Distrikt 1900Rotary vor Ort

Mithilfe von Rotary Clubs fit fürs Berufsleben

von Carola Plaesier | 
 |  Lesezeit: 3 Minuten

Dortmund: Das Ziel der Anne-Frank-Gesamtschule in Dortmund Nord ist, mehr Jugendliche direkt in die Berufswelt zu übergeben ...

… „was wirklich keine leichte Aufgabe ist – in einem armutsgeprägten Umfeld, in dem Eltern leider nicht die natürlichen Unterstützer bei der Berufswahl sowie im Bewerbungsprozess sind. Oder in Haushalten, in denen bereits die eingeschränkte technische Ausstattung die Erstellung ordentlicher Unterlagen erschwert. Mithilfe der fünf Rotary Clubs in Dortmund können wir dieses Ziel nun weiterverfolgen“, sagt Schulleiter Bernd Bruns.

Ein optimistisches Klima …

Jahrelang gab es eine Berufseinstiegsbegleitung, finanziert durch das Land NRW und die Bundesagentur für Arbeit. Rund 40 Schülerinnen und Schüler der Abgangsklassen wurden jährlich bei der Berufswahl und dem Bewerbungsprozess professionell begleitet. Teilweise brachte die Berufseinstiegsbegleitung der Bundesagentur für Arbeit jeden einzelnen Teilnehmer in Ausbildung. Nun lief diese Form der Förderung aus, und die Gesamtschule suchte nach neuen Partnern, um die erreichten Standards zu halten.

… mit Austausch schafft …

Das Problem: Einige Jugendliche brauchen eine enge Betreuung und viel Austausch. Die Dortmunder Rotary Clubs finanzieren deshalb für zwei Jahre die Fachkraft für Berufsorientierung KatharinaZiesen, die nun einmal wöchentlich Unterstützung im Bewerbungsprozess leistet – niedrigschwellig, für alle sichtbar, effektiv und vor allem auch schülernah. „Wir haben zusammen viele Bewerbungen abgeschickt. Ich danke ihr von Herzen. Sie ist voll witzig und nett“, sagt zum Beispiel Angel. Dabei geht es nicht immer nur um Ausbildungsplätze. Mit ihrer Hilfe werden Weichen gestellt, Zwischenschritte geplant und eingeleitet, und manchmal erhalten die Jugendlichen auch wieder Struktur, sodass Schule für sie überhaupt wieder Sinn bekommt. „Dank Katharina weiß ich jetzt, wie man eine Bewerbung schreibt. Ohne sie würde ich immer noch keinen Plan haben“, berichtet auch Ahmed, der gerade seine Probearbeit in einem mittelständischen Industriebetrieb gestartet hat.

… gute Lernbedingungen

„Gute Berufsorientierung kann man messen, zum Beispiel an der Zahl von Ausbildungsplätzen. Man kann sie aber auch spüren, weil das Schulklima von Optimismus und ganz viel Austausch geprägt ist und so ein Umfeld geschaffen wird, in dem gut gelernt werden kann. Nur: Die Schulen müssen dafür ausgestattet sein“, sagt der Koordinator für berufliche Orientierung der Schule, Philip Stratmann. Die Dortmunder Rotary Clubs sind zur Stelle.

» Mehr zum Projekt auf Youtube: youtube.com/watch?v=H0JxoF0nKCo


 

In Kürze: Neues Leben für gebrauchte Instrumente

Schirmherrin und NRW-Kulturministerin Ina Brandes lobt bei der Übergabefeier im Max-Planck-Gymnasium das Ge­mein­schafts­pro­jekt der Dortmunder Rotary Clubs, das an das NRW-Jekits-Projekt anknüpft. Die Orchesterarbeit an 22 weiterfüh­ren­den Schulen wird mit 90.000 Euro aus dem letzten Benefizkonzert unterstützt. Sollten auch bei Ihnen alte Instrumente auf dem Dachboden schlummern, bekämen sie eine neue Chance. Sie werden professionell begutachtet und – falls nötig – vor der Übergabe an die Jugendlichen aufge­ar­bei­tet. Mit Leihvertrag. Spendenbelege sind möglich. Info: stefan@rundholz.com