Distrikt 1880Rotary vor Ort

Brummiger Bär braucht dringend Namen

von Ulrike Löw | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Distrikt 1880: Als Polio-Beauftragte im Distrikt 1880 wirbt Birgit Schleicher (RC Bautzen/Budysin) für die gigantische Aufgabe, die Kinderlähmung auszurotten – und dafür braucht es jede Hilfe. Auch tierische!

Birgit, du hast seit März 2025 einen sehr pelzigen Begleiter an deiner Seite – wie ist der Polio-Bär zu seinem Job als Assistent gekommen?

Ich habe in der Tat ein Bärenkind bekommen, es steht mir bei meinen Aufgaben als Polio-Beauftragte in D1880 zur Seite. Das Bärenkind hat mir Past-Gov. und Pflegemama Sabina Gärtner-Nitsche geschickt, als ich im März 2025 beim PELS in Schwandorf meinen ersten Vortrag zum Thema Polio gehalten habe. Damals war der Bär sechs Monate alt.

Bei einem Teddy muss ich an Margarete Steiff denken – die Gründerin der Spielwarenfabrik. Sie litt unter Kinderlähmung. Hat unser Kuschelbär als Maskottchen auch mit ihr zu tun?

Margarete Steiff war eine tolle Unternehmerin, trotz ihrer Erkrankung an Kinderlähmung, deren Nachwirkungen sie lebenslang bewältigen musste. Sie ist ein großes Vorbild und hat Bären aus Fell und mit beweglichen Gliedmaßen genäht, das war die Geburt der Steiff-Bären. Unser Bär stellt somit die Verbindung der Teddybären zur Besiegung von Polio her.

Wie viele Polio-Bären sind denn unterwegs? Hat er Kollegen?

Bei unserem Ausflug in die WHO in Genf habe ich Pol kennengelernt, den Schweizer Bären-Kollegen. In Orlando gibt es den Steiff-Teddy-Bären, den unser ehemaliger RI-Präsident Holger Knaack gespendet hat. Bei der International Assembly, dem vorbereitendem Training für alle zukünftigen Governor in Orlando, stand Teddy dann bereit, und es sind tolle Fotos entstanden. Schließlich gibt es bei unserem „End Polio Now“-Koordinator und Kinderarzt Christian Schleuß einen Polio-Bären, der in Hagen wohnt.

Und wie macht sich der Polio-Bär als Maskottchen?

Unser Bär erobert die Herzen sehr schnell. Er hört gut zu und geht gern auf Reisen. Es gibt tolle Fotos mit ihm, und die Rotarier erkennen sofort die Brücke zu unserer Aufgabe.

Ich habe gehört, er ist mittlerweile sogar gelegentlich ohne dich unterwegs?

Unser Bär kommt viel herum, er nutzt Mitfahrgelegen-heiten. Er war mit Governor Daniel Neuer in München und beim PELS in Torgau – und nun trägt er ein rotes Polio-Shirt mit QR-Code und der Frage „What’s my name?“

Ist er brummig deswegen?

Ja. Er wird immer nur als ­Polio-Bär angeredet – dabei steht er mir als der Polio-Beauftragten seit einem Jahr zur Seite. Er will jetzt auch endlich einen eigenen Namen haben. Ich würde mir deshalb wünschen, dass viele Rotarierinnen und Rotarier einen Vorschlag machen!


 

In Kürze: So gut schmeckt Hilfe

Der RC Regensburg-Marc Aurel hat mit einem Benefizdinner 20.000 Euro Spenden an das Regensburger Hotel Includio übergeben. 40 Prozent der Mitarbeiter dort sind Menschen mit Behinderungen. Das Hotel ist gemeinnützig und auf Spenden angewiesen. Hobbykoch und Rotarier Peter Trepnau zauberte auf Sterneniveau mit der Unterstützung der Küchencrew vor Ort ein Fünf-Gänge-Menü, Präsident Martin Wunnike hatte das Event organisiert. Die Gäste der Druckerei Aumüller, R-KOM, Altstadthotel Arch und Metallbau Schillinger waren so ­begeistert, dass größere Spenden auf den Tisch ­gelegt wurden.