St. Alban waren die Kinder bestens betreut. „Ein gelungenes Beispiel für die Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Ammersee“, resümierte Tafel-Leiterin Claudia Betz-Haubold. Für viele war es die erste Segelerfahrung. „Einfach traumhaft, wir haben jede Minute genossen“, sagte Yuliia S. aus der Ukraine.

Monika S. lobte die Ruhe und Geduld des Skippers, der die Gäste sogar selbst ans Ruder ließ. Und Faith O. brachte es auf den Punkt: „Es war schön und cool.“ Die „Sir Shackleton“, 1909 als Sturmlotsenkutter gebaut, blickt auf eine bewegte Geschichte zurück – bis hin zu ihrem dramatischen Untergang 2020 am Ammersee und der Bergung. Heute dient sie als Seminar- und Begegnungsschiff. An diesem Sommertag wurde sie zum Ort der Entspannung, des Austauschs und der Freude.

„Jede Minute genossen“

„Die Frauen hatten endlich einmal Zeit nur für sich, ohne Sorgen und Verpflichtungen“, sagte Skipper Gattinger. Für Janowski war es ein gelungener Auftakt ihrer Präsidentschaft: „Rotary kann dort wirken, wo Begegnungen neue Kraft schenken.“ Für jede Teilnehmerin wurde gespendet, das Geld fließt in die Gemeindienstkasse des Clubs und kann für weitere soziale Projekte genutzt werden. Gleichzeitig stellte die Präsidentin fest, dass es nicht einfach ist, neue Ideen in einem alteingesessenen Club durchzusetzen.


 

In Kürze: Benefiz-Kässpatzn

Der RC Pfronten-Nesselwang lud im Herbst letzten Jahres in Zusammenarbeit mit dem Traditionswirtshaus und Clublokal „Oberer Wirt“ zu einem Benefizessen ein. Die Gäste wurden von den Mitgliedern ­bedient und über Projekte informiert, die mit den Erlösen der Mahlzeit finanziert werden. Die 45 Portionen Allgäuer Kässpatzn und 45 halben Biohendl stammen aus der Region, gestiftet von der Wirtsfamilie Ultsch. Der Erlös der Aktion wird vollumfänglich über das rotarische Hilfswerk des Clubs für konkrete Förderprojekte in der Region und international verwendet.

Sandra Scherm